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CDs und DVDs am Ultrabook nutzen

von | 12.09.2018 | Hardware

Dünner, leichter, schneller: Das ist immer das Motto der neuesten Notebooks und Laptops. Besser mitzunehmen, von überall nutzbar – doch leider bleiben dabei oft nützliche Extras wie das CD-/DVD-Laufwerk auf der Strecke. Während physische Medien in vielen Bereichen durch Cloud-Services und Downloads ersetzt wurden, gibt es noch immer Situationen, in denen ihr auf CDs oder DVDs angewiesen seid. Wir zeigen euch mehrere Lösungswege – von Hardware bis zu modernen digitalen Alternativen.

Externe USB-Laufwerke: Der Klassiker wird smarter

Die naheliegendste Lösung ist nach wie vor ein externes CD-/DVD-Laufwerk per USB. Die gute Nachricht: Die Geräte sind deutlich kompakter und leichter geworden. Moderne USB 3.0 oder USB-C Laufwerke wiegen oft unter 300 Gramm und sind kaum dicker als ein Smartphone. Achtet beim Kauf auf USB-C-Kompatibilität – viele neue Ultrabooks haben nur noch USB-C-Ports.

Wichtige Punkte bei externen Laufwerken:

  • USB-C-Modelle sind zukunftssicherer und oft schneller
  • Einige Laufwerke benötigen zwei USB-Ports für ausreichend Strom – prüft die Spezifikationen
  • Während der Nutzung sollte das Laufwerk stabil stehen und nicht bewegt werden
  • Kosten: zwischen 25-60 Euro je nach Ausstattung

Netzwerk-Freigabe: Clevere Lösung für den Haushalt

Die zweite Variante funktioniert noch immer gut: Findet einen PC mit eingebautem Laufwerk und gebt dieses im Netzwerk frei. Klickt das Laufwerk im Explorer mit der rechten Maustaste an, ruft die Eigenschaften auf und aktiviert die Netzwerkfreigabe. Andere Geräte im gleichen WLAN können dann auf eingelegte CDs oder DVDs zugreifen.

Diese Methode hat einen entscheidenden Vorteil: Ihr müsst kein zusätzliches Gerät kaufen. Allerdings benötigt ihr einen zweiten Computer mit Laufwerk – und beide Geräte müssen gleichzeitig laufen.

Moderne Alternative: Disc-Images erstellen

Eine zeitgemäße Lösung ist das Erstellen von Disc-Images (ISO-Dateien). Programme wie WinCDEmu, Virtual CloneDrive oder das in Windows 11 integrierte Tool können ISO-Dateien als virtuelle Laufwerke mounten. So funktioniert’s:

  1. Erstellt einmalig ISO-Dateien eurer wichtigen CDs/DVDs an einem PC mit Laufwerk
  2. Speichert diese ISOs in der Cloud (OneDrive, Google Drive, etc.)
  3. Ladet bei Bedarf die ISO-Datei herunter und mountet sie als virtuelles Laufwerk

Der Vorteil: Eure „Sammlung“ ist überall verfügbar, die Dateien nehmen wenig Platz weg und ihr braucht kein zusätzliches Hardware.

Cloud-Services und digitale Distribution

Viele Software-Hersteller bieten mittlerweile Download-Links für Käufer physischer Medien. Adobe, Microsoft und andere große Anbieter ermöglichen es, Produktschlüssel von CDs/DVDs für digitale Downloads zu nutzen. Prüft die Herstellerwebsite – oft findet ihr dort eine „Digital Copy“ Option.

Für Spiele ist das noch einfacher: Plattformen wie Steam, Epic Games Store oder GOG akzeptieren oft CD-Keys älterer Spiele und stellen dann die digitale Version bereit.

Mobile Lösungen für unterwegs

Wer viel reist und gelegentlich auf CDs/DVDs angewiesen ist, für den gibt es ultra-portable Lösungen:

  • Smartphone-Apps: Einige Apps können Disc-Inhalte über die Kamera „lesen“ – funktioniert allerdings nur bei Datendiscs
  • Portable Disc-Scanner: Spezialisierte Geräte, die Disc-Inhalte digitalisieren
  • Cloud-Backup-Services: Lasst eure Discs vorab digitalisieren und in der Cloud speichern

Praktische Tipps für den Alltag

Plant voraus: Wenn ihr wisst, dass ihr bestimmte Software oder Daten von Disc benötigt, digitalisiert diese präventiv. Das spart Zeit und Nerven.

Für Firmenkunden gibt es spezielle Lösungen: Viele IT-Dienstleister bieten Disc-Digitalisierung als Service an. Besonders bei größeren Software-Sammlungen oder wichtigen Archivdaten lohnt sich das.

Fazit: Flexibilität ist Trumpf

Das Verschwinden der optischen Laufwerke ist Fluch und Segen zugleich. Moderne Ultrabooks sind dadurch leichter und kompakter geworden. Gleichzeitig zwingt uns das zu kreativeren Lösungen. Die gute Nachricht: Die Alternativen sind oft praktischer als das Original. Cloud-Storage, digitale Distribution und virtuelle Laufwerke bieten mehr Flexibilität als physische CDs oder DVDs.

Wer dennoch regelmäßig auf optische Medien angewiesen ist, sollte in ein hochwertiges externes USB-C-Laufwerk investieren. Für Gelegenheitsnutzer reichen Netzwerk-Freigaben oder die Digitalisierung der wichtigsten Discs völlig aus.

Zuletzt aktualisiert am 07.03.2026

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