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10 Jahre Spotify: Wie Streaming die Musik verändert

07.10.2018 | Von Jörg Schieb

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Vor zehn Jahren (07.10.2008) ist der Musik-Streamingdienst Spotify gestartet – und hat die Musikwelt mächtig auf den Kopf gestellt. Keine Frage: Streaming bietet keineswegs nur Vorteile und hat anfangs auch viele Musiker verärgert. Doch mittlerweile sind Streaming-Dienste eine wichtige Säule der Musikbranche. Spotify konnte Marktfüjrer bleiben – obwohl Apple und Amazon mit eigenen Streamingdiensten am Markt sind.

Heute schon Musik gehört? Falls ja, wahrscheinlich im Radio – oder als Musik-Stream. Denn das sind die beiden wichtigsten Ausspielwege für Musik. Radio gibt es schon ewig. Musik-Streams aber erst seit gut zehn Jahren. Genau am 07.10.2008 ist Spotify gestartet. Heute gelten die Schweden als erfolgreichster Musik-Streamingdienst überhaupt. 83 Millionen zahlende Kunden hat Spotify mittlerweile. Mehr als Deezer, Apple Music oder Amazon Music.

Musik hören: Bequem, komfortabel, praktisch

Ich höre auch Musik in Streamingdiensten. Es ist einfach praktisch – die Auswahl gigantisch. Rund 35 Millionen Musiktitel stehen allein bei Spotify zur Verfügung.

Bei den anderen großen Diensten ist das Angebot ähnlich groß. Der Reiz: Alles ist immer verfügbar. Man kann Playlistenb anlegen. Und wer Digitale Assistenten nutzt, kann sogar sagen, was er hören möchte: „Spiel mit was von Bob Dylan“. Oder: „Spiele Was es ist von Mia“. Oder: „Alexa, spiele das Lied mit dem Text ‚Liebe wird aus Mut gemacht'“. Wer mag, kann also auch Textpassagen nennen.

Digitale Assistenten sind eine bequeme Möglichkeit, Streamingdienste zu bedienen – und dürften den Erfolg der Streamingdienste weiter beflügeln. Aber ein schlechtes Gewissen habe ich trotzdem immer wieder, wenn ich Streamingdienste nutze.

Denn besonders gut verdienen die Künstler nicht, wenn wir Musik als Stream hören. In Streamingdiensten ist Musik Massenware. Wer sich einen Titel anhört, zahlt dafür 0,006 EUR an die Rechteinhaber. Weniger als ein Cent. Bei den Künstlern kommt nur ein Bruchteil davon an. Nicht besonders üppig also.

10 Jahre Spotify: Vom Download zum Stream (WDR5, Töne Texte Bilder)

Musiker verdienen nicht sonderlich viel

Einige Musiker beschweren sich auch. Taylor Swift hat zeitweise ihre Musik aus Spotify entfernt. Doch es sind eher die Musiklabel, die verantwortlich sind: Laut Music Business Worldwide behalten die Label 73% der Auszahlungen von Spotify und Co. Die Streamingdienste wiederum schütten 80% ihrer Einnahmen aus. Alles gar nicht so schlecht: Buchautoren haben einen ähnlichen Anteil bei der Auszahlung.

Auch wenn die Bezahlung für den einzelnen abgespielten Stream denkbar gering ist: Da die Zahl der treuen, jeden Monat zahlenden Streaming-Kunden rasant wächst, wachsen auch die Einnahmen der Musikindustrie (wieder). Für die Musikindustrie war Spotify ein Glücksfall. Erst damit konnte der jahrelang nach unten weisende Umsatztrend gestoppt werden.

 




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