Ob es Trojanerwirklich chinesiche Hacker waren, die in die PCs von Bundeskanzleramt und Bundesministerien eingedrungen sind, sei dahingestellt. Es ist aber offiziell bekannt, nicht erst seit dem vorletzten Spiegel-Titel, dass chinesische Firmen gerne so ziemlich alles kopieren, was erfolgreiche Firmen hierzulande herstellen oder an Ideen haben. Und jeder, der mal genauer untersucht, wo Angriffsversuche auf Server oder PCs in der Regel herkommen, muss feststellen: Viele kommen tatsächlich aus dem IP-Adressraum Chinas. Sicher kein Zufall.

Was man sich aber auch machen muss: In einem Land, in dem selbst Yahoo und Google unter strenger Kontrolle agieren und wo Blogger nicht schreiben dürfen was sie wollen (zumindest nicht, ohne belangt zu werden) und wo es dem Staat problemlos gelingt, so ziemlich alles zu kontrollieren was im Internet passiert, da bleibt es “den da oben” zweifellos nicht verborgen, wenn im großen Stil westliche Firmen und Behörden über das Internet ausspioniert werden. Es bleibt Ihnen nicht nur nicht verborgen, sie unterbinden es auch nicht – und heißen es vielleicht sogar gut?