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YouTube Premium: Nun auch deutsche Eigenproduktionen

17.09.2018 | Von Jörg Schieb

Tipps

YouTube kennen wir als Videoplattform, auf der es so ziemlich alles zu sehen gibt: Katzenvideo, Musikvideos, Spaßfilme, Trailer bis hin zu professionell produzierten Clips von Vloggern und Profis. Und natürlich alles kostenlos. Bislang zumindest. Denn seit kurzem gibt es auch in Deutschland einen bezahlte YouTube-Dienst: YouTube Premium. Hier bietet die Video-Plattform eigenproduzierte Inhalte, YouTube Originals genannt, die nur Abonnenten sehen können. Jetzt auch in Deutschland.

YouTube steigt sozusagen ins Fernsehgeschäft ein und startet auch in Deutschland mit eigenen Sendungen/Produktionen.

In Deutschland sind es lediglich drei Produktionen, die wir zum Start von YouTube Premium zu sehen bekommen: „LeFloid vs. TheWorld“, eine Dokumenationsreihe mit Kanzlerinnen-Interviewer LeFloid, die Show „Neuland“ mit Y-Titty-Star Phil Laude und die Serie „Bullspirit“ von und mit Bullshit TV.

Wer nun fragt: Was? Mit wem? Der muss sich nicht ahnungslos oder als Außenseiter fühlen. YouTube kooperiert für seine Premium-Inhalte mit Leuten aus der YouTube-Szene, die kennt man bestenfalls, wenn man viel auf YouTube unterwegs ist, sonst eher nicht. Die genannten Produktionspartner sind im deutschsprachigen Raum von YouTube durchaus bekannt – aber über diese Grenzen hinaus Nobodies.

Aber wie genau muss ich mir das vorstellen: YouTuber an ihren Schreibtischen, die über Gott und die Welt ablästern und ihre üblichen Shows abziehen – oder ist es wirklich hochwertiger, „Premium“?

Drei Eigenproduktionen in Deutschland

Es ist tatsächlich „Premium“, denn es sind nicht die bekannten Nasen, die die Videos machen sondern bekannte, professionelle Produktionsfirmen, die fürs Fernsehen arbeiten. Ist schon interessant: Wenn es hochwertig werden soll, braucht es eben doch Leute mit Erfahrung, Know-now und Expertise, und die kommen aus der Fernsehwelt.

Es sind Produktionsfirmen wie Brainpool und Studio71, die hochwertige Sendungen und Shows für Fernsehen produzieren, die nun Dokus und Shows für YouTube machen. „LeFloid vs. TheWorld“ zum Beispiel ist eine hochwertig produzierte Dokumentationsreihe: LeFloid trifft Menschen in aller Welt, um mit ihnen über alles Mögliche zu sprechen: Musik, Glauben, Geld, Sport, Selbstwahrnehmung. Acht Folgen à 25 Minuten. Aber: In englischer Sprache mit deutschen Untertiteln.

Damit die Produktionen international vermarktet werden können. Bildlich und produktionstechnisch auf einem extrem hohen Niveau gemacht – LeFloid selbst ist erkennbar nur der „Magnet“. Nach dem Motto: Den kennen wir – das schauen wir uns mal an.

David Hassellhoff ist wieder da – irgendwie

Eine Show namens „Neuland“ ist mit David Hasselhoff und Y-Titty-Star Phil Laude. Richtig gehört: Der abgehalfterte Fernsehstar David Hasselhoff quält sich in einer deutschen Show vor die Kamera. Er spricht Englisch und soll lustig sein. Der andere, Phil Laude, spricht Deutsch und Englisch. Das Ganze ist eine Art Talk-Show wie einst TV Total – und sieht auch si aus.

Kein Wunder, wird nämlich von derselben Produktionsfirma gemacht. Auch zu großen Teilen in Englisch und eher albern. 12 Episoden à 28 Minuten. Am besten ist noch „Bullsprit“. Eine Art Comedy-Serie, in der mehrere Kumpels eine Tankstelle erkeben und aufmöbeln. In Deutsch und teilweise recht witzig.

Ihr müsst bezahlen

Die erste Folge der drei Produktionen ist frei zu sehen. Wer danach weiterschauen will, muss YouTube Premium buchen. Die ersten 30 Tage sind kostenlos – zum Ausprobieren. Kostet 11,99 EUR im Monat danach.

Das ist schwierig zu sagen. Es kommt auf die Inhalte an, würde ich sagen. 12 EUR im Monat ist eine Menge Geld, so viel zahlt man auch für Netflix, und da gibt es bekanntlich eine Menge hochwertiger Inhalte. Da kommt YouTube nicht mal annähern ran. In den USA gibt es deutlich mehr Eigenproduktionen, da gibt YouTube Millionen von Dollar aus.

Die hierzulande produzierten Inhalte sind so gestrickt, dass sie international funktionieren sollen. Das hat Vorteile für die Vermarktung, macht die Sachen aber auch flacher, weil austauschbar – so wie überall. Nicht deutsch.

 




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