Der Import von Daten in Excel ist meist ein einfacher und unkomplizierter Vorgang. Es sei denn, Felder werden nicht richtig erkannt. Wir haben eine Lösung dafür!
Excel ist für viele Daten das Zielformat. Schließlich könnt Ihr in keiner Software Daten mit so vielen Möglichkeiten verarbeiten, umrechnen und darstellen. Allerdings werdet Ihr in den seltensten Fällen die Daten direkt in Excel eingeben, meist kommen diese aus anderen Quellen. Beispielsweise Textdateien, die Ihr in Excel importiert, meist in Form von CSV-Dateien. Moderne Excel-Versionen haben zwar die Datenkonvertierung deutlich verbessert, aber das Grundproblem bleibt bestehen.
Das leidige Zahlenformat
Excel orientiert sich mit den verwendeten Formaten immer an den Regionaleinstellungen des Windows-Systems, mit dem Ihr Excel benutzt. Dazu gehören Währungen, Datum und Uhrzeit und eben auch das Zahlenformat. Das unterscheidet sich innerhalb der Welt: Viele Länder – wie Deutschland und die meisten Europäischen Staaten – verwenden das Komma als Trenner zwischen ganzzahligem und Dezimal-Teil einer Zahl, andere wie Großbritannien und die USA den Punkt. Wenn Ihr nun eine Datenquelle aus den USA habt, dann wird der Betrag 3,99 als 3.99 geliefert.
Das Problem: Excel macht aus 3.99 ein Datum, im Beispiel „März 99“. Nur da, wo es aus der Zahl kein Datum formen kann, legt es die Zelle als Zahl ab. Das bringt Datenreihen gehörig durcheinander, lässt sich aber mit wenig Aufwand umstellen.
Besonders problematisch wird es bei größeren Datensätzen aus unterschiedlichen Quellen. E-Commerce-Plattformen, APIs von internationalen Services oder Datenexporte aus amerikanischen Tools verwenden standardmäßig den Punkt als Dezimaltrennzeichen. Excel 2024 und Microsoft 365 haben zwar erweiterte Auto-Erkennungsfunktionen, aber bei gemischten Datenformaten versagen auch diese intelligenten Algorithmen.
Umstellen des Zahlenformats in Excel
Ihr könnt das Zahlenformat, das Excel verwendet bzw. bei einem Import von Daten erwartet, umstellen:
- Klickt in Excel auf Datei > Optionen.
- In den Kategorien klickt auf Erweitert und rollt dann hinunter bis zu Bearbeitungsoptionen.
- Im Standard ist hier Trennzeichen vom Betriebssystem übernehmen aktiviert.
- Wenn Ihr einen Wechsel des Dezimaltrennzeichens vornehmen wollt, dann deaktiviert diese Option.
- Gebt unter Dezimaltrennzeichen und Tausendertrennzeichen das entsprechende Zeichen („,“ oder „.“) ein und bestätigt die Eingabe durch einen Klick auf OK.
Das neue Zahlenformat wird nun automatisch berücksichtigt. Ihr müsst nur darauf achten, die Zahlen manuell auch im richtigen Format einzugeben!
Moderne Import-Methoden in Excel
Seit Excel 2021 und in Microsoft 365 hat Microsoft die Datenimport-Features erheblich erweitert. Die neuen „Daten abrufen“-Funktionen bieten deutlich mehr Kontrolle über den Import-Prozess:
- Über Daten > Daten abrufen > Aus Datei > Aus Text/CSV erreicht Ihr den erweiterten Import-Dialog.
- Hier seht Ihr eine Live-Vorschau der Daten und könnt für jede Spalte einzeln das Datenformat festlegen.
- Besonders praktisch: Die automatische Erkennung von Dezimaltrennzeichen funktioniert hier deutlich zuverlässiger.
- Mit dem Power Query Editor könnt Ihr sogar komplexe Transformationen direkt beim Import durchführen.
Import von Daten in Excel
Um Textdaten in Excel zu importieren, nutzt folgendes Vorgehen.
- Klickt auf Datei > Öffnen, dann stellt das Dateiformat im Öffnen-Dialog auf CSV um.
- Excel wie auch Numbers zeigen Euch jetzt einen Beispielausschnitt aus der CSV-Datei an und fragen ab, welches Trennzeichen verwendet wird.
- Folgt den weiteren Anweisungen der Tabellenkalkulation.
- Ihr bekommt die einzelnen Datenfelder nun in einzelnen Spalten dargestellt.
Die so erzeugte Tabelle solltet Ihr dann im Excel-Format speichern (als .XLSX).
Profi-Tipp: Formatierung nachträglich korrigieren
Falls Ihr bereits Daten importiert habt und Excel diese falsch interpretiert hat, müsst Ihr nicht von vorne anfangen. Markiert die betroffenen Zellen und nutzt die Funktion „Text in Spalten“ aus dem Daten-Menü. Hier könnt Ihr das Dezimaltrennzeichen nachträglich korrigieren lassen.
Alternativ hilft die Suchen-und-Ersetzen-Funktion (Strg+H): Sucht nach Punkten und ersetzt sie durch Kommata – oder umgekehrt. Achtet dabei darauf, dass Ihr nur die Dezimalstellen erwischt und nicht versehentlich Tausendertrennzeichen oder Datumswerte verändert.
Bei größeren Datensätzen lohnt sich auch ein Blick auf Power BI, Microsofts Business Intelligence Tool. Es kann direkt aus Excel heraus gestartet werden und bietet noch erweiterte Möglichkeiten für den Umgang mit verschiedenen Zahlenformaten aus internationalen Datenquellen.
Zuletzt aktualisiert am 20.02.2026







