Über Updates von Windows sprechen viele. Klar, denn in einem nicht aktualisierten System schlummern diverse Sicherheitslücken, die ein Risiko für den eigenen Rechner darstellen können. Updates beheben diese Lücken dann in regelmäßigen Abständen. Was aber ist mit Microsoft Office? Auch hier können Fehler und Lücken zu erheblichen Problemen führen. Regelmäßige Updates auch hier sind deshalb wichtig!
Für Microsoft Office lassen sich auf verschiedene Arten regelmäßige Updates sicherstellen – je nachdem, ob ihr ein klassisches Office-Paket oder Microsoft 365 nutzt.
Automatische Updates über Windows Update
Der einfachste Weg führt über die Windows-Einstellungen. Klickt in Windows 11 auf Einstellungen > Windows Update > Weitere Optionen. Dort findet ihr die Option Updates für andere Microsoft-Produkte erhalten. Aktiviert ihr diese Einstellung, werden während des normalen Windows Update-Vorgangs automatisch auch Updates für Office und andere Microsoft-Programme heruntergeladen und installiert.
Bei Windows 10 findet ihr die entsprechende Einstellung unter Update und Sicherheit > Windows Update > Erweiterte Optionen. Der Vorteil: Ihr müsst euch um nichts kümmern und erhaltet sowohl Sicherheits- als auch Feature-Updates automatisch.
Updates direkt in Office verwalten
Parallel dazu könnt ihr in den Office-Programmen selbst Updates verwalten. Geht dafür auf Datei > Konto > Office-Updates. Hier seht ihr den Verlauf der Aktualisierungen und könnt die Änderungen der verschiedenen Versionen nachverfolgen. Über den Button Jetzt aktualisieren startet ihr eine manuelle Prüfung nach verfügbaren Updates.
Microsoft 365: Moderne Update-Kanäle
Bei Microsoft 365 (früher Office 365) habt ihr zusätzliche Optionen. Microsoft unterscheidet hier zwischen verschiedenen Update-Kanälen:
Aktueller Kanal: Ihr erhaltet neue Features sofort nach der Veröffentlichung – etwa einmal im Monat. Das ist die Standardeinstellung für die meisten Nutzer.
Monatlicher Enterprise-Kanal: Neue Features kommen nur einmal monatlich und wurden bereits getestet. Gut für Unternehmen, die Stabilität bevorzugen.
Halbjährlicher Enterprise-Kanal: Updates nur zweimal im Jahr – für Unternehmen mit strengen Compliance-Anforderungen.
Den Update-Kanal könnt ihr in größeren Organisationen über die Office-Bereitstellungstools ändern. Als Privatnutzer seid ihr meist im aktuellen Kanal und erhaltet automatisch die neuesten Features.
Warum Office-Updates so wichtig sind
Office-Updates enthalten nicht nur neue Funktionen, sondern vor allem Sicherheitspatches. Cyberkriminelle nutzen gezielt Schwachstellen in weit verbreiteter Software wie Office. Besonders kritisch sind Lücken in Makros oder beim Öffnen manipulierter Dokumente.
Ein prominentes Beispiel waren die Follina-Schwachstellen in Microsoft Word, die 2022 entdeckt wurden. Angreifer konnten durch präparierte Word-Dokumente Schadcode auf Computern ausführen. Solche Lücken werden regelmäßig durch Updates geschlossen.
Troubleshooting: Wenn Updates nicht funktionieren
Manchmal hängen Office-Updates oder schlagen fehl. Hier helfen diese Lösungsansätze:
Office reparieren: Geht in die Windows-Einstellungen > Apps > Microsoft Office > Erweiterte Optionen > Reparieren. Das behebt viele Update-Probleme.
Update-Cache leeren: Löscht den Ordner %LOCALAPPDATA%MicrosoftOffice16.0OfficeFileCache (bei Office 2019/365) und startet Office neu.
Office Support and Recovery Assistant: Microsofts kostenloses Diagnose-Tool findet und behebt automatisch viele Update-Probleme.
Best Practices für Office-Updates
Backup vor großen Updates: Erstellt eine Sicherung wichtiger Dokumente, bevor ihr größere Feature-Updates installiert.
Testen nach Updates: Prüft nach Updates eure wichtigsten Dokumente und Makros auf Kompatibilität.
Unternehmensnetzwerke: Admins sollten Updates zunächst in einer Testumgebung prüfen, bevor sie firmenweit ausgerollt werden.
Mobile Office-Apps: Vergesst nicht die Office-Apps auf Smartphones und Tablets. Aktiviert auch hier automatische Updates über den App Store oder Google Play.
Fazit
Office-Updates sind genauso wichtig wie Windows-Updates. Die automatische Installation über Windows Update ist für die meisten Nutzer der beste Weg. Überprüft regelmäßig, ob diese Funktion aktiviert ist, und kontrolliert gelegentlich in Office selbst, ob alles aktuell ist. Eure digitale Sicherheit hängt davon ab!
Zuletzt aktualisiert am 04.03.2026

