ARD live im Internet anschauen

von | 11.01.2013 | Tipps

Streaming ist längst Standard – und die öffentlich-rechtlichen Sender sind voll dabei. Was früher revolutionär war, gehört heute zum Alltag: ARD, ZDF und alle dritten Programme bieten ihre Inhalte parallel zum TV-Programm als Livestream im Netz an. Dazu kommen umfangreiche Mediatheken mit tausenden Inhalten on demand.

Unter der Adresse live.daserste.de könnt ihr das aktuelle Fernsehprogramm der ARD direkt im Browser schauen. Kein Zusatzprogramm nötig, keine Installation – einfach Website aufrufen und los geht’s. Die Zeiten von Flash-Plugins sind längst vorbei, heute läuft alles über moderne HTML5-Technologie.

Der Service hat sich seit den Anfangstagen massiv weiterentwickelt. Ihr bekommt nicht nur den Livestream in bis zu 4K-Qualität (je nach Sendung), sondern auch einen interaktiven elektronischen Programmführer. Der zeigt euch genau, was gerade läuft und was als nächstes kommt. Ein Klick auf die Sendung liefert weitere Infos, Trailer oder verwandte Inhalte aus der Mediathek.

Besonders praktisch: Die ARD Mediathek hat sich zu einer echten Streaming-Plattform gemausert. Neben dem Live-Programm findet ihr dort über 40.000 Videos – von aktuellen Tatort-Folgen über Dokumentationen bis hin zu Kindersendungen. Viele Inhalte stehen deutlich länger zur Verfügung als früher, manche sogar dauerhaft.

Der Zugang funktioniert geräteübergreifend. Ob am Desktop, Laptop, Tablet oder Smartphone – überall läuft der Stream flüssig. Smart-TVs sind natürlich auch dabei, entweder über den Browser oder die ARD Mediathek-App. Die gibt es für alle gängigen Plattformen: Android TV, Apple TV, Amazon Fire TV, Samsung Tizen und LG webOS.

Interessant wird es bei den Features: Ihr könnt Sendungen pausieren und später weiterschauen, habt Untertitel zur Verfügung und könnt sogar die Audiodeskription für Sehbehinderte aktivieren. Die Qualität passt sich automatisch an eure Internetverbindung an – von 360p bis 4K ist alles drin.

Ein Blick auf die Nutzungszahlen zeigt den Trend: 2025 schauten bereits über 8 Millionen Deutsche regelmäßig öffentlich-rechtliches Fernsehen über das Internet. Besonders die jüngere Zielgruppe nutzt fast ausschließlich die Streaming-Angebote statt des klassischen TV-Programms.

Dabei profitiert ihr von einem entscheidenden Vorteil gegenüber kommerziellen Streaming-Diensten: keine Werbung im klassischen Sinn. Zwar gibt es weiterhin Programmhinweise und Sponsoring-Einblendungen, aber die nervigen Pre-Roll-Ads oder Werbeunterbrechungen mitten im Film bleiben euch erspart.

Die Finanzierung über den Rundfunkbeitrag macht’s möglich. Seit 2025 liegt der bei 18,86 Euro monatlich pro Haushalt – damit bekommt ihr Zugang zu allen öffentlich-rechtlichen Inhalten, live und on demand. Im Vergleich zu Netflix, Amazon Prime und Co. ein fairer Deal, zumal die Inhalte werbefrei und ohne Zusatzkosten in bester Qualität verfügbar sind.

Wer viel unterwegs ist, sollte die Download-Funktion kennen: Viele Sendungen könnt ihr offline auf euer Gerät laden und später ohne Internetverbindung schauen. Praktisch für Bahnfahrten oder Flüge. Die Downloads sind zeitlich begrenzt verfügbar und löschen sich automatisch nach Ablauf der Lizenz.

Fazit: Was mal als kleines Online-Angebot startete, ist heute ein vollwertiger Streaming-Service geworden. Die ARD und ihre Partner haben verstanden, dass Medienkonsum sich verändert hat. Linear-TV wird zwar nicht verschwinden, aber die Zukunft liegt eindeutig in der flexiblen, zeitunabhängigen Nutzung. Und dafür sind die Öffentlich-Rechtlichen bestens aufgestellt.

Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026