Manche Webseiten verwenden ellenlange Internet-Adressen für ihre Seiten. Zum Weitergeben ziemlich unpraktisch. Deshalb hat man sich Dienste wie bitly ausgedacht, die lange Adressen in handliche URLs verwandeln. Sobald jemand auf die Kurz-URL zugreift, wird er automatisch an die eigentliche, lange Adresse weitergeleitet. Gleichzeitig wird der Besucher auch gezählt. Wie oft eine bitly-Kurz-URL schon angeklickt wurde, könnt ihr euch anzeigen lassen.
Dazu hängt ihr an die geschrumpfte Adresse einfach ein Plus-Zeichen an. Aus der mit bitly gekürzten URL https://bit.ly/schieb wird zum Beispiel https://bit.ly/schieb+. Wenn ihr diese Seite aufruft, seht ihr eine Zusammenfassung. Unter anderem erfahrt ihr,
- wie viele Besucher die Adresse aufgerufen haben,
- was über die Adresse in sozialen Netzwerken gesagt wird,
- woher die Menschen kommen, die diese Kurz-URL verwenden.
Was bietet bitly 2026?
Bitly hat sich in den letzten Jahren deutlich weiterentwickelt. Der Plus-Zeichen-Trick funktioniert auch heute noch, aber das Unternehmen setzt mittlerweile stark auf Premium-Features. Die kostenlosen Statistiken sind nach wie vor verfügbar, allerdings in reduziertem Umfang.
Bei kostenlosen Accounts seht ihr grundlegende Informationen: Klickzahlen der letzten 30 Tage, geografische Verteilung und Referrer-Daten. Für detailliertere Auswertungen müsst ihr auf bitly+ oder Enterprise-Pläne upgraden.
Moderne Alternativen zu bitly
Mittlerweile gibt es zahlreiche Konkurrenten, die ähnliche Services bieten. TinyURL ist nach wie vor da und völlig kostenlos. Rebrandly fokussiert sich auf Custom Domains und Branding. T.ly bietet ebenfalls kostenlose Statistiken mit dem Plus-Zeichen-Trick.
Interessant ist auch Short.io, das ausführliche Analytics bereits im kostenlosen Plan mitbringt. Hier könnt ihr sogar Retargeting-Pixel einbauen und A/B-Tests mit verschiedenen Ziel-URLs durchführen.
QR-Codes: Der neue Trend
Seit der Pandemie sind QR-Codes wieder richtig angesagt. Bitly generiert automatisch QR-Codes für jede Kurz-URL. Das ist praktisch für Print-Materialien oder wenn ihr URLs in Videos einblenden wollt. Die QR-Codes sind dynamisch – ihr könnt also nachträglich ändern, wohin sie führen.
Viele moderne URL-Shortener bieten inzwischen individualisierbare QR-Codes an. Logos, Farben und Designs lassen sich anpassen, damit die Codes zur Corporate Identity passen.
Sicherheit und Vertrauen
Ein Problem bei Kurz-URLs: Nutzer wissen nicht, wohin sie führen. Bitly zeigt deshalb in den öffentlichen Statistiken auch die Ziel-URL an. Das schafft Transparenz. Zusätzlich scannt bitly automatisch nach Malware und Phishing-Seiten.
Browser wie Chrome und Firefox warnen mittlerweile vor verdächtigen Kurz-URLs. Die Link-Vorschau in sozialen Netzwerken zeigt oft die echte Ziel-Adresse an, was die Sicherheit erhöht.
Datenschutz im Fokus
Mit der DSGVO sind URL-Shortener kritischer geworden. Sie sammeln IP-Adressen, Browserinformationen und Klickverhalten. Bitly sitzt in den USA und fällt unter amerikanisches Datenschutzrecht.
Für DSGVO-konforme Websites solltet ihr prüfen, ob ihr Kurz-URLs in der Datenschutzerklärung erwähnen müsst. Einige deutsche Anbieter wie GDPR.link versprechen vollständige DSGVO-Konformität.
Praktische Tipps für bessere Ergebnisse
Custom Short Domains wirken vertrauensvoller als bit.ly-Links. Wenn ihr häufiger Kurz-URLs verwendet, lohnt sich die Einrichtung einer eigenen Domain wie „meinfirma.ly“.
Für Social Media sind sprechende Kurz-URLs besser. Statt zufälliger Buchstaben könnt ihr oft eigene Begriffe wählen: bit.ly/newsletter-februar statt bit.ly/3xK9mP2.
Die Statistiken helfen beim Content-Marketing. Ihr seht, welche Plattformen am besten funktionieren und könnt eure Strategie entsprechend anpassen.
Informativ und meist kostenlos – URL-Shortener bleiben ein nützliches Tool im digitalen Alltag.
Zuletzt aktualisiert am 25.04.2026