Musik aus iTunes über Sonos wiedergeben

von | 12.05.2020 | Netzwerk

Sonos bleibt auch 2026 der führende Anbieter für Streaming-Lautsprecher. Mit der nahtlosen AirPlay-Integration könnt ihr Musik direkt von eurem Mac oder anderen Apple-Geräten an die smarten Speaker streamen. Ein Klick auf das Lautsprecher-Symbol in der Menüleiste genügt, um einen Raum auszuwählen. Doch bei Lautsprechergruppen wird’s komplizierter – wir zeigen euch, wie’s trotzdem klappt!

Sonos hat eine Designentscheidung getroffen, die manchmal zu Kopfzerbrechen führt: Pro Raum lassen sich maximal zwei Lautsprecher konfigurieren. Ausnahme bilden nur Surround-Systeme mit einer Sonos Beam, Arc oder Ray als Basis für ein 5.1-Setup. Habt ihr physisch drei oder mehr Lautsprecher in einem Raum, müsst ihr diese logisch auf mehrere „Räume“ aufteilen. Diese könnt ihr dann zu einer Gruppe zusammenfassen.

Das Problem: Die Standard-Audio-Umleitung über das Mac-Lautsprecher-Symbol unterstützt keine Sonos-Gruppen, sondern nur einzelne Räume. Hier kommt die elegante Lösung ins Spiel.

Musik-App statt AirPlay nutzen

Seit macOS Big Sur und den neueren Versionen der Musik-App (dem Nachfolger von iTunes) geht’s deutlich einfacher. Öffnet die Musik-App und klickt auf das Streaming-Symbol neben dem Lautstärkeregler. Hier erscheinen – genau wie auf iPhone und iPad – alle verfügbaren Sonos-Räume.

Der Clou: Ihr könnt mehrere Räume gleichzeitig auswählen! Klickt einfach jeden gewünschten Raum an. Sind eure drei Büro-Lautsprecher als „Büro“ und „Büro Regal“ angelegt, aktiviert ihr beide. Die Musik spielt dann synchron auf allen Speakern.

Individuelle Lautstärke-Kontrolle

Besonders praktisch: Für jeden ausgewählten Raum könnt ihr die Lautstärke separat regeln. So passt ihr die Balance zwischen den Lautsprechern optimal an die Raumakustik an. Der große Speaker am Fenster zu laut? Einfach runterregeln, während die kleineren Satelliten-Speaker lauter laufen.

Sonos-App als Alternative

Natürlich funktioniert das Ganze auch über die offizielle Sonos-App. Hier habt ihr sogar noch mehr Kontrolle: Ihr könnt Gruppen dauerhaft speichern, Equalizer-Einstellungen pro Raum vornehmen und verschiedene Musik-Dienste parallel nutzen. Spotify im Wohnzimmer, Apple Music im Büro – kein Problem.

Die Sonos-App hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Die früher oft kritisierte Benutzeroberfläche ist inzwischen intuitiv und reaktionsschnell. Updates kommen regelmäßig und bringen neue Features mit.

Streaming-Dienste direkt nutzen

Eine weitere Option: Viele Streaming-Dienste wie Spotify, Apple Music oder Amazon Music unterstützen Sonos nativ. Startet die Musik in der jeweiligen App auf eurem Mac oder Smartphone und wählt die Sonos-Lautsprecher als Ausgabegerät. Das schont den Akku eures Geräts, da die Speaker die Musik direkt aus dem Internet ziehen.

Tipps für optimale Performance

Für die beste Klangqualität sollten alle Sonos-Lautsprecher im gleichen WLAN hängen. Bei großen Häusern oder dicken Wänden kann ein Mesh-System wie Eero Pro 6E helfen. Sonos empfiehlt mindestens 1 Mbit/s pro aktiven Lautsprecher.

Achtet auch darauf, dass eure Sonos-Speaker regelmäßig Updates erhalten. Diese bringen nicht nur neue Features, sondern oft auch Verbesserungen bei der Audioqualität und Netzwerk-Stabilität.

Fazit

Die Kombination aus Apple-Geräten und Sonos-Lautsprechern funktioniert 2026 besser denn je. Während die direkte AirPlay-Umleitung ihre Grenzen hat, bietet die Musik-App eine elegante Lösung für Multi-Room-Audio. Mit wenigen Klicks verwandelt ihr euer Zuhause in eine nahtlose Klangwelt.

Probiert verschiedene Ansätze aus und findet heraus, was für euer Setup am besten funktioniert. Die Investition in ein durchdachtes Sonos-System zahlt sich durch jahrelangen Hörgenuss aus.

Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026