Windows hat sich in den letzten Jahren erheblich weiterentwickelt, und auch die Art, wie wir Musik hören und organisieren, hat sich grundlegend verändert. Während früher die Groove-Musik-App der Standard war, nutzen heute die meisten Windows 11-User eine Kombination aus Spotify, Apple Music, YouTube Music oder anderen Streaming-Diensten direkt im Browser oder als Desktop-App.
Doch auch 2026 gibt es noch clevere Wege, eure Lieblings-Musik direkt ins Windows-Startmenü zu integrieren – und das funktioniert sogar noch besser als früher. Die Methoden haben sich allerdings deutlich erweitert und sind flexibler geworden.
Moderne Musik-Apps ans Startmenü anheften
Die meisten großen Musik-Streaming-Dienste bieten heute Progressive Web Apps (PWAs) oder vollwertige Windows-Anwendungen, die sich problemlos ans Startmenü anheften lassen. Spotify, YouTube Music, Apple Music und Amazon Music haben alle dedizierte Windows-Apps, die ihr über den Microsoft Store herunterladen könnt.
Um diese Apps oder spezifische Inhalte anzuheften, macht ihr einen Rechtsklick auf die App im Startmenü oder in der App-Liste und wählt „An Start anheften“. Das funktioniert mit allen modernen Musik-Apps.
Playlists und Künstler direkt verknüpfen
Besonders clever: Viele Musik-Apps unterstützen heute Deep-Links. Das bedeutet, ihr könnt nicht nur die App selbst, sondern auch spezifische Playlists, Alben oder Künstler-Profile direkt ans Startmenü heften.
Bei Spotify funktioniert das so: Öffnet eine Playlist in der Desktop-App, klickt auf die drei Punkte und wählt „Teilen“ > „Link kopieren“. Diesen Link könnt ihr dann als Verknüpfung auf dem Desktop erstellen und von dort ans Startmenü anheften.
Windows Media Player kehrt zurück
Microsoft hat 2023 eine komplett überarbeitete Version des Windows Media Players veröffentlicht, der die alte Groove-Musik-App ersetzt. Diese neue App funktioniert ähnlich wie ihr Vorgänger, bietet aber deutlich bessere Integration mit lokalen Musiksammlungen und Cloud-Diensten.
Hier könnt ihr nach wie vor mit Rechtsklick auf Alben, Künstler oder Playlists zugreifen und diese ans Startmenü anheften. Der Vorteil: Die App erkennt automatisch eure lokale Musiksammlung und synchronisiert sich mit OneDrive, falls ihr eure Musik dort gespeichert habt.
Browser-basierte Lösungen
Für alle, die ihre Musik hauptsächlich im Browser hören, gibt es eine elegante Lösung: Erstellt Verknüpfungen zu euren Lieblings-Webseiten und heftet diese ans Startmenü. Das funktioniert mit YouTube Music, SoundCloud, Bandcamp oder jedem anderen Musik-Service.
Öffnet dazu einfach die gewünschte Seite in Microsoft Edge, klickt auf die drei Punkte und wählt „Apps“ > „Diese Seite als App installieren“. Die so erstellte Web-App verhält sich wie eine normale Windows-Anwendung und lässt sich problemlos ans Startmenü anheften.
Live-Kacheln und Widgets
Windows 11 hat die Live-Kacheln zwar abgeschafft, dafür aber Widgets eingeführt. Einige Musik-Apps nutzen diese Widgets, um aktuelle Wiedergabelisten oder neu erschienene Musik direkt auf dem Desktop anzuzeigen. Spotify und Apple Music bieten beispielsweise Widgets, die zeigen, was ihr gerade hört.
Praktische Tipps für die Organisation
Wenn ihr mehrere Musik-Verknüpfungen im Startmenü habt, lohnt es sich, diese in einem eigenen Ordner zu gruppieren. Zieht einfach eine Musik-Kachel auf eine andere, um automatisch einen Ordner zu erstellen. So bleibt euer Startmenü übersichtlich.
Ihr könnt die Kacheln auch unterschiedlich groß machen: Rechtsklick auf die Kachel und dann „Größe ändern“ wählen. Für häufig gehörte Playlists eignen sich große Kacheln, für gelegentlich genutzte Künstler reichen kleine.
Tastenkombinationen einrichten
Für Power-User gibt es noch einen Bonus-Tipp: Erstellt Desktop-Verknüpfungen zu euren wichtigsten Playlists und weist diesen Tastenkombinationen zu. Rechtsklick auf die Verknüpfung, „Eigenschaften“ wählen und im Feld „Tastenkombination“ eine Kombination wie Strg+Alt+M eingeben.
So startet eure Lieblings-Musik mit nur einem Tastendruck – praktischer geht’s kaum. Diese Methode funktioniert sowohl mit lokalen Dateien als auch mit Streaming-Dienst-Links.
Die Integration von Musik ins Windows-Startmenü ist heute vielseitiger denn je. Egal ob ihr Streaming-Dienste, lokale Dateien oder eine Mischung aus beidem nutzt – mit den richtigen Tricks habt ihr eure Musik immer nur einen Klick entfernt.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

