Auf jedem Mac ist die Karten-App installiert und hilft beim Navigieren und Erkunden fremder Gegenden. Was viele nicht wissen: Sie enthält nicht nur detaillierte Karten und hochauflösende Satellitenbilder, sondern auch umfangreiche Foto-Galerien aus verschiedenen Regionen weltweit.
So zeigt ihr Fotos zu einer Stadt in Apple-Karten an
Um Informationen und Fotos zu einem Ort oder einer Stadt in Apple-Karten anzuzeigen, geht ihr wie folgt vor:
- Zunächst startet ihr die Karten-App, z. B. per Launchpad oder Spotlight-Suche.
- Jetzt gleichzeitig [Cmd]+[F] drücken (oder oben in das Suchfeld klicken).
- Nun wird der Name des Ortes oder der Stadt eingegeben und mit [Enter] gesucht.
- Dann erscheinen eine Stecknadel und ein Info-Feld.
- In diesem Info-Feld befindet sich rechts ein Info-Symbol, auf das ihr jetzt klickt.
- Kennt die Karten-App für den gesuchten Ort Fotos, erscheinen sie nun als Miniaturansichten.
Look Around und erweiterte Foto-Features
Seit macOS Monterey bietet Apple-Karten noch mehr visuelle Funktionen. Das Look Around-Feature ermöglicht es, durch Städte zu „wandern“ wie bei Google Street View. Besonders in Großstädten wie Berlin, München, Hamburg oder Wien stehen hochauflösende 360-Grad-Aufnahmen zur Verfügung.
Zusätzlich zu den Community-Fotos integriert Apple auch professionelle Aufnahmen von Sehenswürdigkeiten, Restaurants und touristischen Zielen. Diese stammen teilweise von Partnern wie Yelp oder TripAdvisor und werden kontinuierlich aktualisiert.
Praktische Anwendungen der Foto-Funktion
Die Foto-Integration in Apple-Karten ist mehr als nur Spielerei. Sie hilft bei der Reiseplanung, indem ihr euch vorab einen visuellen Eindruck von Hotels, Restaurants oder Sehenswürdigkeiten verschaffen könnt. Besonders nützlich ist dies bei:
- Hotelauswahl: Seht euch die Umgebung und das Gebäude vor der Buchung an
- Restaurant-Recherche: Atmosphere und Einrichtung auf einen Blick
- Tourismusplanung: Lohnt sich der Besuch einer Attraktion wirklich?
- Immobiliensuche: Wie sieht die Nachbarschaft aus?
Weitere versteckte Karten-Features
Apple-Karten hat in den letzten Jahren deutlich aufgeholt und bietet mittlerweile Features, die viele übersehen:
Offline-Karten: Seit macOS Ventura könnt ihr Kartenbereiche herunterladen und offline nutzen. Praktisch für Reisen in Gebiete mit schlechter Internetverbindung.
Interaktive Globus-Ansicht: Zooms ihr weit heraus, verwandelt sich die Karte in einen dreidimensionalen Globus – ideal für die Visualisierung von Fernreisen.
Detaillierte Innenstadtkarten: In vielen deutschen Städten zeigt Apple-Karten mittlerweile Gebäude, Bäume und sogar Ampeln dreidimensional an.
Integration mit anderen Apple-Apps: Termine im Kalender mit Ortsangaben werden automatisch mit Karten verknüpft, Fotos erhalten Geo-Tags und Siri kann Routen basierend auf euren Gewohnheiten vorschlagen.
Datenschutz im Fokus
Ein entscheidender Vorteil gegenüber Google Maps: Apple verfolgt einen deutlich datenschutzfreundlicheren Ansatz. Suchanfragen werden anonymisiert, Routendaten werden lokal auf dem Gerät verarbeitet und persönliche Informationen verlassen das Gerät nur verschlüsselt.
Die Foto-Datenbank wird ebenfalls privacy-freundlich aufgebaut – Apple sammelt Bilder hauptsächlich über seine eigenen Fahrzeuge und Partnerschaften, nicht über Nutzer-Tracking.
Grenzen und Alternativen
Trotz aller Verbesserungen hat Apple-Karten noch Schwächen: Die Foto-Abdeckung ist in ländlichen Gebieten oft dürftig, und bei speziellen Anfragen (etwa nach barrierefreien Routen) ist Google Maps oft detaillierter.
Für Mac-Nutzer, die im Apple-Ökosystem bleiben möchten, ist die integrierte Lösung aber durchaus eine gute Wahl – besonders dank der nahtlosen Synchronisation zwischen Mac, iPhone und iPad.
Fazit
Die Foto-Funktion in Apple-Karten ist ein nützliches Feature, das vielen Nutzern unbekannt ist. Kombiniert mit den anderen visuellen Verbesserungen der letzten Jahre macht es die App zu einer vollwertigen Alternative für alltägliche Navigationsaufgaben – mit dem zusätzlichen Bonus des besseren Datenschutzes.
Zuletzt aktualisiert am 09.04.2026

