Alle möglichen Händler bieten wiederkehrende Zahlungen per PayPal an: Einmal eingerichtet bucht der Händler dann bei einem neuen Einkauf vom PayPal-Konto ab. Kontrolliert und widerruft die regelmäßig!
PayPal ist als Zahlungsdienstleister kaum noch wegzudenken. Statt mühsamer Eingabe eurer Kreditkarteninformationen meldet ihr euch einfach mit den PayPal-Daten an und zahlt mit einem Klick. Selbst regelmäßige Zahlungen sind kein Problem – ihr müsst nicht immer wieder die Zugangsdaten eingeben, wenn eine Zahlung erfolgen soll.
Doch was praktisch ist, kann auch problematisch werden: Viele von euch haben vermutlich dutzende aktive Einzugsermächtigungen bei PayPal, ohne es zu merken. Jeder Online-Shop, jedes Abo, jeder Streaming-Dienst – sie alle können sich eine Dauererlaubnis zum Geldabbuchen geholt haben. 2026 ist das Thema noch brisanter geworden, da viele Anbieter ihre Preise erhöht oder Abo-Modelle umgestellt haben.
In der Transaktionsübersicht seht ihr nur die jeweils einzeln ausgeführten Zahlungen. Bei einer regelmäßigen Zahlung findet ihr allerdings keinen direkten Zugang zu der Einzugsermächtigung, die die regelmäßigen Zahlungen autorisiert. Dazu meldet ihr euch in eurem PayPal-Konto an und navigiert zu den Einstellungen.
Seit dem großen PayPal-Update 2025 hat sich die Menüführung etwas geändert: Klickt auf euer Profilbild rechts oben und dann auf Kontoeinstellungen. Alternativ findet ihr den direkten Zugang über das Zahnrad-Symbol > Zahlungen.

Unter dem Menüpunkt Automatische Zahlungen (früher „Zahlungen im Einzugsverfahren“) findet ihr alle Einzugsermächtigungen, die regelmäßige Zahlungen autorisieren. PayPal zeigt diese seit 2025 übersichtlicher an: Ihr seht bei jedem Eintrag den Händlernamen, das verwendete Zahlungsmittel (Bankkonto, Kreditkarte oder PayPal-Guthaben), das Startdatum der Ermächtigung und – besonders wichtig – wann die letzte Abbuchung stattgefunden hat.
Ein Klick auf einen Eintrag zeigt weitere Details: Wie hoch war die letzte Zahlung? Gab es Fehlversuche? Welche Zahlungsquelle wurde verwendet? Diese Transparenz hilft enorm bei der Kontrolle eurer Finanzen.
Warum regelmäßige Kontrollen so wichtig sind:
Viele Anbieter ändern ihre Preise oder Abo-Bedingungen. Netflix, Spotify, Amazon Prime – alle haben in den letzten Jahren ihre Preise angepasst. Manchmal bemerkt ihr solche Erhöhungen erst Monate später auf dem Kontoauszug. Bei PayPal-Einzugsermächtigungen ist das besonders tückisch, weil die Beträge oft unterschiedlich hoch sein können.
Außerdem sammeln sich über die Jahre vergessene Abos an: Der Fitness-Tracker-Service, den ihr nicht mehr nutzt, das Magazin-Abo, das ihr längst vergessen habt, oder der Cloud-Speicher, den ihr durch einen anderen ersetzt habt. Eine Studie aus 2025 zeigte, dass Deutsche im Durchschnitt für 47 Euro monatlich ungenutzte Abos bezahlen.
So kündigt ihr Einzugsermächtigungen richtig:
Wenn ihr eine Ermächtigung beenden wollt, klickt auf Kündigen oder Entfernen (je nach PayPal-Version). PayPal fragt zur Sicherheit nochmal nach – bestätigt die Kündigung. Die Einzugsermächtigung wird sofort deaktiviert.
Wichtiger Hinweis: Das Kündigen der PayPal-Einzugsermächtigung beendet nicht automatisch euer Abo beim Anbieter! Ihr müsst zusätzlich beim jeweiligen Dienst kündigen, sonst versucht dieser weiterhin abzubuchen und ihr bekommt Mahnungen.
Seit 2024 bietet PayPal eine praktische Funktion: Ihr könnt Einzugsermächtigungen temporär pausieren, statt sie komplett zu kündigen. Das ist nützlich, wenn ihr einen Service nur vorübergehend nicht nutzen wollt.
Neue PayPal-Features für bessere Kontrolle:
PayPal hat 2025 mehrere hilfreiche Features eingeführt: Push-Benachrichtigungen vor geplanten Abbuchungen, monatliche Übersichten aller automatischen Zahlungen und Warnungen bei ungewöhnlich hohen Beträgen. Aktiviert diese Funktionen unter Benachrichtigungseinstellungen.
Besonders praktisch: Die neue Kategorisierung zeigt euch auf einen Blick, wofür ihr monatlich wie viel ausgebt – Entertainment, Shopping, Services etc.
Profi-Tipp: Macht Screenshots oder notiert euch die wichtigsten aktiven Einzugsermächtigungen. So habt ihr eine Backup-Liste, falls ihr den Überblick verliert. Überprüft eure PayPal-Einzugsermächtigungen mindestens alle drei Monate – euer Bankkonto wird es euch danken.
Übrigens: Nach dem Kündigen einer Einzugsermächtigung könnt ihr jederzeit eine neue einrichten, indem ihr beim entsprechenden Händler wieder per PayPal zahlt. Die Flexibilität bleibt also erhalten.
Zuletzt aktualisiert am 20.02.2026