Wer unterwegs mit seinem Android-Handy oder -Tablet mal eben eine neue PDF-Datei erstellen muss, hat heute deutlich mehr und bessere Optionen als früher. Die gute Nachricht: Viele davon sind kostenlos und funktionieren ohne große Lernkurve.
Die bewährtesten Apps für PDF-Erstellung
Eine der solidesten Lösungen bleibt WPS Office + PDF, das mittlerweile erheblich verbessert wurde. Die App bietet nicht nur PDF-Export, sondern auch eine vollwertige Office-Suite mit Word-, Excel- und PowerPoint-kompatiblen Features. Nach dem Download aus dem Play Store startet ihr die App und wählt „Neu, Dokument“. Das Interface ist intuitiv und bietet alle wichtigen Formatierungsoptionen.
Wichtig bei WPS Office: Speichert euer Dokument zuerst im bearbeitbaren Format ab („Datei, Speichern“ als *.docx), bevor ihr es als PDF exportiert. Denn einmal exportiert, könnt ihr das PDF nicht mehr direkt in WPS Office bearbeiten. Anschließend geht ihr auf „Datei, Nach PDF exportieren“ und wählt Dateinamen sowie Speicherort.
Google Drive als PDF-Generator
Noch einfacher geht’s mit Google Drive, das auf jedem Android-Gerät vorinstalliert ist. Öffnet Google Drive, tippt auf das Plus-Symbol und wählt „Google Docs“. Nach dem Erstellen eures Dokuments tippt ihr auf die drei Punkte oben rechts, dann „Teilen und exportieren“ und „Kopie senden“. Hier könnt ihr direkt PDF auswählen. Der Vorteil: Euer Dokument wird automatisch in der Cloud gespeichert und ist auf allen euren Geräten verfügbar.
Microsoft 365 Mobile – Die Profi-Option
Wer bereits Microsoft 365 nutzt, sollte einen Blick auf die mobilen Office-Apps werfen. Word, Excel und PowerPoint für Android haben sich in den letzten Jahren enorm verbessert. Sie bieten direkten PDF-Export über „Datei → Exportieren → PDF erstellen“. Die Formatierung bleibt dabei perfekt erhalten, was besonders bei komplexeren Dokumenten wichtig ist.
Spezial-Apps für bestimmte Zwecke
Für Rechnungen und Geschäftsdokumente eignet sich „Invoice Simple“ hervorragend. Die App erstellt professionell aussehende Rechnungen und exportiert sie direkt als PDF. Praktisch für Selbstständige und kleine Unternehmen.
Wer häufig Formulare ausfüllen muss, sollte „Adobe Fill & Sign“ ausprobieren. Die App kann bestehende PDFs bearbeiten, aber auch neue Formulare erstellen und als PDF speichern.
Kamera als PDF-Quelle nutzen
Moderne Android-Phones können auch physische Dokumente direkt in PDFs umwandeln. Google Drive hat einen eingebauten Scanner: Tippt auf das Plus-Symbol und wählt „Scannen“. Die KI erkennt automatisch Dokumentränder und korrigiert perspektivische Verzerrungen. Alternative Scanner-Apps wie „CamScanner“ oder „Adobe Scan“ bieten zusätzliche Features wie OCR-Texterkennung.
Tipps für bessere PDF-Qualität
Achtet bei der PDF-Erstellung auf die Ausgabequalität. Die meisten Apps bieten verschiedene Qualitätsstufen an. Für den E-Mail-Versand reicht oft „Standard“, für den Druck solltet ihr „Hoch“ wählen. Bei textlastigen Dokumenten könnt ihr die Dateigröße reduzieren, indem ihr die Bildkompression erhöht.
Wichtig ist auch die Schriftarten-Einbettung. Moderne PDF-Ersteller machen das automatisch, aber prüft trotzdem, ob euer PDF auf anderen Geräten korrekt angezeigt wird.
Sicherheit nicht vergessen
Viele Apps bieten mittlerweile Passwort-Schutz für PDFs an. Besonders bei sensiblen Dokumenten solltet ihr davon Gebrauch machen. WPS Office und Adobe-Apps unterstützen sowohl Lese- als auch Bearbeitungsschutz.
Cloud-Integration als Zeitsparer
Die meisten modernen PDF-Apps synchronisieren automatisch mit Cloud-Diensten wie Google Drive, Dropbox oder OneDrive. So sind eure PDFs sofort auf allen Geräten verfügbar. Das spart Zeit und verhindert, dass wichtige Dokumente nur lokal auf dem Smartphone liegen.
Fazit: PDF-Erstellung auf Android ist heute kinderleicht geworden. Ob ihr eine vollwertige Office-Suite wie WPS Office nutzt oder einfach Google Drive – die Qualität ist durchweg hoch und die Bedienung intuitiv. Probiert verschiedene Apps aus und findet die Lösung, die am besten zu eurem Workflow passt.
Zuletzt aktualisiert am 12.04.2026