Ubuntu 24.04 LTS (Noble Numbat) ist die neueste Long-Term-Support-Version und wird bis April 2029 unterstützt. Wer noch auf älteren Versionen wie 22.04 LTS oder 23.10 unterwegs ist, sollte jetzt den Sprung wagen. Hier zeigen wir euch, wie das Upgrade sauber funktioniert.
Wichtiger Hinweis: Bevor ihr loslegt, sichert unbedingt eure komplette Ubuntu-Installation oder zumindest die wichtigen Dateien. Ein vollständiges System-Backup über Tools wie Timeshift oder zumindest eine Sicherung eurer Dokumente, Bilder und Konfigurationsdateien ist Pflicht. Falls beim Upgrade etwas schiefgeht, könnt ihr so problemlos zurück.
Was bringt Ubuntu 24.04 LTS?
Ubuntu 24.04 LTS kommt mit einigen interessanten Neuerungen daher: Der Linux-Kernel 6.8 bringt bessere Hardware-Unterstützung, besonders für neuere Grafikkarten und Prozessoren. GNOME 46 als Desktop-Umgebung ist deutlich flüssiger geworden und verbraucht weniger RAM. Snap-Pakete starten jetzt merklich schneller, und die Integration von Flatpak-Anwendungen läuft reibungsloser.
Besonders spannend: Die neue Installer-Oberfläche macht auch komplexe Installationen kinderleicht, und die Energieverwaltung wurde für Laptops deutlich optimiert. Wer viel unterwegs arbeitet, wird die längere Akkulaufzeit zu schätzen wissen.
Upgrade auf Ubuntu 24.04 Desktop
- Stellt zunächst sicher, dass euer bestehendes Ubuntu-System komplett aktuell ist:
$ sudo apt update [Enter]
$ sudo apt upgrade [Enter]
$ sudo apt autoremove [Enter]
Startet anschließend das System neu, damit alle Updates sauber geladen werden. - Überprüft, ob das Upgrade verfügbar ist:
$ sudo do-release-upgrade -c [Enter]
Dieser Befehl zeigt euch an, ob Ubuntu 24.04 LTS für euer System bereitsteht. - Alternativ könnt ihr über die grafische Oberfläche gehen: Öffnet die Systemeinstellungen und klickt auf Software & Aktualisierungen.
- Wechselt zum Tab Aktualisierungen und stellt sicher, dass unter „Benachrichtigung über neue Ubuntu-Version“ die Option Für Long-Term-Support-Versionen aktiviert ist.
- Startet jetzt das eigentliche Upgrade:
$ sudo do-release-upgrade [Enter]
Das System lädt die neuesten Upgrade-Informationen und zeigt euch eine Übersicht der geplanten Änderungen. - Lest die Release Notes aufmerksam durch und bestätigt das Upgrade. Der Prozess dauert je nach Internetverbindung und installierter Software zwischen 30 Minuten und zwei Stunden.
Upgrade für Ubuntu Server
Server-Administratoren gehen etwas anders vor. Hier läuft alles über die Kommandozeile:
- System aktualisieren:
sudo apt update && sudo apt upgrade -y
sudo reboot
- Upgrade-Tool installieren (falls nicht vorhanden):
sudo apt install update-manager-core
- Upgrade starten:
sudo do-release-upgrade
Bei Servern solltet ihr besonders vorsichtig sein. Testet das Upgrade erst in einer virtuellen Maschine oder auf einem Testsystem, bevor ihr produktive Server anfasst.
Was tun, wenn das Upgrade nicht angeboten wird?
Manchmal zeigt Ubuntu das LTS-Upgrade nicht sofort an. Das liegt daran, dass Canonical erst nach dem ersten Point-Release (meist 24.04.1) das automatische Upgrade freigibt. Ihr könnt das aber umgehen:
sudo do-release-upgrade -d
Der Parameter „-d“ forciert das Upgrade auf die Development-Version. Das solltet ihr aber nur machen, wenn ihr wisst, was ihr tut.
Nach dem Upgrade: Aufräumen und optimieren
Nach dem erfolgreichen Upgrade solltet ihr euer System noch etwas aufräumen:
- Alte Kernel entfernen:
sudo apt autoremove --purge - Snap-Pakete aktualisieren:
sudo snap refresh - Flatpak-Apps updaten:
flatpak update - Unnötige Pakete entfernen:
sudo apt autoclean
Häufige Probleme und Lösungen
Manchmal hängt das Upgrade an bestimmten Paketen. Typische Problemverursacher sind:
- Fremd-PPAs: Entfernt vor dem Upgrade alle zusätzlichen Software-Quellen
- Snap-Konflikte: Schließt alle laufenden Snap-Anwendungen
- Wenig Festplattenspeicher: Mindestens 5 GB freier Speicher sollten verfügbar sein
Falls das Upgrade abbricht, keine Panik. Mit sudo dpkg --configure -a und sudo apt --fix-broken install lassen sich die meisten Probleme lösen.
Ubuntu 24.04 LTS ist ein solides Upgrade, das sich besonders für alle lohnt, die Wert auf Stabilität und aktuelle Hardware-Unterstützung legen. Die fünf Jahre Support geben euch genug Zeit, das System in Ruhe zu nutzen, ohne euch Gedanken über ständige Updates machen zu müssen.
Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026

