VLC ist zurecht der beliebteste Media Player der Welt. Denn dieser Open-Source-Player ist extrem vielseitig. Ihr könnt nicht nur Videos und Musik in praktisch allen erdenklichen Formaten abspielen – VLC ermöglicht auch deren professionelle Umwandlung in andere Formate. Das spart euch teure Converter-Software.
Warum VLC als Converter nutzen?
VLC unterstützt mittlerweile über 400 verschiedene Audio- und Videoformate. Von klassischen MP3 und MP4 bis hin zu exotischen Codecs wie AV1, HEVC oder High-Resolution-Audio-Formaten. Die Konvertierung läuft direkt im Player ab – ohne zusätzliche Downloads oder Online-Services, die eure Daten sammeln könnten.
Besonders praktisch: VLC kann auch moderne Streaming-Formate wie WebM, VP9 oder sogar 4K/8K-Material verarbeiten. Damit seid ihr für alle aktuellen Anforderungen gerüstet.
So konvertiert ihr mit VLC
- VLC starten und auf Medien → Konvertieren/Speichern klicken (Shortcut: Strg+R).
- Auf Hinzufügen klicken und die gewünschte Mediendatei auswählen. Ihr könnt auch mehrere Dateien gleichzeitig hinzufügen.
- Neben dem Button Konvertieren/Speichern auf den Dropdown-Pfeil klicken und „Konvertieren“ wählen.
- Jetzt das Ausgabeformat im Profil-Menü festlegen. Hier findet ihr vorgefertigte Profile für YouTube, Instagram, Smartphones oder spezielle Codecs.
- Über Durchsuchen den Speicherort und Dateinamen der konvertierten Datei bestimmen.
- Mit Start beginnt die Konvertierung. Je nach Dateigröße und gewähltem Format kann das einige Minuten dauern.
Profi-Tipps für bessere Ergebnisse
Custom-Profile erstellen: Über das Schraubenschlüssel-Symbol neben dem Profil-Menü könnt ihr eigene Konvertierungsprofile anlegen. Hier lassen sich Bitrate, Auflösung, Codec und weitere Parameter exakt einstellen.
Hardware-Beschleunigung nutzen: In den VLC-Einstellungen unter „Eingabe/Codecs“ könnt ihr Hardware-Beschleunigung aktivieren. Das beschleunigt die Konvertierung erheblich – besonders bei 4K-Material.
Batch-Konvertierung: Fügt einfach mehrere Dateien in Schritt 2 hinzu. VLC arbeitet sie automatisch nacheinander ab.
Die wichtigsten Ausgabeformate
Für soziale Medien: MP4 mit H.264-Codec bleibt der Standard für YouTube, Instagram und Co. VLC bietet dafür optimierte Presets.
Für maximale Kompatibilität: MP3 bei Audio, MP4 bei Video. Diese Formate laufen auf allen Geräten.
Für beste Qualität: FLAC bei Audio, MKV mit HEVC-Codec bei Video. Benötigt mehr Speicherplatz, liefert aber Top-Qualität.
Für kleinste Dateien: AAC bei Audio, MP4 mit AV1-Codec bei Video. Moderne Codecs mit bester Kompression.
Häufige Probleme vermeiden
Achtet darauf, dass die Ausgabedatei einen anderen Namen als die Quelldatei hat – sonst überschreibt VLC die Originaldatei. Bei sehr großen Dateien solltet ihr genügend freien Speicherplatz einplanen.
Wenn die Konvertierung hängt, liegt das meist an beschädigten Quelldateien oder zu geringen Systemressourcen. Schließt andere Programme und versucht es erneut.
Alternative: Kommandozeile für Power-User
Wer regelmäßig konvertiert, kann VLC auch per Kommandozeile nutzen. Das ermöglicht Automatisierung und ist oft schneller als die grafische Oberfläche. Der Befehl lautet: vlc input.mp4 --sout="#transcode{vcodec=h264,acodec=mp3}:standard{access=file,mux=mp4,dst=output.mp4}" --intf=dummy --play-and-exit
VLC bleibt damit euer Schweizer Taschenmesser für alle Multimedia-Aufgaben. Kostenlos, mächtig und ohne nervige Werbung oder Datenschutz-Bedenken.
Zuletzt aktualisiert am 07.04.2026

