Maus und Tastatur sind die wichtigsten Eingabegeräte eures PCs – sie müssen schon beim Hochfahren funktionieren. Bei modernen Logitech-Geräten könnt ihr mit ein paar Tricks nicht nur USB-Ports sparen, sondern auch die Performance optimieren!
Moderne Verbindungsoptionen: USB vs. Bluetooth vs. Logi Bolt
Logitech bietet 2026 drei verschiedene Verbindungstechnologien für seine Eingabegeräte: Die bewährten Unifying-Receiver, den neueren Logi Bolt-Standard und klassisches Bluetooth. Jede Technologie hat ihre Berechtigung, aber für Gaming und professionelle Anwendungen ist der USB-Empfänger meist die erste Wahl.
Der größte Vorteil der USB-Empfänger: Sie funktionieren sofort beim Systemstart, noch bevor Windows vollständig geladen ist. Das bedeutet, ihr könnt problemlos ins BIOS, Boot-Menüs aufrufen oder bei Systemfehlern reagieren. Bluetooth-Verbindungen sind erst aktiv, wenn das Betriebssystem komplett hochgefahren ist.
Unifying vs. Logi Bolt: Die Unterschiede verstehen
Während Logitech den klassischen Unifying-Standard weiterhin unterstützt, setzt das Unternehmen bei Business-Geräten auf den moderneren Logi Bolt-Standard. Logi Bolt bietet erhöhte Sicherheit durch AES-Verschlüsselung und bessere Störungsresistenz in Umgebungen mit vielen Funkgeräten.
Beide Standards funktionieren nach dem gleichen Prinzip: Ein winziger USB-Empfänger kann mit bis zu sechs Geräten gleichzeitig verbunden werden. Das bedeutet weniger belegte USB-Ports und weniger Empfänger, die verloren gehen können. Gerade bei modernen Laptops mit nur wenigen USB-Anschlüssen ein echter Vorteil.
Schritt-für-Schritt: Mehrere Geräte an einem Empfänger
Die Konfiguration mehrerer Geräte an einem Empfänger ist mit der aktuellen Logitech-Software noch einfacher geworden. Hier die Anleitung für 2026:
- Ladet Logitech Options+ (die Nachfolgesoftware von Options) kostenlos von der Logitech-Website herunter. Die alte Options-Software wird seit 2024 nicht mehr weiterentwickelt.
- Nach der Installation erkennt die Software automatisch alle angeschlossenen Logitech-Geräte und zeigt deren Verbindungsstatus an.
- Klickt auf „Gerät hinzufügen“ und wählt „Erweiterte Empfänger-Einstellungen“ aus dem Dropdown-Menü.
- Hier seht ihr alle verfügbaren Empfänger und die damit verbundenen Geräte. Wählt den Empfänger aus, an dem ihr weitere Geräte koppeln wollt – idealerweise den der Maus, da ihr diese während des Prozesses braucht.
- Entfernt den Empfänger des Geräts, das ihr umkoppeln wollt (z.B. die Tastatur), und schaltet das Gerät aus und wieder ein. Die Software erkennt automatisch, wenn ein Gerät nach einem neuen Empfänger sucht.
- Klickt auf „Verbinden“ und das Gerät wird automatisch mit dem gewählten Empfänger gekoppelt.
Performance-Tuning für Gaming und Profi-Anwendungen
Mit Logitech Options+ könnt ihr nicht nur Geräte verwalten, sondern auch die Funkfrequenz optimieren. In Umgebungen mit vielen WLAN-Netzwerken oder anderen 2,4-GHz-Geräten kann es zu Interferenzen kommen. Die Software bietet einen automatischen Kanal-Scanner, der die beste Frequenz für eure Geräte findet.
Für Gaming-Setups empfiehlt sich die Aktivierung des „Gaming-Modus“ in den erweiterten Einstellungen. Dieser reduziert die Latenz auf unter 1ms und deaktiviert Energiespar-Features, die bei schnellen Bewegungen stören könnten.
Troubleshooting: Wenn Probleme auftreten
Falls Geräte nach dem Umkoppeln nicht richtig funktionieren, hilft meist ein Reset der Funkverbindung. Haltet dazu die Connect-Taste am Gerät 10 Sekunden gedrückt, bis die LED-Anzeige schnell blinkt. Danach könnt ihr das Gerät wie oben beschrieben neu koppeln.
Bei hartnäckigen Verbindungsproblemen kann ein Update der Geräte-Firmware helfen. Logitech Options+ prüft automatisch auf verfügbare Updates und installiert diese im Hintergrund.
Ersatz-Empfänger und Zukunftssicherheit
Den übrig gebliebenen Empfänger solltet ihr sicher aufbewahren – am besten beschriftet mit dem ursprünglichen Gerät. Falls der aktive Empfänger mal verloren geht, könnt ihr schnell auf den Ersatz zurückgreifen. Logitech verkauft zwar Ersatz-Empfänger, aber die kosten oft 15-20 Euro.
Für die Zukunft plant Logitech bereits den Übergang zu Logi Bolt als Standard für alle Geräte. Wer heute neue Hardware kauft, sollte daher auf Logi Bolt-Kompatibilität achten – diese Geräte sind abwärtskompatibel, bieten aber bessere Sicherheit und Performance.
Zuletzt aktualisiert am 16.02.2026