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Mehrere Kreative Köpfe verlassen Facebook

Facebook hat in seiner noch vergleichsweise jungen Firmengeschichte schon einige Unternehmen aufgekauft. Die bekannteren sind WhatsApp und Instagram. Einige Zeit haben die Ex-Gründer der Unternehmen weiter gearbeitet. Doch nun haben sich alle einst kreativen Köpfe von Facebook verabschiedet – wegen unüberbrückbarer Meinungsverschiedenheiten mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg.

Kevin Systrom und Mike Krieger sind wohlhabende Leute. Denn sie haben vor gut sechs Jahren einen Deal mit Facebook-Gründer Mark Zuckerberg gemacht: Du bekommst unsere Foto-Plattform, dafür bekommen wir eine Milliarde Dollar. Eine halbe Milliarde Dollar für jeden. Nicht schlecht für eine Bude, die damals nur eine Handvoll Mitarbeiter hatte. Zwei Jahre nach Gründung. Davon träumt wohl nahezu jeder, der ein Start-Up gründet.

ElisaRiva / Pixabay

 

Die Gründer von Instagram gehen

Sechs Jahre später wird der Wert von Instagram auf gut 100 Milliarden Dollar geschättzt, wäre Instagram noch ein eigenständiges Unternehmen. Gut möglich, dass sich Systrom und Krieger angesichts dieser Entwicklung in den berühmten Hintern beißen. Sie hätten mehr rausschlagen können. Aber wahr ist zweifellos auch, dass dieser Wertzuwachs nur durch die Kooperation mit Facebook entstanden ist – und auch nur so möglich war.

Doch freuen sich die Instagram-Gründer darüber? Nein! Beide haben den Hut genommen. Sie verlassen Instagram. Der gemeinhin exzellent informierte Finanzdienst Bloomberg berichtet über erhebliche Meinungsverschiedenheiten zwischen den Gründern und Facebook, namentlich mit Mark Zuckerberg. Der hat nämlich komplett andere Vorstellungen als die beiden Gründer, in welche Richtung sich Instagram entwickeln soll und wird.

Instagram verkommt zur Werbeplattform

Auch WhatsApp-Gründer nicht mehr dabei

Facebook im Allgemeinen und Mark Zuckerberg im Besonderen legen keinen großen Wert auf Ideen oder Visionen. Umsatz ist das einzige, was zählt. Dem wird alles untergeordnet. Das weiß jeder, der Facebook und Instagram kennt und nutzt. Instagram entwickelt sich derzeit zu einer reinen Verkaufsmaschine. Den beiden Gründern hat das nicht gefallen. Also müssen sie gehen.

Kein Einzelfall. Im Mai hat sich auch Jan Koum von Facebook verabschiedet. Der langjährige Chef des Messaging-Dienstes WhatsApp soll sich heftig mit Zuckerberg gestritten haben – um das Thema Datenschutz bei WhatsApp. Der zweite Mitbegründer von WhatsApp, Brian Acton, hat Facebook bereits vor einem Jahr „Auf Nimmerwiedersehen!“ gesagt.

Das könnte uns egal sein. Ist es aber nicht. Denn damit verstummen nun die letzten Stimmen der Vernunft bei WhatsApp und Instagram. Klar, Mark Zuckerberg hat bezahlt. Aber am Ende bezahlen wir. Sofern wir die Dienste nutzen.




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