X Sperrliste exportieren und importieren: So übertragt ihr blockierte Accounts

von | 20.06.2019 | Social Networks, Tipps

X (ehemals Twitter) ist deutlich öffentlicher als andere soziale Netzwerke. Wenn ihr nicht den kompletten Account privat stellt und damit Lesezugriff nur für bestätigte Follower erlaubt, kann jeder beliebige Internetnutzer eure Posts sehen. Das entspricht zwar dem ursprünglichen Konzept der Plattform, manchmal möchtet ihr aber bestimmte Personen komplett ausschließen. Dafür hat X die Möglichkeit geschaffen, Benutzer zu blockieren – und diese Sperrlisten lassen sich praktischerweise exportieren und importieren.

Blockierte Benutzer können weder eure Nachrichten sehen noch euer Profil aufrufen. Allerdings nur dann, wenn sie angemeldet sind, weil X sonst den Benutzer nicht erkennen (und in der Folge nicht sperren) kann. Um einen Benutzer für eure Posts zu sperren, ruft ihr dessen Profil auf, klickt auf die drei Punkte rechts und dann auf @Benutzername blockieren.

Sperrliste exportieren: So geht’s bei X

Um die Liste der blockierten Accounts zu exportieren, geht ihr folgendermaßen vor: Klickt auf euer Profilbild, dann auf Einstellungen und Support > Einstellungen und Datenschutz. Im Bereich Konto findet ihr den Punkt Deine Daten herunterladen. Hier könnt ihr nicht nur eure Sperrliste, sondern auch andere Daten wie Stummschaltungen oder euer komplettes Archiv anfordern.

X erstellt nun eine CSV-Datei, die eindeutige Kennungen für die Benutzer enthält, die ihr blockiert habt. Diese Datei bekommt ihr per E-Mail zugeschickt – das kann einige Stunden dauern, je nach Serverauslastung. Die Kennungen in der Datei sind zwar nur Nummern und daher nicht direkt lesbar, für X reichen diese aber vollkommen zur Identifikation aus.

Import in neuen Account: Sperrliste übertragen

Wenn ihr zu einem neuen X-Account wechselt oder einfach eine bestehende Sperrliste ergänzen möchtet, könnt ihr die CSV-Datei importieren. Geht dazu wieder in die Einstellungen und Datenschutz und sucht nach Datenschutz und Sicherheit. Dort findet ihr unter Blockieren und Stummschalten die Option Blockierte Accounts.

Hier gibt es die Möglichkeit Erweiterte Optionen, wo ihr eure exportierte Liste hochladen könnt. X verarbeitet die Datei automatisch und blockiert alle in der Liste enthaltenen Accounts für euren aktuellen Account.

Warum Sperrlisten wichtig sind

Gerade bei X, wo Diskussionen schnell hitzig werden können, sind Sperrlisten ein wichtiges Werkzeug für die digitale Selbstverteidigung. Sie helfen dabei:

  • Belästigungen zu stoppen: Trolle und Belästiger könnt ihr dauerhaft ausschließen
  • Mentale Gesundheit zu schützen: Negative Inhalte bestimmter Accounts verschwinden aus eurer Timeline
  • Diskussionsqualität zu verbessern: Weniger destruktive Teilnehmer bedeuten bessere Gespräche
  • Zeit zu sparen: Keine Energie mehr für wiederkehrende Problemnutzer

Grenzen der Blockierung verstehen

Wichtig zu wissen: Die Blockierung auf X hat ihre Grenzen. Blockierte Nutzer können eure öffentlichen Posts weiterhin sehen, wenn sie sich abmelden oder einen anderen Account verwenden. Für wirklich sensible Inhalte solltet ihr daher über einen privaten Account nachdenken, bei dem ihr Follower-Anfragen manuell bestätigen müsst.

Außerdem können blockierte Nutzer euch weiterhin in ihren eigenen Posts erwähnen – ihr bekommt nur keine Benachrichtigung darüber. Screenshots eurer Posts können sie ebenfalls anfertigen und weiterverbreiten.

Alternative: Stummschaltung statt Blockierung

Eine weniger drastische Maßnahme ist die Stummschaltung. Stummgeschaltete Accounts können euch weiterhin folgen und eure Posts sehen, aber ihre Inhalte erscheinen nicht mehr in eurer Timeline. Diese Option eignet sich gut für Accounts, die zwar nicht problematisch sind, aber Inhalte posten, die euch nicht interessieren.

Auch Stummschaltungen lassen sich übrigens exportieren und importieren – der Vorgang funktioniert genauso wie bei den Sperrlisten.

Regelmäßige Pflege der Listen

Sperrlisten sollten regelmäßig überprüft werden. Menschen ändern sich, Accounts werden gelöscht oder übernommen, und manchmal bereut man auch eine Blockierung. In den Einstellungen könnt ihr jederzeit eure aktuelle Sperrliste einsehen und einzelne Blockierungen wieder aufheben.

Besonders beim Wechsel zwischen verschiedenen X-Accounts ist die Import/Export-Funktion Gold wert. Statt mühsam jeden problematischen Account erneut zu suchen und zu blockieren, übernehmt ihr einfach eure bewährte Liste und startet mit einem sauberen, geschützten Umfeld in den neuen Account.

Zuletzt aktualisiert am 04.03.2026