WhatsApp mit Gesicht oder Fingerabdruck sperren – so geht’s

von | 09.01.2026 | Social Networks

Stell dir vor: Du lässt dein Smartphone kurz auf dem Tisch liegen, gehst aufs Klo – und schon könnte jemand deine WhatsApp-Nachrichten lesen. Klingt paranoid? Vielleicht. Aber in WGs, Büros oder auch in der Familie kann das durchaus passieren. Nicht unbedingt aus böser Absicht, manchmal einfach aus Neugier.

WhatsApp hat jetzt eine Funktion eingebaut, die genau das verhindert: die App-Sperre. Die gibt’s zwar schon eine Weile für iPhones, aber jetzt ist sie auch für Android-Nutzer verfügbar – und sie wurde nochmal verbessert. Höchste Zeit, sie dir genauer anzuschauen.

WhatsApp führt die Möglichkeit ein, mehrere Konten gleichzeitig bedienen zu können

Was kann die App-Sperre eigentlich?

Die Idee ist simpel: Selbst wenn jemand dein entsperrtes Smartphone in der Hand hält, kommt diese Person nicht an deine WhatsApp-Nachrichten ran. Die App lässt sich nur mit deinem Gesicht oder deinem Fingerabdruck öffnen. Praktisch, oder?

Du kennst das vielleicht von Banking-Apps oder anderen sensiblen Anwendungen. Genau so funktioniert das auch bei WhatsApp. Du aktivierst die Sperre in den Einstellungen – und schon ist Schluss mit ungewollten Blicken auf deine Chats.

So richtest du die App-Sperre ein

Die Einrichtung ist wirklich keine Hexerei. Hier die Schritte:

  1. Öffne WhatsApp und tippe auf die drei Punkte oben rechts (bei Android) oder gehe in die Einstellungen (bei iOS)
  2. Wähle „Datenschutz“ aus
  3. Scrolle nach unten bis „App-Sperre“
  4. Aktiviere die Funktion

Jetzt musst du noch festlegen, ob du Face ID, Touch ID (bei Apple) oder den Fingerabdruck-Sensor (bei Android) nutzen willst. Das war’s schon. Ab sofort wird WhatsApp beim Öffnen gesperrt sein.

Sofort sperren oder lieber etwas warten?

Hier wird’s interessant. Du kannst nämlich wählen, wann WhatsApp sich sperrt. Die Optionen sind:

  • Sofort: Jedes Mal, wenn du WhatsApp verlässt und wieder öffnest, musst du dich authentifizieren
  • Nach 1 Minute: WhatsApp bleibt eine Minute entsperrt
  • Nach 15 Minuten: Gut, wenn du öfter zwischen Apps wechselst
  • Nach 1 Stunde: Maximum an Komfort, aber auch weniger Schutz

Welche Einstellung macht Sinn? Das hängt davon ab, wie viel Wert du auf Sicherheit legst – und wie sehr dich die Entsperrung nervt. Für die meisten dürfte „Nach 1 Minute“ oder „Nach 15 Minuten“ ein guter Kompromiss sein.

Bist du in einem besonders sensiblen Umfeld unterwegs? Dann wähle „Sofort“. Arbeitest du hauptsächlich allein zu Hause? Dann reicht vielleicht auch die entspanntere Variante.

Was die App-Sperre NICHT kann

Wichtig zu wissen: Die Funktion schützt nur die App selbst. Wenn jemand dein Smartphone entsperrt hat und Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm angezeigt werden, kann diese Person deine Nachrichten-Vorschau trotzdem sehen.

Heißt konkret: Die ersten Zeilen einer Nachricht könnten sichtbar sein, wenn du Benachrichtigungen auf dem Sperrbildschirm erlaubst. Willst du das verhindern, musst du zusätzlich die Benachrichtigungsvorschau ausschalten.

Das machst du so:

  • Bei Android: Einstellungen → Apps → WhatsApp → Benachrichtigungen → deaktiviere die Vorschau
  • Bei iOS: Einstellungen → Mitteilungen → WhatsApp → wähle „Vorschau anzeigen: Nie“

Erst dann ist deine Privatsphäre wirklich rundum geschützt.

Für wen ist die App-Sperre sinnvoll?

Ehrlich gesagt: für ziemlich viele Leute. Klar, wenn du allein wohnst und niemand Zugriff auf dein Handy hat, brauchst du sie vielleicht nicht. Aber in diesen Situationen kann sie Gold wert sein:

  • In Beziehungen: Vertrauen ist gut, aber manchmal ist auch ein bisschen Privatsphäre okay
  • In WGs oder Großfamilien: Wo viele Menschen sind, ist die Versuchung groß
  • Im Büro: Wenn das Handy mal unbeaufsichtigt rumliegt
  • Bei neugierigen Freunden: Kennst du bestimmt auch
  • Wenn du dein Handy verleihst: Zum Telefonieren oder für Fotos – WhatsApp bleibt trotzdem privat

Die App-Sperre gibt dir ein gutes Gefühl, ohne dass du paranoid werden musst. Du kannst dein Smartphone beruhigt aus der Hand geben, ohne dass jemand in deinen Nachrichten herumschnüffelt.

Noch ein Tipp: Fingerabdruck vs. Gesichtserkennung

Falls du die Wahl hast: Beides funktioniert zuverlässig. Face ID ist praktisch, wenn du zum Beispiel im Winter Handschuhe trägst. Der Fingerabdruck ist schneller, wenn du das Handy aus der Tasche ziehst.

Bei Android-Geräten hängt’s von deinem Modell ab, was möglich ist. Neuere Geräte haben meist beides. Probiere einfach aus, was dir besser liegt.

Fazit: Einfacher Schutz für sensible Chats

Die App-Sperre ist eine dieser Funktionen, die man einmal einrichtet und dann vergisst – bis man froh ist, sie zu haben. Sie kostet dich maximal eine Sekunde beim Öffnen von WhatsApp, gibt dir aber ein deutlich besseres Gefühl.

Gerade in Zeiten, in denen wir so viel über Messenger kommunizieren – vom Arzttermin über Beziehungskram bis zu beruflichen Interna – ist so ein zusätzlicher Schutz keine schlechte Idee.

Also: Ab in die Einstellungen, App-Sperre aktivieren, fertig. Deine Nachrichten bleiben deine Nachrichten. Und das ist auch gut so.