Bei jeder neu zu erstellenden Webseite müssen zunächst einige Entscheidungen getroffen werden. Dabei geben die Ansprüche an die Seite und dessen Zweck bereits ungefähre Rahmenbedingungen vor. Sie können zudem als Orientierung dienen, wenn wichtige Fragen im Hinblick auf die praktische Umsetzung anstehen.
Die wichtigsten Punkte hierbei sind:
- Den passenden Hosting-Dienst wählen
- Das richtige Tool zur Erstellung eurer Homepage
- Domain / Name der Seite
- Planung der Webseitenstruktur
- Performance und Core Web Vitals berücksichtigen
- Mobile-First Design umsetzen
- KI-Tools sinnvoll einsetzen
Den passenden Webhoster finden
Zwar steht das Hosting der Webseite erst als finaler Schritt an, dennoch kann es sinnvoll sein, sich bereits am Anfang für einen Anbieter zu entscheiden. Denn jeder Webhoster hat seine eigenen Tarife und Paketpreise, bei denen unterschiedliche Leistungen inkludiert sind bzw. optional hinzu gebucht werden können.
Moderne Hosting-Anbieter setzen heute auf Cloud-Infrastrukturen und bieten automatische Skalierung. Wichtige Kriterien sind mittlerweile: HTTP/3-Unterstützung, automatische SSL-Zertifikate, CDN-Integration und Server-Standorte in Deutschland für DSGVO-Konformität. Viele Hoster bieten inzwischen auch integrierte Website-Builder mit KI-Unterstützung an.
Besonders wichtig geworden sind auch Green-Hosting-Angebote, die auf erneuerbare Energien setzen. Das wird nicht nur von Suchmaschinen positiv bewertet, sondern entspricht auch den Erwartungen vieler Nutzer.

Tools für die Webseitengestaltung
Die Landschaft der Website-Erstellungstools hat sich dramatisch verändert. Neben den etablierten Playern wie Adobe sind neue, KI-gestützte Tools wie Framer, Webflow und Figma stark geworden. Diese bieten professionelle Ergebnisse ohne steile Lernkurve.
Besonders spannend sind die neuen KI-Website-Builder wie 10Web, Durable oder Hostinger AI Website Builder. Diese können binnen Minuten komplette Websites erstellen – ihr gebt einfach euer Geschäftsmodell ein und bekommt eine fertige Site. Perfekt für den schnellen Start, auch wenn später noch Anpassungen nötig sind.
Für alle, die mehr Kontrolle wollen: No-Code-Tools wie Webflow oder Editor X bieten professionelle Flexibilität ohne Programmierung. Der Trend geht eindeutig weg von starren Templates hin zu individuellen, responsiven Designs.
Wichtig geworden sind auch Performance-Aspekte: Tools sollten automatisch optimierte Bilder ausliefern, Lazy Loading unterstützen und sauberen Code generieren. Google’s Core Web Vitals sind ein Ranking-Faktor geworden.
Content Management Systeme
WordPress dominiert weiterhin mit über 40% Marktanteil, hat aber Konkurrenz bekommen. Headless CMS wie Strapi, Contentful oder Sanity werden immer beliebter, weil sie flexibler sind und bessere Performance bieten.
WordPress selbst hat sich stark weiterentwickelt: Der Gutenberg-Editor macht die Bedienung intuitiver, Full Site Editing ermöglicht komplette Theme-Anpassungen ohne Code. Dazu kommen neue Block-Themes, die viel flexibler sind als klassische Themes.
Alternativ sind auch Jamstack-Lösungen wie Gatsby, Next.js oder Nuxt.js interessant geworden – sie bieten extreme Performance, sind aber eher was für technik-affine Nutzer.
Für E-Commerce hat sich Shopify als WordPress-Alternative etabliert, während für Blogs und Content-Sites auch Ghost oder Notion als CMS interessant geworden sind.

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Den passenden Namen finden
Der Name eurer Website sollte leicht erkennen lassen, worum es inhaltlich geht oder wer sich darauf präsentiert. Unternehmen wählen deshalb den eigenen Firmennamen, Einzelpersonen ihren eigenen oder den Künstlernamen. Bei Personal Brands ist es oft sinnvoll, den eigenen Namen zu verwenden – das schafft Vertrauen und Authentizität.
Wichtig geworden ist auch die Berücksichtigung von Voice Search: Namen sollten leicht auszusprechen sein, da immer mehr Nutzer über Sprachassistenten suchen. Komplizierte Schreibweisen oder Wortspiele können hier hinderlich sein.
Bei internationalen Projekten solltet ihr auch kulturelle Aspekte bedenken – ein Name, der im Deutschen gut funktioniert, kann in anderen Sprachen problematisch sein.
Die passende Domain für eure Seite
Die Domain-Wahl ist kritischer geworden. Exact Match Domains (EMDs) haben an SEO-Wert verloren, dafür sind brandable Domains wichtiger geworden. Kurz, merkbar und eindeutig sollte sie sein.
Neben den klassischen Endungen .de und .com sind neue gTLDs wie .tech, .online, .store oder .blog populär geworden. Sie können thematisch passen und sind oft noch verfügbar, wenn die .com-Variante vergeben ist.
Important: Prüft unbedingt, ob Social Media Handles verfügbar sind! Eine konsistente Online-Präsenz über alle Kanäle ist heute essentiell. Tools wie Namechk helfen dabei.
Umlaute im Domainnamen sind technisch möglich, aber nicht immer empfehlenswert – sie können bei internationalen Nutzern zu Problemen führen.
Gute Planung ist wichtig
Eine Webseite vorab gut zu planen ist wichtiger denn je geworden. Heute müsst ihr nicht nur Desktop und Mobile berücksichtigen, sondern auch unterschiedliche Browserfähigkeiten, Ladezeiten und Accessibility-Anforderungen.
Erstellt User Journeys und definiert klare Conversion-Ziele. Was sollen Besucher auf eurer Site tun? Newsletter abonnieren, kaufen, Kontakt aufnehmen? Diese Ziele bestimmen Design und Struktur.
Wichtig ist auch die Content-Strategie: Plant nicht nur, welche Seiten ihr braucht, sondern auch, wie ihr dauerhaft wertvollen Content erstellen werdet. KI-Tools wie ChatGPT oder Jasper können dabei helfen, aber ersetzen nicht eure Expertise.
Denkt von Anfang an Datenschutz mit: Cookie-Banner, DSGVO-konforme Formulare und Datenschutzerklärung sind Pflicht. Tools wie Cookiebot oder Real Cookie Banner können dabei helfen.
Moderne Websites müssen auch barrierefrei sein – nicht nur aus ethischen Gründen, sondern weil es teilweise gesetzlich vorgeschrieben ist. Achtet auf Kontraste, Alt-Texte für Bilder und Keyboard-Navigation.
Eine neue Website zu realisieren ist heute komplexer als früher, aber auch die Tools sind besser geworden. Mit der richtigen Planung und den passenden Tools könnt ihr auch als Laien professionelle Ergebnisse erzielen.
Zuletzt aktualisiert am 26.02.2026
