Brydge Keyboard 2025: iPad Pro wird zum vollwertigen MacBook-Ersatz

von | 08.01.2019 | Tipps

Apple hat seine iPads über die Jahre immer mehr als Notebook-Ersatz positioniert – eine Vision, die mit den aktuellen iPad Pro Modellen endlich zur Realität wird. Doch wer sein iPad tatsächlich als vollwertigen Laptop-Ersatz nutzen möchte, stößt schnell an die Grenzen der Standard-Zubehörlösungen. Magic Keyboard und Smart Keyboard Folio sind zwar funktional, bieten aber nicht die Stabilität und den Komfort, den ihr für produktives Arbeiten braucht – besonders unterwegs oder auf dem Schoß.

Genau hier kommen externe Keyboard-Lösungen wie die von Brydge ins Spiel. Der Hersteller hat sich seit Jahren darauf spezialisiert, aus iPads vollwertige Notebook-Alternativen zu machen. Die aktuellen Brydge Pro+ und Max+ Keyboards für die iPad Pro 11″ und 12.9″ Modelle (2024/2025) zeigen, wie weit diese Entwicklung mittlerweile gediehen ist.

Das iPad wird dabei in zwei präzise gefertigte Halterungen eingeklickt, die trotz der minimalen Bildschirmränder moderner iPads einen bombenfesten Halt bieten. Die Verarbeitung ist erstklassig: Farbgebung und Design-Details entsprechen exakt denen des iPads, sodass die Kombination wie ein echtes MacBook aussieht – nur eben mit Touchscreen.

Die mechanischen Tastaturen bieten einen deutlich besseren Tastenweg als Apples hauseigene Lösungen und erinnern an die legendären MacBook-Tastaturen aus der Vor-Butterfly-Ära. Die Hintergrundbeleuchtung ist nicht nur ein nettes Feature, sondern im Alltag unverzichtbar – mit automatischer Helligkeitsanpassung und verschiedenen Farboptionen.

360-Grad-Flexibilität und Schutzfunktionen

Der größte Vorteil gegenüber den ersten Brydge-Generationen: Die neuen Modelle lassen sich um 360 Grad drehen. Ihr könnt das iPad also komplett umklappen und habt einen echten „Tablet-Modus“ – perfekt für Präsentationen, Zeichnen oder entspanntes Surfen. Die Tastatur deaktiviert sich automatisch, sobald ihr den kritischen Winkel überschreitet.

Zusätzlich liefert Brydge ein magnetisches Aluminium-Backcover mit, das den empfindlichen iPad-Rücken schützt. Das mag auf den ersten Blick wie Ballast wirken, erweist sich aber als durchdachte Ergänzung – gerade wenn ihr viel unterwegs seid. Das Cover lässt sich problemlos entfernen, falls ihr es nicht benötigt.

Connectivity und Akkuleistung im Praxistest

Die Verbindung erfolgt über Bluetooth 5.2 mit verbesserter Latenz-Performance. Einmal gekoppelt, verbindet sich die Tastatur automatisch beim Öffnen – genau wie bei einem echten Laptop. Die Akkulaufzeit liegt bei realistischen 2-3 Monaten normaler Nutzung, das Aufladen erfolgt über USB-C.

Besonders praktisch: Brydge hat spezielle Funktionstasten für iPadOS integriert. Bildschirmhelligkeit, Lautstärke, Multitasking und sogar Spotlight-Suche lassen sich direkt über die Tastatur steuern. Das macht den Workflow deutlich flüssiger als bei generischen Bluetooth-Keyboards.

Preisgestaltung und Alternativen

Mit Preisen zwischen 180 und 250 Euro (je nach iPad-Größe) sind die Brydge-Keyboards nicht gerade Schnäppchen. Dafür bekommt ihr aber eine Verarbeitungsqualität, die Apple-Standards entspricht. Im Vergleich zum Magic Keyboard (ab 300 Euro) ist das sogar noch günstig – zumal ihr deutlich mehr Flexibilität bekommt.

Alternativen gibt es durchaus: Logitech bietet mit dem Combo Touch eine günstigere Option, die aber weniger premium wirkt. Die neuen Bluetooth-Keyboards von Keychron oder ASUS sind ebenfalls interessant, bieten aber nicht die nahtlose iPad-Integration.

Fazit: iPad Pro wird zum echten Laptop-Ersatz

Wer sein iPad Pro ernsthaft als Hauptgerät nutzen möchte, kommt um ein hochwertiges Keyboard nicht herum. Die aktuellen Brydge-Modelle schaffen es tatsächlich, aus dem iPad einen vollwertigen Laptop zu machen – mit allen Vor- und Nachteilen. Die Verarbeitung stimmt, die Ergonomie passt und die 360-Grad-Funktionalität macht den Unterschied.

Einziger Wermutstropfen: Das Gewicht. Mit Keyboard und Backcover wiegt das iPad Pro 12.9″ fast so viel wie ein MacBook Air. Dafür bekommt ihr aber die Flexibilität eines Tablets mit der Produktivität eines Notebooks – eine Kombination, die in der Windows- und Android-Welt nach wie vor schwer zu finden ist.

Zuletzt aktualisiert am 06.03.2026