WhatsApp führt Communitys ein

Whatsapp: Mehr Ordnung im Gruppen-Chat

Gruppen-Chats in Whatsapp können ganz schön anstrengend sein. Schon bald bietet der populäre Messenger neue Funktionen, die für mehr Übersicht sorgen und sogar die Möglichkeit für Umfragen bringen.

Trotz aller Kritik und Sicherheitsbedenken ist Whatsapp noch immer der mit Abstand am häufigsten verwendete Messenger in Deutschland.

Jetzt hat Meta – das Unternehmen hinter Facebook, Instagram und Whatsapp – neue Funktionen für den Gruppen-Chat angekündigt. Damit soll vor allem die Verwaltung von Gruppen-Chats vereinfacht und erleichtert werden. So soll es zum Beispiel künftig möglich sein, mehrere Gruppen-Chats unter einem Hauptthema zusammenzufassen.

Mark Zuckerberg stellt die neuen Funktionen in einem Video vor
Mark Zuckerberg stellt die neuen Funktionen in einem Video vor

Jetzt neu: Communitys

Das scheint sinnvoll, denn Gruppen-Chats auf Whatsapp können mitunter ausufern: Wenn sich zum Beispiel Dutzende Menschen (oder mehr) in einer Gruppe zusammenfinden und einzelne Mitglieder Aspekte diskutieren, bekommen das alle mit. Das nervt – und führt dazu, dass man leicht den Überblick verliert.

Das sollen die neuen Funktionen ändern. Als konkretes Beispiel nennt der Betreiber eine Community in einer Schule – mit Gruppen-Chats für jede einzelne Klasse. Damit ist die Community „Schule“ sinnvoll und für jeden nachvollziehbar unterteilt. Mitglieder bekommen dann nur noch das mit, was für sie relevant ist. Ähnlich ließen sich auch Communitys für Vereine, Unternehmen, Hochschulen etc. einrichten.

Bis zu 5.000 Mitglieder pro Communitys

Communitys können bis zu 5000 Mitglieder haben. Die Administratoren davon (Admins) können alle Mitglieder ansprechen, etwa um die auf Ereignisse oder Veränderungen hinzuweisen. Sie haben aber auch das Recht, einzelne Beiträge zu entfernen. Eine wichtige Kontrollfunktion, die es vorher nicht gegeben hat.

Damit möchte sich Whatsapp auch für große Gruppen empfehlen – und gleichzeitig für Ordnung und Struktur sorgen. Die Mitglieder einer Community können untereinander direkten Kontakt aufnehmen, auch wenn sie nicht in derselben Gruppe sind. Gleichzeitig ist ein Wechsel innerhalb der Gruppen möglich. Das bedeutet mehr Flexibilität und Übersicht.

Die Communitys sind über einen neuen Reiter erreichbar, der sich links auf der Reiterleiste befindet. Wer darauf tippt, bekommt alle Communitys mit den jeweiligen Untergruppen angezeigt. Das soll es erleichtern, schnell und unaufwändig zwischen den Gruppen wechseln können.

Admins können Beiträge löschen
Admins können Beiträge löschen

Umfragen im Chat

Meta hat darüber hinaus noch weitere Neuerungen angekündigt, darunter etwa die Möglichkeit, in Chats Umfragen zu erstellen. Eine Funktion, die es auf Instagram oder Twitter schon lange gibt und in Gruppen-Chats zweifellos Sinn ergeben kann: Wer ist für Lösung A. B oder C. Jeder kann seine Stimme abgeben – und das Ergebnis ist für alle sichtbar.

Gruppen können jetzt bis zu 1024 Mitglieder haben (bislang waren Gruppen auf 256 Mitglieder beschränkt). Auch die Kommunikationsmöglichkeiten innerhalb der Gruppe wurden erweitert. So sind jetzt Videoanrufe mit bis zu 32 Personen gleichzeitig möglich. Darüber hinaus wirs es möglich sein, Dokumente bis zu einer Größe von 2GB über Whatsapp zu verteilen.

Verfügbar ab 8. November

Meta will die neuen Funktionen ab 8. November 2022 weltweit einführen, allerdings nicht bei allen Nutzern gleichzeitig, sondern nach und nach. Niemand kann den Prozess aktiv beschleunigen.

Wenn eine neue Version von Whatsapp angeboten wird: Einfach herunterladen und nachschauen, ob sich hier neue Funktionen zum Erstellen einer Community verbergen. Ab dann kann man als Benutzer mitmachen. Einen expliziten Starttermin für Deutschland hat Mark Zuckerberg in seiner Video-Ansprache nicht genannt – der Konzern auch nicht.

Jetzt sind auch Abstimmungen möglich
Jetzt sind auch Abstimmungen möglich

 

Scroll to Top