Wegen Corona schicken viele Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Home Office. Wer im Büro am Schreibtisch sitzt, der kann das theoretisch auch zu Hause erledigen. Ein klarer Vorteil der Digitalisierung: Akten stehen nicht im Aktenschrank, sondern lassen sich per Mausklick abrufen. Aber klappt das auch wirklich überall? Eher nein. Ist das alles sicher? Auch eher nein.

Ab ins Home Office und mit dem eigenen Rechner oder mit dem Notebook des Unternehmens via Internet ins Firmennetzwerk und arbeiten – wie gut klappt das? Millionen Menschen sind nun über Internet mit der Firma verbunden…

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Das hängt von vielen Faktoren ab. Bei vielen klappt es ziemlich gut: Erst mal den eigenen Rechner oder das von der Firma gestellte Notebook einrichten, eine Arbeitsecke frei räumen, mit dem Internet verbinden – dann kann es losgehen. Mit Kunden oder Kollegen E-Mails austauschen, Video-Chats abhalten, Dokumente bearbeiten – auch im Team –, das ist normalerweise gar kein Problem.

Der Büroalltag hat sich schließlich geändert: Die meisten Daten und Akten sind heute ohnehin digital gespeichert und lassen sich vom Büro genauso einfach abrufen wie aus dem Home Office. Jedenfalls grundsätzlich. Die Digitalisierung erweist sich gerade als enormer Vorteil. Ohne die Digitalisierung lägen nun große Bereiche der Wirtschaft lahm, doch dank Digitalisierung funktioniert eine Menge noch.

Wenn Systeme überlastet sind

Es gibt aber durchaus auch viele im Home Office, die fluchen, weil vieles dann doch nicht so einfach funktioniert.

Vieles ist schlichtweg überlastet. Viele Unternehmen, auch große, sind gar nicht auf viele externe Home-Arbeitsplätze eingerichtet. Normalerweise sind es eine kleine Zahl – plötzlich ein Vielfaches. Manchmal liegen nicht genügend Lizenzen vor, die technischen Kapazitäten reichen nicht, die Server ächzen unter der Last, die Zugänge sind beschränkt: Das zeichnet kein gutes Bild von der IT in vielen Unternehmen.

Sie haben ihre Ressourcen zu knapp bemessen – und das rächt sich jetzt. Aber nicht nur bei kleinen Unternehmen. Microsoft zum Beispiel stellt ein Profi-Team-Tool namens Teams zur Verfügung. Das Netzwerk ächzte die letzten Tagen unter der Last. Nix Cloud und beliebig erweiterbar, sondern auch ein Flaschenhals.

So etwas dürfte nicht sein: Vor allem bei den großen Anbietern sollten die Ressourcen dynamisch reagieren. Es dürfte zu keinen Engpässen kommen. Doch es gab viele. Da muss die IT unbedingt lernen und in Zukunft besser werden.

Wenn Systeme überlastet sind

Sehen wir das Positive: Vielleicht lernen wir ja jetzt so viel, dass Arbeitsplätze künftig flexibler sind – wie in jungen und Hightech-Unternehmen ja schon recht verbreitet.

Es wäre denkbar, dass so etwas kommt. Arbeitnehmer und Arbeitgeber lernen jetzt dazu. Das Home Office verliert vielleicht ein bisschen an Schrecken. Ist doch gar nicht so unpraktisch, mögen die Arbeitsnehmer denken. Meine Arbeitnehmer sind trotzdem immer dabei, sagen sich vielleicht die Arbeitgeber. Aber dann müssen auch viele Sicherheitsfragen noch geklärt und verbessert werden.

Aus der Krise lernen

Richtig: Server könne gehackt, Apps geknackt und Daten geklaut werden. In ein Firmennetzwerk reinzukommen ist vielleicht schwierig, aber einen privaten Rechner hacken?

Natürlich unternehmen die IT-Abteilungen meist eine Menge, um so etwas verhindern. Die Arbeitnehmer müssen zB Spezial-Software wie VPN (Virtual Privat Networks), um sich ins Firmennetz anzumelden. Aber der Notebook im Home Office ist trotzdem theoretisch angreifbar, über das WLAN.

Das muss man berücksichtigen Auch stellt sich die Frage, wo Dokumente gespeichert oder geteilt werden. Nicht wenige speichern Daten auf Cloud-Diensten wie OneDrive oder Dropbox – das ist fahrlässig, weil alles andere als sicher.

Es gibt aber Cloud-Dienste, die automatisch verschlüsseln, etwa pCloud oder NorthLock. Oder andere Dienste, die ähnlich funktionieren. Hier müssen sich die IT-Abteilungen viel mehr Gedanken machen. Möglicherweise wären auch strengere Regulierungen nötig, die Mindeststandards festlegen.

 



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