Beim Surfen im Web bietet Google Chrome an, Benutzer und Kennwörter zu speichern. So wird die Anmeldung bei Web-Diensten viel einfacher. Mit einem GRATIS-Tool kann man diese Logins sogar exportieren.
Über ChromePass lassen sich Benutzer und Kennwörter, die in einem Browser-Profil von Chrome gespeichert sind, leicht extrahieren. Gleichzeitig werden auch die Adresse der zugehörigen Webseite und das Datum, an dem der Login gespeichert wurde, mit angezeigt.
Neben der Anzeige der gespeicherten Anmelde-Daten kann ChromePass diese Liste auch in mehreren Formaten exportieren. So lässt sie sich bequem archivieren.
www.nirsoft.net/utils/chromepass.html
Warum Passwort-Export überhaupt nötig ist
Viele von euch nutzen Chromes eingebauten Passwort-Manager täglich. Das ist praktisch, kann aber auch zum Problem werden. Wenn ihr den Browser wechselt, das System neu aufsetzt oder zu einem professionellen Passwort-Manager wie 1Password oder Bitwarden wechseln wollt, braucht ihr eure Zugangsdaten in einem übertragbaren Format.
So funktioniert ChromePass in der Praxis
Das Tool ChromePass von NirSoft ist seit Jahren bewährt und funktioniert auch mit den aktuellen Chrome-Versionen von 2026. Nach dem Download müsst ihr das Programm nicht installieren – es läuft direkt als portable Anwendung. Beim Start scannt ChromePass automatisch alle Chrome-Profile auf eurem System und zeigt die gespeicherten Zugangsdaten an.
Besonders praktisch: Das Tool zeigt nicht nur Benutzername und Passwort, sondern auch die exakte URL der Website und den Zeitstempel der Speicherung. So könnt ihr veraltete oder doppelte Einträge leicht identifizieren und aussortieren.
Export-Formate für jeden Zweck
ChromePass beherrscht verschiedene Export-Formate. Für den Wechsel zu anderen Passwort-Managern ist besonders das CSV-Format interessant, da es von den meisten Tools importiert werden kann. Alternativ könnt ihr die Daten als HTML-Datei, XML oder einfachen Text exportieren.
Sicherheitsaspekte beachten
Wichtig zu wissen: ChromePass kann nur die Passwörter auslesen, wenn ihr bereits am System angemeldet seid. Chrome verschlüsselt die Zugangsdaten mit euren Windows-Anmeldedaten. Das bedeutet aber auch: Wer Zugang zu eurem Computer hat, kann theoretisch eure Passwörter extrahieren.
Alternative: Chromes eigene Export-Funktion
Seit 2021 hat Chrome eine eigene Passwort-Export-Funktion integriert. Geht dafür in die Einstellungen, dann zu „Autofill“ und „Passwort-Manager“. Dort findet ihr die Option „Passwörter exportieren“. Diese Methode ist offiziell von Google und damit der sicherere Weg.
Moderne Passwort-Manager als bessere Alternative
Ehrlich gesagt: Chromes Passwort-Manager war mal ein guter Anfang, aber professionelle Lösungen sind mittlerweile deutlich besser. Tools wie Bitwarden (kostenlos), 1Password oder Dashlane bieten erweiterte Features wie sichere Notizen, Zwei-Faktor-Authentifizierung und bessere Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten und Browsern.
Fazit: Praktisches Tool mit Einschränkungen
ChromePass erfüllt seinen Zweck zuverlässig und ist besonders nützlich für einmalige Aktionen wie Browser-Wechsel oder System-Migrationen. Für den täglichen Gebrauch solltet ihr aber über einen dedizierten Passwort-Manager nachdenken. Die Investition lohnt sich für bessere Sicherheit und Komfort.
Zuletzt aktualisiert am 04.04.2026

