Windows-Treiber als CSV-Datei exportieren – So geht’s

von | 23.05.2015 | Windows

Mit der Eingabeaufforderung lässt sich an jedem Windows-PC ruckzuck eine Liste aller installierten Treiber anzeigen. Die in der Kommandozeile angezeigten Daten dann weiter zu nutzen kann allerdings kompliziert sein, wenn man sie erst kopieren muss. Einfacher wird’s, wenn man sie direkt als CSV-Datei exportiert, die sich problemlos in Excel oder anderen Tabellenkalkulationen öffnen lässt.

Windows 11 und Windows 10: Erhöhte Eingabeaufforderung öffnen

Zuerst braucht ihr eine Eingabeaufforderung mit Administratorrechten. In Windows 11 tippt ihr einfach „cmd“ in die Suchleiste und klickt rechts auf „Als Administrator ausführen“. Bei Windows 10 funktioniert das genauso, alternativ könnt ihr auch Windows-Taste + X drücken und „Eingabeaufforderung (Administrator)“ auswählen.

In Windows 8.1 klickt ihr mit der rechten Maustaste auf den Start-Button und wählt „Eingabeaufforderung (Administrator)“ aus dem Kontextmenü.

Der Befehl für den CSV-Export

Jetzt tippt ihr folgenden Befehl ein:

driverquery /FO csv > %USERPROFILE%DesktopTreiber-Export.csv

Dieser Befehl erstellt eine CSV-Datei direkt auf eurem Desktop. Die Ausgabe enthält alle wichtigen Informationen zu den installierten Treibern: Name, Beschreibung, Treibertyp, Startmodus, Status, Pfad und mehr.

Erweiterte Export-Optionen nutzen

Für noch detailliertere Informationen könnt ihr den Befehl um zusätzliche Parameter erweitern:

driverquery /v /FO csv > %USERPROFILE%DesktopTreiber-Detailliert.csv

Der Parameter „/v“ (verbose) liefert ausführlichere Details wie Versionsnummer, Hersteller und Datum der Treiber. Das ist besonders nützlich, wenn ihr nach veralteten oder problematischen Treibern sucht.

Alternativ könnt ihr auch nur signierte Treiber exportieren:

driverquery /si /FO csv > %USERPROFILE%DesktopTreiber-Signiert.csv

Daten in Excel auswerten

Öffnet die erstellte CSV-Datei in Excel oder LibreOffice Calc. Dort könnt ihr die Daten sortieren, filtern und analysieren. Besonders praktisch: Ihr könnt nach Treibertypen filtern, veraltete Versionen identifizieren oder gezielt nach Herstellern suchen.

Die Spalten lassen sich auch als Grundlage für Inventarlisten nutzen oder um vor größeren System-Updates zu dokumentieren, welche Treiber installiert sind.

PowerShell als moderne Alternative

PowerShell-Nutzer können auch den moderneren Get-WindowsDriver Befehl verwenden:

Get-WindowsDriver -Online | Export-Csv -Path $env:USERPROFILEDesktopTreiber-PS.csv -NoTypeInformation

Dieser PowerShell-Befehl liefert teilweise andere, aber ebenfalls nützliche Informationen zu den installierten Treibern.

Problembehebung und Tipps

Falls der Export nicht funktioniert, prüft zunächst eure Berechtigung. Der Befehl benötigt Administratorrechte. Sollte Windows eine Fehlermeldung anzeigen, dass der Pfad nicht gefunden wird, passt den Pfad entsprechend an oder nutzt einfach „C:Temp“ als Zielordner.

Bei sehr alten Windows-Versionen (vor Windows 8) kann die Ausgabe unterschiedlich formatiert sein. Testet in diesem Fall verschiedene Formate wie „/FO table“ für eine tabellarische Ansicht direkt in der Konsole.

Automatisierung für regelmäßige Exports

Für IT-Administratoren, die regelmäßig Treiber-Inventare erstellen müssen, lässt sich der Befehl auch in Batch-Dateien einbauen oder als geplante Aufgabe ausführen. Kombiniert mit dem aktuellen Datum im Dateinamen bleibt so immer nachvollziehbar, wann welche Treiber installiert waren.

Der Export als CSV-Datei bietet also deutlich mehr Flexibilität als die reine Anzeige in der Kommandozeile und ist ein praktisches Tool für System-Dokumentation und Troubleshooting.

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Zuletzt aktualisiert am 14.04.2026