Facebook-Seiten können informativ, aber manchmal auch ziemlich nervig sein. Da ist es gut verständlich, dass man Posts der einen oder anderen Seite lieber nicht sehen will. Werden solche Beiträge aber von den eigenen Facebook-Freunden geteilt, landen sie doch wieder im News-Feed. Dagegen lässt sich etwas unternehmen.
Eins vorweg: Bis der News-Feed soweit stimmt, kann einige Zeit vergehen, denn ein wenig manuelle Arbeit ist schon erforderlich. Hier steht, wie es genau funktioniert:
- Zuerst warten, bis wieder einer der nicht erwünschten Beiträge im News-Feed erscheint.
- Dann auf die drei Punkte (…) oben rechts neben dem Post klicken, sodass ein Menü geöffnet wird.
- Hier findet sich unter anderem auch eine Funktion namens Alle Beiträge von [Seitenname] ausblenden.
Ab sofort erscheinen Beiträge von der jeweiligen Facebook-Seite nicht mehr im eigenen News-Feed – egal, wie oft die eigenen Freunde diese Beiträge teilen.
Weitere Optionen zur Feed-Personalisierung
Neben dem kompletten Ausblenden von Seiten bietet Facebook 2026 deutlich mehr Kontrolle über euren News-Feed. Die „Feed-Einstellungen“ sind mittlerweile wesentlich ausgefeilter geworden. Ihr erreicht sie über das Hauptmenü in der mobilen App oder über die Seitenleiste am Desktop.
Favoriten definieren: Markiert die wichtigsten Freunde und Seiten als Favoriten. Deren Inhalte werden priorisiert angezeigt, während andere automatisch weniger Platz bekommen.
Zeitbasierte Filter: Besonders praktisch sind die neuen zeitbasierten Optionen. Ihr könnt bestimmte Seiten oder Themen nur an bestimmten Wochentagen oder zu bestimmten Uhrzeiten ausblenden. So verschwindet nervige Business-Content automatisch am Wochenende.
Themen-Filter: Der KI-gestützte Themen-Filter erkennt mittlerweile sehr zuverlässig Inhalte zu Politik, Sport, Lifestyle oder anderen Kategorien. Statt einzelne Seiten zu blockieren, könnt ihr ganze Themenbereiche zeitweise stumm schalten.
Schnellere Methoden über die Einstellungen
Wer nicht jeden Post einzeln wegklicken möchte, kann auch proaktiv vorgehen. In den erweiterten Feed-Einstellungen findet sich seit 2025 eine Liste aller Seiten, deren Inhalte in eurem Feed landen – sortiert nach Häufigkeit.
Hier lassen sich mit wenigen Klicks mehrere Seiten gleichzeitig ausblenden oder deren Priorität herunterstufen. Besonders nützlich: Die Vorschaufunktion zeigt, wie stark sich die Änderungen auf euren Feed auswirken würden.
Temporäres vs. dauerhaftes Ausblenden
Seit dem letzten großen Update unterscheidet Facebook zwischen temporärem und dauerhaftem Ausblenden. Wählt ihr „30 Tage pausieren“, verschwinden die Beiträge nur vorübergehend. Das ist praktisch bei saisonalen Inhalten oder wenn ihr nur eine Pause von bestimmten Themen braucht.
Bei dauerhaftem Ausblenden fragt Facebook nach 6 Monaten automatisch nach, ob ihr die Einstellung beibehalten wollt. Das verhindert, dass ihr interessante Inhalte verpasst, weil ihr vergessen habt, was ihr mal ausgeblendet hattet.
Mobile App vs. Desktop-Version
Die Funktionen sind zwischen mobiler App und Desktop-Version weitgehend synchronisiert. Allerdings bietet die mobile App seit 2026 zusätzliche Wischgesten: Wischt ihr einen Post nach links, erscheint sofort das Menü zum Ausblenden. Nach rechts wischen markiert ihn als „mehr davon zeigen“.
Auf dem Desktop gibt es dafür Keyboard-Shortcuts: H blendet einen markierten Post aus, Shift+H blendet die ganze Seite aus. Das beschleunigt die Feed-Kuration erheblich.
Was passiert mit bereits geteilten Inhalten?
Wichtig zu wissen: Wenn ihr eine Seite ausblendet, verschwinden auch bereits geteilte Beiträge dieser Seite aus eurem Feed-Verlauf. Das kann bei wichtigen Informationen ärgerlich sein. Facebook bietet deshalb eine „Soft-Block“-Option an, die nur neue Inhalte filtert.
Auswirkungen auf Freunde und Interaktionen
Das Ausblenden einer Seite hat keine Auswirkungen darauf, wie eure Freunde eure Posts sehen. Auch eure vergangenen Likes oder Kommentare auf der ausgeblendeten Seite bleiben bestehen. Nur in eurem eigenen Feed tauchen diese Inhalte nicht mehr auf.
Beachtet aber: Wenn ihr komplett aufhört, mit einer Seite zu interagieren, kann das euer Interesse-Profil für Werbeanzeigen beeinflussen. Facebook interpretiert das als nachlassendes Interesse an verwandten Themen.
Fazit: Mehr Kontrolle, weniger Frust
Die Feed-Kontrolle bei Facebook ist 2026 deutlich ausgefeilter als früher. Mit ein wenig Aufwand zu Beginn lässt sich der News-Feed so anpassen, dass er wirklich das zeigt, was euch interessiert. Die Investition in eine saubere Feed-Kuration zahlt sich langfristig durch weniger Frustration und mehr relevante Inhalte aus.
Zuletzt aktualisiert am 08.04.2026

