Seit Android 2.3 Gingerbread versteckt Google in jeder Android-Version ein kleines Geheimnis: Easter-Eggs, also nicht dokumentierte Funktionen, die nur zum Spaß eingebaut wurden. Diese digitalen Ostereier sind zu einer echten Tradition geworden und spiegeln meist den Codenamen der jeweiligen Android-Version wider.
So findet ihr die Android Easter-Eggs
Das Aufspüren der versteckten Spielereien ist bei allen Android-Versionen gleich:
- Öffnet die Einstellungen eures Android-Geräts
- Scrollt nach unten zu „Über das Telefon“ oder „Über das Tablet“
- Sucht die Android-Versionsnummer
- Tippt mehrfach schnell hintereinander auf diese Versionsnummer (meist 3-7 Mal)
Die Evolution der Android Easter-Eggs
Android 2.3 Gingerbread (2010): Den Anfang machte ein einfaches Gingerbread-Männchen mit einem Zombie-Modus.
Android 4.1-4.3 Jelly Bean (2012-2013): Ein interaktives Jelly Bean, das bei Berührung wegspringt und bunte Partikel hinterlässt.
Android 4.4 KitKat (2013): Das rotierende „K“ mit Android-Logo, das an die KitKat-Werbung erinnerte.
Android 5.0 Lollipop (2014): Ein buntes Lollipop-Spiel, bei dem man durch Antippen verschiedene Farben erzeugen konnte.
Android 6.0 Marshmallow (2015): Ein Flappy Bird-ähnliches Spiel namens „Marshmallow Land“, bei dem der Android-Roboter durch Hindernisse navigieren musste.
Android 7.0 Nougat (2016): Ein Emoji-Sammelspiel mit verschiedenen Katzen, die gefüttert und gesammelt werden konnten.
Android 8.0 Oreo (2017): Ein schwimmender Oktopus, der sich elegant durch die Bildschirmränder bewegt.
Android 9 Pie (2018): Ein einfaches Zeichenspiel, bei dem ihr mit dem Finger malen konntet.
Android 10 (2019): Das erste Easter-Egg ohne Süßigkeiten-Namen zeigte ein Puzzle-Spiel mit dem klassischen Android-Logo.
Android 11 (2020): Ein Lautstärke-Regler-Katzenspiel, bei dem verschiedene Katzen unterschiedliche Töne machten.
Android 12 und 13 (2021-2022): Material You-inspirierte Bubbles und Uhren, die das neue Design-System widerspiegelten.
Android 14 und 15 (2023-2024): Rückkehr zu interaktiven Elementen mit verbesserter Haptik und Sound-Design.
Warum versteckt Google diese Features?
Die Easter-Eggs sind mehr als nur Spielerei. Sie zeigen Googles Unternehmenskultur: kreativ, verspielt und detail-verliebt. Für die Entwickler sind sie eine Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen, abseits der strengen Funktionalitäts-Anforderungen.
Zudem stärken sie die Bindung zur Android-Community. Nutzer freuen sich auf jede neue Version, auch um das neue Easter-Egg zu entdecken. In sozialen Medien entstehen regelrechte Hype-Wellen, wenn neue Versionen erscheinen.
Versteckte Features auch bei anderen Herstellern
Inzwischen haben auch Smartphone-Hersteller wie Samsung, Xiaomi oder OnePlus eigene Easter-Eggs in ihre Android-Anpassungen integriert. Diese sind oft in den Developer-Optionen oder tief in den Einstellungen versteckt.
Bei Samsung findet ihr beispielsweise in der Samsung Members App gelegentlich kleine Spiele. Xiaomi versteckt in MIUI verschiedene Animationen und Theme-Überraschungen.
Easter-Eggs für Entwickler
Entwickler können die Android Easter-Eggs auch als Inspiration nutzen. Der Quellcode vieler Easter-Eggs ist öffentlich einsehbar und zeigt interessante Programmiertechniken für Animationen und Touch-Interaktionen.
Besonders das Nougat-Katzenspiel wurde von der Community weiterentwickelt und als eigenständige App portiert.
Tipps zum Easter-Egg-Hunting
Manche Easter-Eggs haben mehrere Stufen. Probiert längeres Drücken, Wischen oder mehrfaches Aufrufen aus. Bei einigen Versionen müsst ihr erst das Easter-Egg aktivieren und könnt es dann über die Schnelleinstellungen aufrufen.
Falls das Easter-Egg nicht sofort erscheint, wartet kurz zwischen den Tipp-Versuchen. Manche benötigen eine spezielle Timing-Sequenz.
Die Android Easter-Eggs sind ein charmantes Detail, das zeigt: Technik muss nicht immer nur funktional sein. Manchmal darf sie auch einfach Spaß machen. Also schnappt euch euer Android-Gerät und geht auf Ostereier-Jagd!
Zuletzt aktualisiert am 20.04.2026

