iPhone 16: Apple Intelligence und Premium-Preise bis 1829 EUR

von | 14.09.2018 | iOS

So wie jedes Jahr im September hat Apple auch 2024 neue iPhone-Modelle vorgestellt: das iPhone 16, iPhone 16 Plus, iPhone 16 Pro und iPhone 16 Pro Max. Dazu kommt die erste iPhone-Generation mit vollintegrierter Apple Intelligence – Apples hauseigener KI. Die Preisexplosion geht weiter: Premium-Modelle kosten mittlerweile über 1800 EUR. Der Smartphone-Markt stagniert zwar, aber die Hersteller treiben die Preise trotzdem nach oben. Wer soll das wollen – und bezahlen?

Die Preisspanne bei Apples neuester iPhone-Generation ist atemberaubend. Es geht los bei 949 EUR für das iPhone 16 – und kann bis zu 1829 EUR für das Pro Max mit 1 TB Speicher kosten. Das ist die offizielle Preisspanne, Tendenz steigend.

Unter 900 EUR gibt es kein aktuelles Apple-Smartphone mehr. Wer bereit ist, das Doppelte zu zahlen, bekommt das Luxusmodell mit allen Extras. Vier Modelle stehen zur Auswahl: Das iPhone 16 als Basismodell, das iPhone 16 Plus mit größerem Display, sowie die Pro-Varianten für Enthusiasten. Zum Vergleich: Das Samsung Galaxy S24 startet bei 699 EUR – auch das ist deutlich teurer als vergleichbare Modelle vor wenigen Jahren.

Apple Intelligence als neuer Verkaufstreiber

Das ist unheimlich viel Geld, keine Frage. Aber die Manager in Cupertino wissen genau, was sie tun. Apple hatte schon immer den Ruf eines Premium-Herstellers – und konnte diese Strategie bisher erfolgreich durchziehen. Der Konzern will bewusst kein Massenhersteller sein, sondern eine Luxusmarke bleiben.

Die große Neuerung 2024: Apple Intelligence, die hauseigene KI-Suite, die tief ins Betriebssystem integriert ist. Siri wird deutlich intelligenter, kann komplexe Aufgaben übernehmen und versteht Kontext viel besser. Texte lassen sich automatisch umschreiben, Fotos intelligent durchsuchen und bearbeiten. Die KI läuft dabei größtenteils direkt auf dem Gerät – ein wichtiger Vorteil für den Datenschutz.

Trotz hoher Preise bleiben die Verkaufszahlen beeindruckend. Apples Gewinnmargen sind nach wie vor unerreicht in der Branche. Kein anderer Hersteller verdient auch nur annähernd so viel an seinen Geräten. Die neuen iPhones sind längst vollwertige Computer-Ersätze: Sie haben professionelle Kameras, ausreichend Speicher für 4K-Videos, Prozessoren, die Konsolen-Games flüssig darstellen, und können dank USB-C externe Monitore ansteuern.

KI und Kamera als Innovationstreiber

Nach Jahren des Stillstands gibt es wieder echte Innovationen – hauptsächlich dank künstlicher Intelligenz. Apple Intelligence kann Texte zusammenfassen, E-Mails intelligent kategorisieren und sogar Emojis automatisch erstellen. Die Integration wirkt durchdacht, nicht wie ein nachträglich aufgepfropftes Feature.

Bei der Kamera setzt Apple weiter auf Computational Photography. Der neue „Camera Control“-Button am iPhone 16 kombiniert physische Bedienung mit Touch-Gesten. Fotos werden in Echtzeit durch KI optimiert, Porträtaufnahmen erreichen DSLR-Qualität, und Videos lassen sich direkt am Gerät in Kinoqualität bearbeiten.

Die Fortschritte bei der Fotografie sind tatsächlich beeindruckend. Bilder von heute sehen deutlich besser aus als noch vor zwei Jahren – schärfer, mit natürlicheren Farben und besserer Belichtung auch bei schwierigen Lichtverhältnissen. Nachtmodus funktioniert mittlerweile so gut, dass selbst bei völliger Dunkelheit brauchbare Aufnahmen entstehen.

Apple Watch 10 wird zum Gesundheits-Computer

Parallel zum iPhone hat Apple die Apple Watch Series 10 vorgestellt. Der Smartwatch-Markt ist zwar nicht explodiert wie einst erhofft, aber Apple dominiert das Segment weiterhin. Die neue Watch ist dünner geworden, hat aber ein größeres Display – Apple nutzt jeden Millimeter optimal aus.

Spannend sind die Gesundheitsfunktionen: Zusätzlich zu EKG, Blutsauerstoff und Schlafüberwachung misst die Watch 10 jetzt auch den Blutdruck und kann Anzeichen einer Schlafapnoe erkennen. Die Temperaturmessung hilft bei der Zyklusverfolgung und erkennt frühzeitig Fieber. Neu ist auch die Sturzerkennung der zweiten Generation, die zwischen verschiedenen Unfallarten unterscheiden kann.

Die Kehrseite: Noch mehr Gesundheitsdaten landen in Apples Ökosystem. Zwar verspricht Apple, dass die Daten verschlüsselt und nur für medizinische Zwecke verwendet werden – aber der Konzern baut systematisch eine riesige Gesundheitsdatenbank auf.

Nachhaltigkeit vs. Geschäftsmodell

Jedes Jahr neue Geräte – wer braucht das eigentlich? Ist das alles nicht eine ungeheure Verschwendung?

Das Dilemma wird immer größer. Apple wirbt mittlerweile massiv mit Nachhaltigkeit: Die iPhones bestehen zu großen Teilen aus recycelten Materialien, werden CO2-neutral produziert und sollen länger halten als je zuvor. iOS 18 läuft sogar noch auf dem iPhone XS von 2018 – eine beeindruckende Lebensdauer.

Trotzdem bleibt der jährliche Upgrade-Zyklus bestehen. Apple ist ein börsennotiertes Unternehmen und braucht Wachstum. Der Konzern hat geschickt auf Services gesetzt – App Store, iCloud, Apple Music –, die kontinuierliche Einnahmen generieren. Aber neue Hardware bleibt das Zugpferd.

Die Mobilfunkanbieter spielen mit: Sie subventionieren die teuren Geräte über Laufzeitverträge und machen aus 1800-EUR-Handys scheinbar günstige 50-EUR-monatlich-Deals. Das verschleiert die wahren Kosten und heizt den Konsumzyklus weiter an.

Für viele Nutzer wäre ein dreijähriger Upgrade-Zyklus völlig ausreichend. Die meisten Apps laufen auch auf älteren Geräten problemlos. Aber das Marketing und die ständigen Software-Updates suggerieren, dass man das neueste Modell braucht.

Die Ressourcenverschwendung ist tatsächlich ein Problem: Seltene Erden, Energie für die Produktion, Elektroschrott. Apple hat zwar Recycling-Programme und will bis 2030 komplett CO2-neutral sein – aber am Ende bleibt es dabei: Die umweltfreundlichste Lösung wäre, das alte Gerät länger zu behalten.

Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026