Seit 1. Januar 2013 gibt es keine GEZ mehr. Für die Öffentlich-Rechtlichen zahlen müsst ihr aber trotzdem. Denn die GEZ-Gebühren wurden durch den Rundfunkbeitrag ersetzt. Der ist pro Haushalt fällig – unabhängig von der Anzahl der Geräte für TV, Radio und Streaming. Eure Daten beim Beitragsservice haben sich geändert? Das regelt ihr bequem online.
Der Rundfunkbeitrag hat sich seit seiner Einführung kontinuierlich weiterentwickelt. Aktuell liegt er bei 18,36 Euro pro Monat und Haushalt – eine Erhöhung, die 2021 in Kraft trat. Das Geld fließt zu 43,9 Prozent an die ARD, 33,9 Prozent an das ZDF und 8,4 Prozent an das Deutschlandradio. Die restlichen Mittel gehen unter anderem an die Landesmedienanstalten.
Auf der Webseite des Beitragsservice ARD ZDF Deutschlandradio, so der offizielle Name, findet ihr alle wichtigen Infos, etwa auch zu möglichen Vergünstigungen und Befreiungen. Die Seite wurde in den letzten Jahren stark überarbeitet und bietet jetzt einen deutlich nutzerfreundlicheren Service.
Online-Services für alle Änderungen
Um eure Daten zu ändern, ruft ihr direkt das Änderungs-Formular für Bürger auf. Der Online-Service wurde massiv ausgebaut und deckt mittlerweile fast alle Anliegen ab:
- Adressänderungen bei Umzug
- Änderung der Bankverbindung
- Namensänderungen nach Heirat oder Scheidung
- Anmeldung zusätzlicher Wohnungen
- Abmeldung bei Wegzug ins Ausland
- Beantragung von Befreiungen oder Ermäßigungen
Neben einigen persönlichen Angaben tragt ihr auch eure Beitragsnummer (früher: Teilnehmernummer) ein. Die findet ihr am einfachsten auf dem letzten Kontoauszug oder in eurem Online-Banking unter den SEPA-Lastschriften. Klickt dann auf „Weiter >“ und folgt den weiteren Schritten.
Digitaler Wandel beim Rundfunkbeitrag
Der Beitragsservice hat seine digitalen Angebote stark ausgebaut. Seit 2024 gibt es eine überarbeitete App für iOS und Android, mit der ihr eure Daten verwalten, Bescheide einsehen und sogar Widersprüche einlegen könnt. Die App nutzt moderne Sicherheitsstandards und bietet auch eine Zwei-Faktor-Authentifizierung.
Besonders praktisch: Der neue Online-Umzugsservice. Wenn ihr umzieht, könnt ihr das direkt online melden. Das System prüft automatisch, ob an der neuen Adresse bereits ein Beitragskonto existiert und verhindert so Doppelzahlungen. Früher war das ein häufiger Streitpunkt.
Befreiungen und Ermäßigungen digital beantragen
Auch Befreiungsanträge lassen sich vollständig online abwickeln. Berechtigt sind unter anderem:
- Empfänger von Blindenhilfe
- Schwerbehinderte mit einem Grad der Behinderung von mindestens 80 Prozent
- Empfänger von Bürgergeld oder Sozialhilfe
- BAföG-Empfänger, die nicht bei den Eltern wohnen
- Studenten in besonderen Härtefällen
Die notwendigen Nachweise könnt ihr als PDF-Dateien oder Fotos hochladen. Das System erkennt mittlerweile viele Bescheide automatisch und beschleunigt so die Bearbeitung erheblich.
Künstliche Intelligenz im Kundenservice
Seit 2025 setzt der Beitragsservice auch auf KI-gestützten Kundenservice. Ein Chatbot beantwortet die häufigsten Fragen rund um die Uhr und kann sogar einfache Änderungen direkt vornehmen. Bei komplexeren Anliegen vermittelt er nahtlos an menschliche Mitarbeiter.
Die Telefon-Hotline wurde ebenfalls modernisiert. Ein intelligentes Sprachsystem erkennt euer Anliegen und leitet euch direkt an den passenden Sachbearbeiter weiter. Das reduziert Wartezeiten erheblich.
Kritik und Reformen
Der Rundfunkbeitrag bleibt umstritten. Kritiker bemängeln die Zwangsfinanzierung und fordern ein Abonnement-Modell. Befürworter verweisen auf die Unabhängigkeit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Eine Reform steht in den Startlöchern: Ab 2027 soll der Beitrag an die Inflation gekoppelt werden, um regelmäßige politische Debatten zu vermeiden. Gleichzeitig wird über eine stärkere Digitalisierung der Angebote und eine mögliche Senkung des Beitrags diskutiert.
Fazit: Service wird besser
Trotz aller Kritik am System: Der Service rund um den Rundfunkbeitrag hat sich deutlich verbessert. Die Online-Angebote sind nutzerfreundlich, sicher und decken fast alle Bedürfnisse ab. Wer seine Daten aktuell halten muss, kann das schnell und unkompliziert erledigen – meist ohne Papierkrieg oder lange Wartezeiten am Telefon.
Zuletzt aktualisiert am 23.04.2026