Abonnements bei iOS beenden

von | 10.03.2022 | Tipps

Anbieter sind gerne bereit, für einen neuen Dienst einen Testzugang bereits zu stellen. Der kostet dann nichts – bis er sich verlängert. Wir zeigen, wo iOS die Übersicht der Abos und die Kündigungsmöglichkeiten versteckt.

Kostenlose Abos sind toll. Erstmal. Denn im mehr oder minder Kleingedruckten steht dann oft, dass sich das Abo automatisch verlängert, wenn der Monat abgelaufen ist. Leider sind die Abonnements recht gut versteckt und nicht so einfach zu finden. Das führt meist dazu, dass Ihr sie vergesst, bis es zu spät ist.

Apple Arcade ist eines der Beispiele, wo ein kostenloser Testmonat nutzbar ist. Während dieses Monats lassen sich alle Apps des Spiele-Dienstes kostenlos herunterladen. Nach diesem Monat ist eine Kündigung nötig, damit sich das Abo nicht automatisch verlängert. Die geht so:

Startet den App Store auf dem iOS-Gerät, und tippt auf das Kontobild.

Tippt nun auf Abonnements. iOS zeigt alle Abonnements, die über den App Store abgeschlossen wurden. Tippt das entsprechende Abo an, dann kann dieses durch Abonnement kündigen zum nächst möglichen Zeitpunkt gekündigt werden.

Alternative Wege zu euren Abonnements

Seit iOS 18.2 gibt es noch einen zweiten Weg: Geht in die Einstellungen, tippt auf euren Namen ganz oben und wählt Medien & Käufe. Hier findet ihr ebenfalls den Punkt Abonnements, der euch zur gleichen Übersicht führt.

Besonders praktisch ist auch die Familienmitgliedschaft-Verwaltung, falls ihr Apple One oder andere Dienste mit der Familie teilt. Hier könnt ihr sehen, wer welche Abos nutzt und diese zentral verwalten.

Versteckte Kosten rechtzeitig erkennen

Die Abo-Falle ist längst zur Goldgrube für App-Entwickler geworden. Netflix, Spotify, Adobe Creative Cloud, Microsoft 365 – die Liste der Dienste mit wiederkehrenden Zahlungen wird immer länger. Viele Apps bieten mittlerweile nur noch Abo-Modelle an, selbst für grundlegende Funktionen.

Besonders tückisch sind Photo-Apps, die nach drei Tagen kostenpflichtig werden, oder Fitness-Apps mit automatischer Verlängerung nach der Testphase. Apple hat zwar 2021 neue Regeln eingeführt, die Entwickler dazu verpflichten, Preise und Verlängerungsbedingungen deutlicher zu kommunizieren, aber trotzdem solltet ihr immer das Kleingedruckte lesen.

Proaktive Abo-Verwaltung

Setzt euch am besten alle drei Monate einen Kalendereintrag, um eure Abos zu überprüfen. iOS zeigt euch in der Abo-Übersicht nicht nur aktive, sondern auch abgelaufene Abonnements der letzten Zeit. So könnt ihr nachvollziehen, was ihr bereits gekündigt habt.

Ein nützlicher Tipp: Aktiviert die Kaufbestätigungen per E-Mail in den iTunes & App Store Einstellungen. So bekommt ihr bei jeder Verlängerung eine Benachrichtigung und vergesst keine Abbuchung.

Was passiert nach der Kündigung?

Es ist allerdings genau zu überlegen, was vor der Kündigung gegebenenfalls noch nötig ist: Eine App nicht mehr nutzen zu können ist die eine Geschichte. Teilweise gehören dazu aber auch Dateien, die mit dem Programm erzeugt wurden. Diese sind dann gegebenenfalls nicht mehr nutzbar. Eine Datensicherung macht Sinn!

Bei Cloud-Diensten wie iCloud+ solltet ihr eure Daten vorher herunterladen oder auf einen anderen Dienst übertragen. Bei Streaming-Diensten verliert ihr natürlich den Zugriff auf heruntergeladene Inhalte. Manche Apps wie Notiz-Programme oder To-Do-Listen exportieren eure Daten aber auch nach der Kündigung noch eine Weile.

Rückerstattungen bei Apple

Falls ihr ein Abo versehentlich abgeschlossen oder die Kündigung verpasst habt, ist nicht alles verloren. Apple gewährt unter bestimmten Umständen Rückerstattungen. Geht dazu auf reportaproblem.apple.com, meldet euch mit eurer Apple-ID an und wählt das entsprechende Abo aus. Bei berechtigten Gründen wie versehentlichen Käufen oder nicht bewusst abgeschlossenen Abos sind die Chancen gut.

Die möglichen Kündigungstermine sind natürlich abhängig von dem Vertrag, der mit dem Anbieter geschlossen wurde. Bei den meisten Apple-Diensten könnt ihr bis zum letzten Tag der Laufzeit kündigen, ohne dass sich das Abo verlängert.

Familienfreigabe im Blick behalten

Besonders Familien sollten regelmäßig prüfen, welche Abos über die Familienfreigabe laufen. Kinder und Jugendliche schließen oft unbedacht Abos ab, die dann über das Familienkonto abgerechnet werden. In den Bildschirmzeit-Einstellungen könnt ihr Käufe für Kinder beschränken oder ganz verbieten.

Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026