Bitcoin: Ein halbes Pfund E-Schrott pro Transaktion

von | 26.09.2021 | Digital

Bitcoin verursacht nicht nur massive CO2-Emissionen, sondern auch eine gewaltige Elektroschrott-Lawine. Neue Studien zeigen: Pro Bitcoin-Transaktion fallen über 270 Gramm E-Schrott an – so viel wie zwei weggeworfene Smartphones. Während andere Kryptowährungen auf umweltfreundlichere Methoden setzen, bleibt Bitcoin ein Klimakiller.

Der Bitcoin-Kurs hat sich seit 2021 dramatisch entwickelt: Nach dem Allzeithoch von über 73.000 Dollar Ende 2024 schwankt er zwischen 40.000 und 60.000 Dollar. Trotz aller Volatilität prognostizieren manche Analysten weiterhin Kurse von über 100.000 Dollar.

Der Grund für den anhaltend hohen Wert liegt in der künstlichen Verknappung: Es wird niemals mehr als 21 Millionen Bitcoin geben. Diese bewusst gesetzte Obergrenze macht Bitcoin für Investoren attraktiv – doch die Umweltkosten sind verheerend.

Bitcoin Mining: Anspruchsvolle Hardware nötig

Mining verschlingt so viel Strom wie ganze Länder

Bis zur finalen Bitcoin-Anzahl läuft das energieintensive „Mining“ auf Hochtouren. Gigantische Rechenzentren weltweit – mittlerweile vor allem in den USA, Kasachstan und Russland – versuchen rund um die Uhr, neue Bitcoins zu „schürfen“.

Nach Chinas Mining-Verbot 2021 verlagerte sich die Industrie, doch der Energiehunger blieb ungebrochen. Aktuelle Zahlen sind erschreckend: Das gesamte Bitcoin-Netzwerk verbraucht jährlich etwa 150 Terawattstunden Strom – mehr als Länder wie Argentinien oder die Niederlande. Pro Bitcoin-Transaktion werden rund 700 Kilowattstunden benötigt, genug um einen Haushalt drei Wochen lang zu versorgen.

Der CO2-Fußabdruck ist entsprechend gigantisch: Schätzungen gehen von 65 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr aus. Zum Vergleich: Das entspricht den jährlichen Emissionen der Schweiz.

E-Schrott

Die Hardware zum Mining wird durchschnittlich nur ein Jahr und vier Monate eingesetzt

Zuletzt aktualisiert am 23.02.2026