Dateinamen sind wichtig, um eine Datei zu finden braucht Ihr aber auch deren Speicherort. Mit unserem Hack lässt sich dieser schnell herausfinden!
Wenn Ihr im Netzwerk arbeitet, dann bewegt Ihr Euch nicht nur auf Datenträgern und lokalen Laufwerken, sondern auch auf Netzlaufwerken. Deren Bezeichnungen sind meist lang und unleserlich. Auch bei einer lokalen Ordnerstruktur kann der Dateiname inklusive seines Speicherorts so lang sein, dass ein Abtippen wenig Spaß macht. Spätestens wenn Ihr mit Kollegen zusammenarbeitet oder technischen Support kontaktieren müsst, braucht Ihr den exakten Pfad einer Datei.
Der Windows Explorer ist das Standardprogramm für den Weg durch die Ordnerstrukturen. Wenn ein Netzwerklaufwerk angesprochen werden soll, dann klickt auf Netzwerk und sucht den Server und das Laufwerk heraus. Alternativ gebt den Namen des Servers mit „\“ am Anfang ein. Um den Pfadnamen weiterzugeben, gibt es mehrere bewährte Möglichkeiten:
- Klickt mit der rechten Maustaste auf die Datei oder den Ordner und dann auf Eigenschaften. Unter Ort findet sich der aktuelle Pfad, der sich markieren und kopieren lässt.
- Markiert Datei oder Ordner, dann klickt im Reiter Start auf Pfad kopieren. Der Pfad (nur der Ordner bei einem Verzeichnis, Ordner und Dateiname, wenn eine Datei angewählt ist) befindet sich direkt in der Zwischenablage.
Schneller mit Tastenkombinationen
Für Poweruser gibt es noch elegantere Wege: Haltet die Shift-Taste gedrückt und klickt mit der rechten Maustaste auf eine Datei oder einen Ordner. Im Kontextmenü erscheint dann die Option „Als Pfad kopieren“. Das spart einen Klick und funktioniert auch bei mehreren markierten Dateien gleichzeitig.
Pfad direkt aus der Adressleiste
Die Adressleiste des Windows Explorers zeigt standardmäßig eine benutzerfreundliche Navigation mit Ordnernamen an. Klickt einmal in die Adressleiste oder drückt Strg + L – schon wird der komplette Pfad als Text angezeigt und lässt sich komplett markieren und kopieren. Das funktioniert übrigens auch rückwärts: Ihr könnt einen kopierten Pfad direkt in die Adressleiste einfügen und werdet sofort zum gewünschten Ordner navigiert.
PowerShell und Eingabeaufforderung nutzen
Wenn Ihr bereits in einem Ordner seid und schnell eine Kommandozeile öffnen wollt, gibt es einen praktischen Trick: Klickt mit der rechten Maustaste bei gedrückter Shift-Taste in einen leeren Bereich des Ordners. Im Kontextmenü erscheint „PowerShell-Fenster hier öffnen“ oder „Eingabeaufforderung hier öffnen“. Die Konsole startet dann direkt im aktuellen Verzeichnis.
Umgekehrt könnt Ihr auch aus der PowerShell heraus den Explorer öffnen: Der Befehl explorer . öffnet den Windows Explorer im aktuellen Verzeichnis der PowerShell.
Pfade für verschiedene Zwecke anpassen
Je nachdem, wofür Ihr den Pfad braucht, müsst Ihr ihn eventuell anpassen. Windows-Pfade verwenden standardmäßig Backslashes (), während viele andere Systeme und Programme Forward-Slashes (/) erwarten. In PowerShell oder bei der Eingabe in bestimmte Programme müsst Ihr manchmal Anführungszeichen um den Pfad setzen, wenn er Leerzeichen enthält.
Batch-Verarbeitung für mehrere Dateien
Wenn Ihr die Pfade von mehreren Dateien gleichzeitig benötigt, markiert einfach alle gewünschten Dateien und verwendet die Pfad-kopieren-Funktion. Windows erstellt dann eine Liste mit allen Pfaden, getrennt durch Zeilenschläge. Das ist besonders praktisch, wenn Ihr eine Liste von Dateipfaden für Scripts oder Batch-Verarbeitungen benötigt.
Troubleshooting bei Netzwerkpfaden
Bei Netzwerkpfaden kann es vorkommen, dass der angezeigte Pfad anders aussieht als der tatsächliche UNC-Pfad (Universal Naming Convention). Wenn Ihr ein Netzlaufwerk als Laufwerksbuchstaben eingebunden habt (z.B. Z:), zeigt die normale Pfad-Funktion nur „Z:OrdnerDatei.txt“ an. Den echten Server- und Freigabepfad seht Ihr, wenn Ihr über das Netzwerk navigiert oder in der PowerShell den Befehl Get-PSDrive verwendet.
Integration in den Workflow
Diese Pfad-Tricks sind besonders nützlich, wenn Ihr:
– Dateien per E-Mail oder Chat-Nachricht weiterleitet
– Bug-Reports oder Support-Anfragen stellt
– Scripts oder Batch-Dateien schreibt
– Backup- oder Synchronisations-Tools konfiguriert
– Mit Remote-Desktop oder Terminal-Servern arbeitet
Die verschiedenen Methoden zum Ermitteln von Dateipfaden gehören zum Grundhandwerk jedes Windows-Users. Je nach Situation ist mal die eine, mal die andere Methode praktischer – probiert sie alle aus und findet euren persönlichen Favoriten.
Zuletzt aktualisiert am 22.02.2026
