Wenn ihr einmal angefangen habt, euer Zuhause mit smarten Glühbirnen auszustatten, dann findet ihr kein Ende mehr. Und je mehr Lampen ihr umgerüstet habt, desto schwieriger wird die Aufgabe, sie in allen Kombinationen zu schalten. Nicht immer sollen alle Lampen gleichermaßen an sein. Bei den meisten Anbietern könnt ihr das komfortabel über Szenen lösen, wie wir euch am Beispiel Hue zeigen.
Philips Hue hat sein System über die Jahre kontinuierlich weiterentwickelt und gehört 2026 nach wie vor zu den ausgereiftesten Smart-Home-Beleuchtungssystemen. Mit der mittlerweile vierten Generation der Hue-App und der Integration von Matter-Standard ist die Steuerung verschiedener Lampenkombinationen noch intuitiver geworden.
Ruft den Raum auf, in dem alle Lampen zugeordnet sind. Dann legt ihr eine neue Szene an, indem ihr auf Neue Szene tippt. Nachdem ihr diese benannt habt, könnt ihr alle Lampen, die im Raum registriert sind, einzeln anpassen. Die neue App-Version erkennt dabei automatisch die Lampentypen und schlägt passende Helligkeits- und Farbkombinationen vor.
Hue erkennt die Anordnung im Raum mittlerweile deutlich präziser als früher – dank verbesserter Raumerkennung und optionalem Einsatz der Bluetooth-LE-Technologie. Die zentralen Lampen finden sich im inneren Kreis, die äußeren im außen liegenden Kreis. Tippt einfach den jeweiligen Bereich an, um an die Lampen zu kommen. Um eine Lampe zu konfigurieren, tippt ihr sie an. Ihr könnt dann festlegen, ob sie ein- oder ausgeschaltet sein soll und wie hell sie leuchten soll. Bei geeigneten Lampen könnt ihr zusätzlich noch die Lichtfarbe einstellen – von warmweißen 2200K bis zu kühlen 6500K oder den gesamten RGB-Farbraum.
Der Trick: Wenn ihr mal die einen, mal die anderen Lampen leuchten lassen wollt, dann legt ihr unterschiedliche Szenen dafür an. Besonders praktisch sind dabei die neuen Funktionen der 2026er App-Version: Ihr könnt jetzt „dynamische Szenen“ erstellen, die sich automatisch an Tageszeit und Wetter anpassen. Die Szenen lassen sich weiterhin über die Smartphone-App anwählen, aber noch komfortabler funktioniert die Sprachsteuerung mit Alexa, Google Assistant oder Siri.
Neu hinzugekommen ist auch die Integration mit Apple HomeKit über Matter, wodurch Hue-Lampen nahtlos in jedes Smart-Home-System integriert werden können. Besonders praktisch: Die neuen Hue-Taster (Dimmer Switch V2) unterstützen jetzt bis zu acht verschiedene Szenen pro Raum und können über Kurz- und Langdruck sowie Doppelklick gesteuert werden.
Ein Game-Changer ist auch die neue „Adaptives Licht“-Funktion: Hue lernt eure Gewohnheiten und passt Helligkeit und Farbtemperatur automatisch an euren Tagesrhythmus an. Morgens startet das System mit warmweißem Licht bei niedriger Helligkeit, steigert sich zum kühleren Tageslicht und dimmt abends wieder zu warmen Tönen herunter.
Für Filmabende, Arbeitssitzungen oder Dinner-Partys könnt ihr vorgefertigte Szenen nutzen oder eigene kreieren. Besonders beliebt sind „Konzentrieren“ für das Homeoffice mit kühlem, hellem Licht, „Entspannen“ mit gedämpftem Warmlicht oder „Lesen“ mit fokussiertem Licht auf bestimmte Bereiche.
Profitipp: Nutzt die Zeitsteuerung für eure Szenen. So könnt ihr beispielsweise festlegen, dass abends automatisch nur die indirekten Lampen angehen, während die Deckenbeleuchtung ausgeschaltet bleibt. Oder ihr programmiert eine „Aufwach-Szene“, die morgens sanft die Helligkeit erhöht.
Die Investition in smarte Beleuchtung zahlt sich nicht nur durch Komfort aus – moderne LED-Lampen verbrauchen bis zu 85% weniger Energie als herkömmliche Glühbirnen und halten etwa 15 Jahre. Mit der richtigen Szenen-Programmierung könnt ihr zusätzlich Strom sparen, da nie mehr Lampen leuchten als nötig.
Zuletzt aktualisiert am 03.03.2026