Browser-Wahl 2026: Warum Microsoft Edge Chrome ernsthaft herausfordert

von | 20.08.2021 | Internet, Windows

Microsoft hat mit Windows 10 den veralteten Internet Explorer endgültig durch den modernen Edge-Browser ersetzt. Seit 2022 ist der Internet Explorer komplett eingestellt und wird nicht mehr unterstützt. Edge basiert mittlerweile vollständig auf der Chromium-Engine und ist damit technisch auf dem gleichen Stand wie Chrome, Brave oder Opera. Doch warum solltet ihr 2026 überhaupt noch zwischen verschiedenen Browsern wählen?

Der Browser-Markt hat sich seit 2020 dramatisch verändert. Edge ist erwachsen geworden und konkurriert mittlerweile ernsthaft mit Chrome um die Marktführerschaft.

Edge 2026: Mehr als nur ein Chrome-Klon

Microsoft Edge hat sich vom Windows-Browser zum ernsthaften Chrome-Konkurrenten entwickelt. Die Chromium-Basis sorgt für perfekte Webkompatibilität, während Microsoft eigene Features draufgepackt hat: Integrierte KI-Unterstützung durch Copilot, besserer Datenschutz als Chrome und deutlich geringerer RAM-Verbrauch. Besonders praktisch: Die nahtlose Integration in das Microsoft-Ökosystem mit OneDrive, Office 365 und Teams.

Die wichtigsten Edge-Features 2026

Edge bringt mittlerweile Features mit, die Chrome nicht hat: Der integrierte Copilot hilft beim Zusammenfassen von Artikeln, beantwortet Fragen zu Webinhalten und kann sogar Texte für euch schreiben. Die Shopping-Funktionen finden automatisch Coupons und vergleichen Preise. Der Immersive Reader macht Webseiten übersichtlicher und ist perfekt für Menschen mit Leseschwäche.

Die Sleeping Tabs reduzieren den Speicherverbrauch inaktiver Tabs um bis zu 85% – ein echter Vorteil gegenüber Chrome. Vertical Tabs sparen Platz bei vielen geöffneten Seiten, und die Collections helfen beim Organisieren von Recherchen.

Datenschutz: Edge vs. Chrome vs. Firefox

Beim Datenschutz liegt Edge zwischen Chrome und Firefox. Microsofts Browser blockiert standardmäßig Tracker und bietet drei Schutzstufen. Chrome sammelt bekanntlich viele Nutzerdaten für Googles Werbegeschäft. Firefox ist hier am strengsten, aber weniger benutzerfreundlich.

Edges „Enhanced Security“ schützt vor gefährlichen Downloads und Phishing-Seiten. Die Integration mit Microsoft Defender SmartScreen erkennt schädliche Websites oft früher als andere Browser.

Performance und Geschwindigkeit

In Benchmarks liegt Edge meist gleichauf mit Chrome, verbraucht aber weniger Arbeitsspeicher. Das macht sich besonders auf älteren PCs oder bei vielen offenen Tabs bemerkbar. Die Startup-Zeit ist schneller als bei Chrome, und Webseiten laden dank derselben Engine gleich schnell.

Firefox ist oft noch sparsamer mit dem RAM, aber bei JavaScript-lastigen Websites manchmal langsamer. Safari (nur Mac) ist extrem effizient, aber nur im Apple-Universum verfügbar.

Welchen Browser solltet ihr 2026 wählen?

Edge, wenn ihr: Windows nutzt, Microsoft 365 verwendet, wenig RAM habt oder KI-Features wollt. Der Browser ist mittlerweile richtig gut geworden und Microsoft investiert stark in die Entwicklung.

Chrome, wenn ihr: das Google-Ökosystem nutzt, viele Chrome-Extensions braucht oder Android-Geräte synchronisieren wollt. Chrome hat das größte Extension-Angebot.

Firefox, wenn ihr: maximalen Datenschutz wollt, Open Source bevorzugt oder sehr individuell anpassen möchtet. Mozilla kämpft für ein offenes Web.

Safari, wenn ihr: Mac oder iPhone nutzt. Apples Browser ist perfekt ins System integriert und sehr energieeffizient.

Migration und Browser-Wechsel

Der Wechsel zwischen Browsern ist heute einfach: Alle großen Browser können Lesezeichen, Passwörter und Verlauf von der Konkurrenz importieren. Edge macht das besonders einfach und fragt beim ersten Start, ob Daten übernommen werden sollen.

Passwort-Manager wie 1Password oder Bitwarden funktionieren in allen Browsern gleich gut. Auch Lesezeichen lassen sich über Cloud-Dienste synchronisieren.

Fazit: Edge ist erwachsen geworden

Der Internet Explorer ist Geschichte, und das ist gut so. Edge hat sich von Microsofts Browser-Experiment zum ernsthaften Chrome-Konkurrenten entwickelt. Wer Windows nutzt, sollte Edge eine Chance geben – der Browser punktet mit geringerem RAM-Verbrauch, KI-Integration und besserer Windows-Integration.

Chrome bleibt der Platzhirsch mit dem größten Extension-Angebot, aber Edge holt schnell auf. Firefox ist die Wahl für Datenschutz-Fans, während Safari Mac-Nutzer glücklich macht. Die Browserkriege sind zurück – und das ist gut für uns Nutzer.

Zuletzt aktualisiert am 24.02.2026