Musik im ganzen Zuhause verfügbar zu haben, ist heute wichtiger denn je. Während iTunes längst der Vergangenheit angehört, gibt es moderne und deutlich bessere Alternativen, um eure Musiksammlung im Netzwerk zu teilen. Hier zeige ich euch, wie ihr 2026 am besten vorgeht.
Warum iTunes nicht mehr zeitgemäß ist
Apple hat iTunes 2019 offiziell eingestellt und durch separate Apps ersetzt. Auf macOS gibt es jetzt die Music-App, während Windows-Nutzer auf Apple Music oder andere Lösungen umsteigen müssen. Die alte iTunes-Freigabefunktion war zudem sehr limitiert und funktionierte nur zwischen Apple-Geräten.
Moderne Alternativen für Musik-Streaming im Netzwerk
Plex Media Server – Der Allrounder
Plex hat sich zum Standard für private Medienserver entwickelt. Die kostenlose Version reicht völlig aus, um Musik im Netzwerk zu streamen:
- Plex Media Server auf einem zentralen Rechner oder NAS installieren
- Musikordner zur Bibliothek hinzufügen – Plex scannt automatisch
- Über Apps auf Smartphones, Smart-TVs oder im Browser zugreifen
- Funktioniert auch außerhalb des Heimnetzwerks
Der große Vorteil: Plex organisiert eure Musik automatisch, lädt Cover und Metadaten herunter und erstellt ansprechende Übersichten.
Jellyfin – Die Open-Source-Alternative
Wer komplett kostenlos und ohne Cloud-Anbindung arbeiten möchte, greift zu Jellyfin. Das Open-Source-System bietet ähnliche Funktionen wie Plex, speichert aber alle Daten lokal:
- Komplett kostenlos und werbefrei
- Keine Registrierung bei Drittanbietern nötig
- Unterstützt alle gängigen Audio- und Videoformate
- Apps für alle Plattformen verfügbar
Subsonic und Airsonic-Advanced
Für technik-affine Nutzer sind Subsonic oder die Open-Source-Variante Airsonic-Advanced interessant. Diese speziell für Musik entwickelten Server bieten erweiterte Features:
- Transcoding für verschiedene Geräte
- Offline-Synchronisation mit mobilen Apps
- Last.fm-Integration
- Erweiterte Playlist-Funktionen
Einfache Lösungen für Gelegenheitsnutzer
DLNA-Server unter Windows
Windows 11 hat einen integrierten Medienserver, der sich mit wenigen Klicks aktivieren lässt:
- Systemsteuerung öffnen
- „Netzwerk- und Freigabecenter“ aufrufen
- „Erweiterte Freigabeeinstellungen ändern“ wählen
- „Medienstreaming“ aktivieren
- Musikordner für die Freigabe auswählen
Dann könnt ihr von Smart-TVs, Spielkonsolen oder DLNA-fähigen Geräten auf die Musik zugreifen.
Apples Music-App (macOS)
Auf dem Mac funktioniert die Freigabe ähnlich wie früher in iTunes:
- Music-App öffnen
- Einstellungen → „Freigabe“ aufrufen
- „Musik im lokalen Netzwerk teilen“ aktivieren
- Optional Passwort setzen
Allerdings funktioniert das nur zwischen Apple-Geräten und ist auf das lokale Netzwerk beschränkt.
Streaming-Dienste als Alternative
Viele Nutzer steigen komplett auf Streaming um. Spotify Family, Apple Music Familienfreigabe oder YouTube Music bieten Zugang zu Millionen von Songs für mehrere Personen. Das ist oft günstiger als eine eigene Server-Infrastruktur und funktioniert überall.
Worauf ihr achten solltet
Sicherheit
Bei der Freigabe im Netzwerk solltet ihr immer Passwörter verwenden. Bei Servern wie Plex achtet darauf, dass der Remote-Zugang nur für vertrauenswürdige Nutzer freigegeben ist.
Rechtliches
Ihr dürft nur Musik teilen, die ihr rechtmäßig besitzt. Das Teilen von Downloads oder gekaufter Musik mit Fremden ist nicht erlaubt.
Netzwerk-Performance
Highes-Quality-Audio braucht Bandbreite. Bei mehreren parallelen Streams sollte euer WLAN entsprechend stark sein.
Fazit
Die iTunes-Ära ist vorbei, aber die Alternativen sind deutlich besser geworden. Plex eignet sich für die meisten Nutzer am besten, während Technik-Fans mit Jellyfin oder Subsonic mehr Kontrolle bekommen. Wer es simpel mag, nutzt die integrierten Freigabe-Funktionen des Betriebssystems oder steigt gleich auf Streaming-Dienste um.
Zuletzt aktualisiert am 03.04.2026

