Die Apple AirPods Pro haben sich seit ihrer Einführung kontinuierlich weiterentwickelt – von der ersten Generation über die zweite bis hin zu den aktuellen AirPods Pro 3 (2025). Alle Generationen haben eines gemeinsam: Sie liefern deutlich mehr Bass als die Standard-AirPods, allerdings nur, wenn die Ohrpassstücke wirklich perfekt sitzen. Der Anpassungstest in den iPhone-Einstellungen zeigt euch, ob das „Seal“ – die Versiegelung des Gehörgangs – optimal funktioniert.
Trotz aller Verbesserungen an Adaptive Audio, verbesserter Aktiver Geräuschunterdrückung und dem neuen H2-Chip (bzw. H3-Chip in der neuesten Generation) gibt es ein Problem: Apple setzt weiterhin auf das proprietäre Befestigungssystem für die Ohrpassstücke. Das bedeutet, ihr könnt nicht einfach Memory-Foam-Aufsätze von Drittanbietern verwenden, wie bei anderen In-Ear-Kopfhörern üblich.
Warum Memory Foam den Unterschied macht
Memory Foam – auch viskoelastischer Schaumstoff genannt – hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber Silikon: Er passt sich exakt an die individuelle Form eures Gehörgangs an und sorgt so für eine perfekte Abdichtung. Diese Versiegelung ist der wichtigste Faktor für:
- Optimale Basswiedergabe
- Maximale Effizienz der Aktiven Geräuschunterdrückung
- Bessere Klangqualität insgesamt
- Längeren Tragekomfort ohne Druckstellen
Viele Nutzer kennen das Problem: Die Standard-Silikonaufsätze rutschen nach längerer Nutzung oder sitzen nicht ganz dicht. Besonders bei Sport oder längeren Hörsessions kann das nerven.
Die DIY-Lösung: Memory Foam nachrüsten
Mit einem cleveren Trick könnt ihr eure AirPods Pro trotzdem mit Memory Foam ausstatten. Ihr braucht dafür Memory-Foam-Passstücke für andere In-Ear-Kopfhörer. Bewährte Hersteller sind:
- Comply Foam: Der Klassiker, gibt’s für fast alle gängigen In-Ear-Modelle
- New Bee: Günstigere Alternative mit ähnlicher Qualität
- ALXCD: Oft im Set mit verschiedenen Größen
Wichtig: Wählt eine Größe kleiner, als eure Standard-AirPods-Pro-Aufsätze sind. Falls ihr normalerweise „M“ nutzt, nehmt „S“ Memory-Foam-Aufsätze.
Schritt 1: Memory Foam vorbereiten
Schneidet am oberen Ende der Memory-Foam-Stücke etwa 3mm ab. In vielen Aufsätzen ist ein kleines Plastikröhrchen eingearbeitet – das müsst ihr komplett entfernen. Verwendet dafür eine kleine Pinzette oder einen dünnen Schraubendreher.
Schritt 2: Integration in die Original-Aufsätze
Nehmt die originalen Silikon-Passstücke der AirPods Pro ab und klappt den äußeren Teil um. Jetzt zieht ihr den vorbereiteten Memory-Foam-Teil zwischen den inneren und äußeren Silikonbereich.
Achtung: Die beiden kleinen Löcher am unteren Ende der Passstücke müssen unbedingt frei bleiben! Diese Belüftungsöffnungen sind entscheidend für:
– Ordnungsgemäße Funktion der Mikrofone
– Druckausgleich im Ohr
– Korrekte Messung der Aktiven Geräuschunterdrückung
Das Ergebnis: Spürbar besserer Sound
Wenn ihr den äußeren Silikon-Teil wieder umklappt, ist von der Modifikation nichts zu sehen. Die AirPods Pro sehen aus wie immer, aber der Unterschied beim Tragen ist deutlich spürbar:
- Strafferer Sitz: Die Kopfhörer rutschen praktisch nicht mehr
- Kräftigerer Bass: Durch die bessere Abdichtung kommen tiefe Frequenzen voll zur Geltung
- Bessere ANC-Performance: Die Aktive Geräuschunterdrückung arbeitet effizienter
- Länger angenehm: Memory Foam reduziert Druckstellen bei längerer Nutzung
Funktioniert das mit allen AirPods Pro Generationen?
Ja, dieser Trick funktioniert mit allen AirPods Pro Modellen:
– AirPods Pro (1. Generation, 2019)
– AirPods Pro (2. Generation, 2022)
– AirPods Pro 3 (2025)
Das Befestigungssystem der Ohrpassstücke hat Apple über alle Generationen beibehalten, nur die Elektronik und Features wurden erweitert.
Alternative: Professionelle Memory-Foam-Lösungen
2024 haben einige Hersteller begonnen, speziell für AirPods Pro entwickelte Memory-Foam-Lösungen anzubieten. Diese sind teurer als der DIY-Ansatz, aber perfekt angepasst. Anbieter wie CharJenPro oder AhaStyle haben entsprechende Produkte im Portfolio.
Der Selbstbau-Ansatz bleibt aber die flexibelste und günstigste Lösung – und funktioniert genauso gut wie teure Spezialanfertigungen.
Zuletzt aktualisiert am 01.03.2026



