Reenactments: Wenn berühmte Film-Szenen nachgestellt werden…

von | 20.10.2000 | Tipps

Der Kinoklassiker Titanic dauert eigentlich drei Stunden und 18 Minuten. Doch niemand muss ins Kino oder eine DVD ausleihen, um sich den Film anzuschauen. Denn man kann die komplette Geschichte ohne weiteres auf 30 Sekunden eindampfen. Unter www.angryalien.com werden einige Dutzend Filmklassiker in 30 Sekunden langen Comicfilmchen nacherzählt.

Zu sehen gibt es einzigartige Parodien, witzig gemacht und einfallsreich. Ob «Indiana Jones», «Brokeback Mountain», Horrorfilme wie «Saw», die Saurier-Saga «Jurassic Parc» oder die Tier-Doku «Reise der Pinguine»: Auf der Webseite werden gleich reihenweise Klassiker durch den Kakao gezogen. Alle Geschichten sind 30 Sekunden erzählt und mit schrägem Humor parodiert. Nachgespielt werden die wichtigsten Szenen von Hasen.

Aber auch mit Legofiguren lassen sich Filmszenen nachstellen. Es gibt Leute, die bauen regelrechte Sets mit Lego nach, stellen dort Legofiguren rein und spielen die Filmszenen mit viel Liebe zum Detail nach. Dazu werden die Figuren in Stop-Motion-Technik animiert: Jede kleinste Bewegung wird fotografiert, schnell abgespielt ergibt das einen Animationsfilm. Darunter liegt der Original-Sound des Films…

In Youtube gibt es die Schlüsselszenen aus dem Film „Matrix“ auf dem Dach eines Hochhauses. Schon über fünf Millionen Mal wurde der kurze Animationsfilm angeschaut! Unter www.brickfilms.com finden sich Hunderte solcher kurzen Animationsfilmchen, nicht alle so gut gemacht, nicht alle haben direkt oder indirekt mit Film zu tun, es zeigt aber, wie breit diese Bewegung ist.

httpv://www.youtube.com/watch?v=iDe4v318f64

Berühmte und bekannte Filmszenen werden aber nicht nur in Animationsfilmen nachgestellt, sondern auch „in echt“, von Personen – eine eigene Kunstform in den USA, die sich „Reenactment“ nennt. Einer, der das besonders gut kann ist Brandon Hardesty. Wer auf www.brandonhardesty.com vorbei schaut, staunt nicht schlecht. Man sieht Brandon in Hunderten von Rollen, immer anders verkleidet, immer anders sprechend, aber immer in seiner Wohnung.

Brandon Hardesty stellt hier berühmte Szenen aus Kinoklassikern nach. Er hat die Dialoge perfekt drauf, imitiert perfekt die unterschiedlichsten Schauspieler, da stimmt jede Augenbrauenbewegung. Für Cineasten fast schon ein Muss – auch wenn es ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist, alles in Amerikanisch zu sehen.

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