Textverarbeitungen allgemein und Word im Speziellen versuchen euch Arbeit abzunehmen. Beispielsweise durch automatische Umbrüche. Die sind bei manchen Begriffen nicht gewünscht. Die Abhilfe: Das geschützte Leerzeichen.
Wenn ihr beispielsweise „Zum Beispiel“ als „z. B.“ abkürzt, dann erkennt Word dies als zwei Wörter, die in der Folge prima getrennt werden können. Werden die nun in zwei unterschiedliche Zeilen geschoben, dann mag das noch funktionieren. Wenn ihr aber einen Text im Blocksatz formatiert habt, dann kann das Leerzeichen dazu führen, dass eine riesige Lücke klafft.

Word bietet euch mit dem geschützten Leerzeichen eine Alternative. Das sieht aus wie ein Leerzeichen, hat aber für Word die Rolle eines Zeichens im Text, aus zwei Wörtern wird damit eines gemacht, ohne dass ihr es seht.
Um das geschützte Leerzeichen einzufügen, drückt ihr gleichzeitig die Tastenkombination Strg + Shift + Leertaste. Word zeigt im Text ein Leerzeichen an, das sich nicht von einem normalen unterscheidet. Erst wenn ihr die Formatierungszeichen einblendet (das Symbol mit dem gespiegelten P in der Start-Symbolleiste von Word), dann seht ihr statt dem Punkt einen kleinen Kreis zwischen den Wörtern.

Das geschützte Leerzeichen unterbindet für Word den automatischen Zeilenumbruch und hält die beiden Teile zusammen.
Weitere Anwendungsfälle für geschützte Leerzeichen
Besonders nützlich ist das geschützte Leerzeichen bei:
- Abkürzungen: z. B., d. h., u. a., i. d. R.
- Zahlen mit Einheiten: 25 km, 100 MB, 5 kg
- Namen mit Titel: Dr. Müller, Prof. Schmidt
- Telefonnummern: +49 89 1234567
- Zeitangaben: 15:30 Uhr, 12. März 2026
- Maßangaben: 1,80 m, 25 °C
Wenn ihr diese Begriffe trennt, entstehen oft unschöne Darstellungen oder der Text wird schwer lesbar. Mit dem geschützten Leerzeichen bleibt alles zusammen.
Automatische Ersetzung aktivieren
Seit Word 2019 könnt ihr häufig verwendete Begriffe mit geschützten Leerzeichen automatisch ersetzen lassen. Geht dazu in die Optionen > Dokumentprüfung > AutoKorrektur-Optionen. Dort fügt ihr eigene Einträge hinzu: Gebt als „Ersetzen“ z.B. „z.B.“ ein und als „Durch“ „z. B.“ mit geschütztem Leerzeichen. So passiert die Korrektur automatisch beim Tippen.
In anderen Programmen
Geschützte Leerzeichen gibt es nicht nur in Word:
- LibreOffice Writer: Strg + Shift + Leertaste
- Google Docs: Strg + Shift + Leertaste
- Pages (Mac): Wahltaste + Leertaste
- InDesign: Strg + Alt + X
Auch in HTML kennt ihr das Prinzip: Das (non-breaking space) verhindert Zeilenumbrüche zwischen Wörtern.
Professioneller Textsatz
Wer regelmäßig längere Dokumente erstellt, sollte geschützte Leerzeichen von Anfang an mitdenken. Besonders bei wissenschaftlichen Arbeiten, Berichten oder E-Books fallen ungewollte Trennungen sofort ins Auge. Die paar Sekunden für das geschützte Leerzeichen zahlen sich in der Qualität des Endergebnisses aus.
Tipp für Vielschreiber
Erstellt euch eine Liste der häufigsten Begriffe, die ihr mit geschützten Leerzeichen verwendet. Richtet diese als AutoKorrektur-Einträge ein, dann müsst ihr nicht mehr daran denken. Euer Textsatz wird automatisch professioneller.
Das geschützte Leerzeichen ist ein kleines, aber mächtiges Werkzeug für bessere Texte. Probiert es aus – eure Leser werden den Unterschied bemerken.
Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026





