Portable Surface Pro-Dockingstation von Inateck im Test

von | 03.01.2019 | Tipps

Das Microsoft Surface Pro ist ultraportabel, hat aber eine entscheidende Schwäche: Die Zahl der Schnittstellen. Bei den aktuellen Surface Pro 11 und Surface Pro 10 für Business findet ihr zwei USB-C/Thunderbolt 4-Ports und den Surface Connect-Port – deutlich weniger als bei klassischen Laptops. Die älteren Surface Pro 9, 8 und 7 kommen mit zwei USB-C-Ports, einem USB-A 3.2-Port und einem Surface Connect-Anschluss daher. Da bleibt oft nur die Nutzung eines USB-Hubs oder einer Dockingstation, um weitere Schnittstellen zu bekommen.

Das Problem: Herumschlabbernde Kabel und Adapter an einem portablen Gerät – das geht gar nicht. Die offizielle Microsoft Surface Dock 2 oder die neuere Surface Thunderbolt 4 Dock kosten schnell 200-300 Euro und sind für den stationären Einsatz gedacht. Eine clevere Alternative bietet Inateck mit ihrer portablen Surface Pro-Dockingstation für unter 80 Euro.

Moderne Anschlüsse für alle Surface Pro-Generationen

Die aktuelle Version der Inateck-Dock bringt die wichtigsten Anschlüsse mit: einen 4K-fähigen HDMI 2.0-Port, drei USB 3.2-Ports (davon zwei USB-A und einen USB-C), einen Gigabit-LAN-Anschluss und einen SD-Kartenslot. Für neuere Surface Pro-Modelle gibt es auch eine USB-C-Variante, die sich direkt an einen der Thunderbolt-Ports anschließen lässt.

Die ältere Version funktioniert mit Surface Pro 4, 5, 6, 7, 7+ und 8 über zwei Verbindungen: USB für die Datenübertragung und den zusätzlichen mini-DisplayPort für die Videoausgabe. Ein wenig versteckt in der Verpackung findet sich das entsprechende Kabel. Für stromhungrige USB-Geräte liegt ein optionales Netzteil bei – in der Praxis mit Monitor, USB-Sticks und Netzwerkkabel meist verzichtbar.

Clevere Befestigung am Kickstand

Der Clou dieser Dockingstation: Sie verfügt über federgeführte, flexible Klammern, die sich einfach am Kickstand des Surface Pro befestigen lassen. Der Kickstand geht damit nicht mehr komplett zu, aber da ihr bei angeschlossener Dock ohnehin im Standmodus arbeitet, stört das nicht.

Die Befestigung ist durchdacht: gut gepolstert gegen Kratzer, aber stabil genug, dass nichts rutscht oder wackelt. So wird aus dem Surface Pro schnell eine vollwertige Arbeitsstation mit allen nötigen Anschlüssen – ohne dass Kabel im Weg sind oder die Portabilität leidet.

Alternativen und aktuelle Entwicklungen

Mittlerweile gibt es weitere interessante Alternativen: Anker bietet mit dem PowerExpand+ eine ähnliche Lösung, die auch Power Delivery für das Laden unterstützt. Für die neueren Surface Pro-Modelle mit USB-C sind auch kompakte Thunderbolt-Hubs eine Option – diese bieten oft bessere Datenübertragungsraten und 4K60-Unterstützung.

Belkin und CalDigit haben ebenfalls portable Dockingstationen im Angebot, die sich magnetisch oder über clevere Klammer-Systeme befestigen lassen. Die Preise bewegen sich zwischen 60 und 120 Euro – immer noch deutlich günstiger als Microsofts Original-Lösungen.

Worauf ihr achten solltet

Beim Kauf einer Surface Pro-Dock solltet ihr auf folgende Punkte achten: Unterstützt sie euer Surface Pro-Modell? Reichen die Anschlüsse für eure Bedürfnisse? Wichtig ist auch die maximale Auflösung des HDMI-Ports – 4K bei 60Hz sollte es schon sein.

Für Vielreisende ist das Gewicht entscheidend: Die Inateck-Dock wiegt nur etwa 200 Gramm und passt in jede Laptoptasche. Wer häufig mit externen SSDs oder anderen stromhungrigen Geräten arbeitet, sollte auf eine Dock mit eigenem Netzteil setzen.

Alles in allem bleiben portable Dockingstationen wie die von Inateck eine clevere und preislich attraktive Alternative zu Microsofts teuren Original-Lösungen. Sie machen das Surface Pro zur vollwertigen Arbeitsstation, ohne die Mobilität zu beeinträchtigen.

Zuletzt aktualisiert am 06.03.2026