Netflix dreht wieder an der Preisschraube: Das Standard-Abo kostet jetzt 15,99 Euro pro Monat. Die jüngste Preisrunde trifft alle Tarife – außer dem werbefinanzierten Modell.
Streaming wird teurer – und Netflix macht dabei keine Ausnahme. Der Marktführer hat zum Start des Jahres 2026 erneut die Preise angehoben und verlangt von deutschen Nutzern deutlich mehr Geld. Die Erhöhungen fallen diesmal besonders drastisch aus, während das Werbe-Abo verschont bleibt. Hier sind alle Details zu den neuen Tarifen.
Netflix Preiserhöhungen 2026 im Detail
Das Standard-Abo macht den größten Sprung: Von bisher 13,99 Euro geht es auf satte 15,99 Euro pro Monat. Das sind 2 Euro mehr oder 24 Euro zusätzlich im Jahr. Für diesen Preis bekommt ihr weiterhin Full-HD-Streaming auf zwei Geräten gleichzeitig plus Downloads für unterwegs.
Noch teurer wird das Premium-Abo: Hier klettert der Preis von 19,99 Euro auf stolze 22,99 Euro monatlich. Ein Aufschlag von 3 Euro, der sich auf 36 Euro pro Jahr summiert. Dafür gibt’s Ultra-HD-Qualität mit HDR, Streaming auf bis zu vier Geräten parallel und Downloads auf sechs verschiedene Geräte.
Selbst das alte Basic-Abo, das nur noch Bestandskunden nutzen können, wird teurer: Statt 9,99 Euro werden jetzt 11,99 Euro fällig. Bei der ohnehin schon eingeschränkten HD-Qualität und nur einem Stream gleichzeitig ist das ein happiger Aufschlag.
Alle Netflix-Preise 2026 in der Übersicht
Die neuen Preise treffen alle Tarife unterschiedlich hart. Besonders das Standard-Abo, das von den meisten Nutzern gewählt wird, verteuert sich spürbar. Hier die komplette Aufstellung:
| Abo-Modell | Alter Preis | Neuer Preis | Preiserhöhung |
|---|---|---|---|
| Basic (nur Bestandskunden) | 9,99 € | 11,99 € | + 2,00 € |
| Standard | 13,99 € | 15,99 € | + 2,00 € |
| Premium | 19,99 € | 22,99 € | + 3,00 € |
| Mit Werbung | 4,99 € | 4,99 € | 0,00 € |
Warum das Werbe-Abo verschont bleibt
Auffällig: Das Abo mit Werbung kostet weiterhin nur 4,99 Euro pro Monat. Netflix macht damit klar, wo die Reise hingeht. Der Streaming-Dienst verdient an den Werbeeinblendungen mittlerweile so gut, dass keine Preiserhöhung nötig ist. Im Gegenteil: Durch die teureren werbefreien Abos wird das Werbe-Modell noch attraktiver.
Das Kalkül ist durchaus clever. Wer keine Werbung sehen will, zahlt deutlich mehr. Wer sparen möchte, nimmt die Unterbrechungen in Kauf und bekommt trotzdem Full-HD-Qualität plus zwei gleichzeitige Streams. Für Netflix ein Gewinn in beiden Fällen.
Bestandskunden: Preiserhöhung kommt schrittweise
Wer bereits ein Netflix-Abo hat, muss nicht sofort mehr zahlen. Die Preiserhöhung greift erst bei der nächsten Rechnungsstellung – je nach Abo-Beginn also in den kommenden Wochen oder Monaten. Netflix informiert die Kunden per E-Mail über die Änderungen, meist 30 Tage vor der ersten teureren Abrechnung.
Dann habt ihr die Wahl: Entweder ihr akzeptiert den höheren Preis, wechselt in einen günstigeren Tarif oder kündigt das Abo ganz. Netflix setzt darauf, dass die meisten Nutzer bei der Stange bleiben – schließlich sind viele emotional an ihre Lieblingsserien gebunden.
Netflix wird immer teurer: Von 7,99 auf 22,99 Euro
Die Preisexplosion bei Netflix ist beeindruckend – im negativen Sinn. Als der Dienst 2014 in Deutschland startete, kostete das Standardabo noch 7,99 Euro. Heute sind es 15,99 Euro – eine Verdopplung in zwölf Jahren. Das Premium-Abo hat sich sogar von ursprünglich 11,99 Euro auf jetzt 22,99 Euro entwickelt.
Diese Entwicklung übersteigt die allgemeine Inflation bei weitem. Netflix rechtfertigt die ständigen Erhöhungen mit steigenden Produktionskosten für exklusive Inhalte und technischen Verbesserungen. Tatsächlich investiert der Konzern jährlich Milliarden in neue Serien und Filme.
Konkurrenz wird stärker: Alternativen zu Netflix
Die hohen Netflix-Preise machen Alternativen interessanter. Disney+ kostet mit 9,99 Euro deutlich weniger, Amazon Prime Video gibt’s für 8,99 Euro monatlich oder günstiger im Jahresabo. Apple TV+ schlägt mit 6,99 Euro zu Buche, während Paramount+ für 7,99 Euro erhältlich ist.
Viele Nutzer praktizieren mittlerweile „Abo-Hopping“: Sie wechseln monatlich zwischen den Diensten oder pausieren Abos, wenn keine interessanten Inhalte verfügbar sind. Das wird durch die Netflix-Preiserhöhungen noch attraktiver.
Fazit: Netflix testet Schmerzgrenze der Nutzer
Mit den neuen Preisen testet Netflix aus, wie viel die Kunden bereit sind zu zahlen. Fast 23 Euro für das Premium-Abo sind eine Ansage – besonders in wirtschaftlich angespannten Zeiten. Gleichzeitig zeigt der konstante Preis beim Werbe-Abo, dass Netflix künftig stärker auf Werbefinanzierung setzen will.
Als Nutzer solltet ihr eure Streaming-Ausgaben regelmäßig überprüfen. Braucht ihr wirklich Ultra-HD oder reicht Full-HD? Könnt ihr mit Werbung leben? Oder ist es Zeit, mal andere Dienste auszuprobieren? Bei den aktuellen Preisen lohnt sich das Rechnen auf jeden Fall.
Zuletzt aktualisiert am 17.02.2026