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Drohnen: Reine Freude oder Bedrohung?

07.02.2019 | Von Jörg Schieb

Hardware, Tipps

Drohnen: Sie werden immer beliebter. Vor allem bei Privatleuten. Technisch gesehen sind sie kleine Wunderwerke. Sie lassen sich vergleichsweise einfach steuern und liefern beeindruckende Bilder von oben. Aber: Sie können auch ganz schön nerven. Oder auch gefährlich werden, etwa wenn sie irgendwo gegen fliegen, abstürzen oder den Flugbetrieb behindern. Sollte jeder Drohnen fliegen dürfen?

Dieses typische Drohnen-Geräusch kennen viele von uns mittlerweile. Das Summen und Aufheulen einer Drohne. Gesteuert von irgend jemanden, den man vielleicht nicht mal sieht. Über eine Million Drohnen gibt es mittlerweile in Deutschland – und die meisten werden von Privatleuten gesteuert.

Es können unmöglich alle verantwortungsbewusst damit umgehen. Doch das ist dringend nötig, denn für die einen bringen sie Spaß und sicherlich auch tolle Aufnahmen. Als Foto, als Video. Für alle anderen stellen sie eine potenzielle Bedrohung dar, vor allem, wenn sie nöher und näher kommen.

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Für den einen Freude, für die anderen …

Ich will es offen zugeben: Ich besitze mehrere Drohnen und habe viel Freude daran, sie bei gutem Wetter in die Luft steigen zu lassen. Es macht Spaß, die kleinen Fluggeräte durch die Luft zu steuern – und später die teilweise spektakulären Aufnahmen zu bestaunen, die mit diesen „unbemannten Fluggeräten“, wie das im Amtsdeutsch heißt, gemacht werden können.

Besonders cool ist es, wenn ich mir die Goggle-Brille aufsetze. Sie sieht aus wie eine VR-Brille, ist aber per Funk mit der Drohne verbunden. Und ich sehe in meiner Brille live genau das, was die Kamera der Drohne sieht. Wenn ich nach links, rechte, oben oder unten schaue, bewegen sich Kamera und Drohne mit. Wahnsinn.

Drohnen verantwortungsvoll nutzen

Aber Drohnen sind eben auch gefährlich. Einige fliegen mit bis zu 70 km/h. Schneller als ein Auto in der Innenstadt. Die Geräte wiegen ein bis zwei kg. Wenn man damit zusammen prallt, dann schmerzt das, dann verursacht das Schäden.

Und manche Drohnen-Piloten sind sogar so dumm und unverantwortlich, dass sie die Drohnen in Flugverbotszonen aufsteigen lassen. Das gefährdet dann den Flugbetrieb. 158 Meldungen gab es 2018 in Deutschland. Und in London mussten die Flughäfen Gatwick und Heathrow wegen Drohnen schon mehrfach den Flugbetrieb einstellen. Hunderte von Flügen wurden gecancelt.

Vorschriften beachten – und verschärfen?

Deswegen fordern nicht wenige, dass Drohnen angemeldet werden müssten – und dass sie mit einer SIM-Karte ausgestattet werden, damit sie ständig ihren Aufenthaltsort verraten und bei Bedarf von den Behörden auch vom Himmel geholt werden können.

Klar, das klingt nach Kontrolle und verdirbt vielleicht auch ein bisschen den Spaß. Aber es scheint dringend nötig. Denn es gibt zu viele, die sich selbst überschätzen, die den Bogen überspannen, die Schaden anrichten wollen.

Ich finde das richtig. Wer mit einem Gerät fliegt, das schneller fliegen kann als ein Auto fährt, der sollte auch nachweisen, dass er dazu in der Lage ist – und damit leben, dass er überwacht und kontrolliert wird.

 




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