Hardware-Monitoring: System-Infos permanent auf dem Desktop

von | 03.06.2016 | Windows

Windows 11 und auch noch Windows 10 haben die praktischen Desktop-Gadgets längst abgeschafft – aber manchmal wäre es schon praktisch, wichtige System-Infos permanent im Blick zu haben. Wer wissen will, wie stark CPU und RAM gerade beansprucht werden oder welche Temperaturen die Hardware erreicht, muss normalerweise erst den Task-Manager oder andere Tools öffnen.

Die kostenlose App Sidebar-Diagnostics löst dieses Problem elegant und bringt alle wichtigen Hardware-Informationen dauerhaft auf den Desktop. Das schlanke Tool zeigt in Echtzeit die Auslastung von Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte und Festplatten an – wahlweise links, rechts oder oben am Bildschirmrand angedockt.

Was Sidebar-Diagnostics alles kann

Das Tool ist deutlich mehr als nur ein simpler Hardware-Monitor. Ihr bekommt detaillierte Informationen über:

  • CPU-Auslastung pro Kern mit Temperaturen und Taktraten
  • RAM-Verbrauch mit verfügbarem Speicher und Swap-Nutzung
  • GPU-Auslastung und VRAM-Verwendung (auch bei mehreren Grafikkarten)
  • Festplatten-Aktivität und verfügbarer Speicherplatz
  • Netzwerk-Traffic mit Upload- und Download-Geschwindigkeiten
  • Lüftergeschwindigkeiten und weitere Sensordaten

Besonders praktisch: Das Tool unterstützt moderne Hardware vollständig, einschließlich der neuesten Intel-13th-Gen- und AMD-Ryzen-7000-Prozessoren sowie aktueller RTX-40- und RX-7000-Grafikkarten.

Anpassung nach eigenem Geschmack

Sidebar-Diagnostics ist hochgradig anpassbar. In den Einstellungen könnt ihr genau festlegen, welche Informationen angezeigt werden sollen. Wer nur CPU und RAM im Blick behalten möchte, kann alle anderen Bereiche ausblenden. Gaming-Enthusiasten aktivieren zusätzlich GPU-Monitoring und Temperaturen.

Die Darstellung lässt sich ebenfalls komplett personalisieren: verschiedene Themes, Schriftgrößen, Farben und Transparenz-Effekte sorgen dafür, dass das Tool optisch zu eurem Desktop passt. Auf Multi-Monitor-Setups könnt ihr frei wählen, auf welchem Bildschirm die Sidebar erscheinen soll.

Ein cleveres Feature: Das Tool kann sich automatisch ausblenden, wenn ihr mit anderen Anwendungen arbeitet, und taucht erst wieder auf, wenn der Desktop sichtbar wird. So stört es nie beim Gaming oder produktiven Arbeiten.

Installation und Performance

Sidebar-Diagnostics kommt als portable Anwendung daher – eine Installation ist nicht nötig. Einfach die EXE-Datei starten und loslegen. Das Tool ist extrem ressourcenschonend und verbraucht selbst bei permanenter Anzeige kaum Systemleistung.

Für Power-User gibt es praktische Tastenkürzel, um die Sidebar schnell ein- und auszublenden oder zwischen verschiedenen Ansichtsmodi zu wechseln. Wer das Tool dauerhaft nutzen möchte, kann es einfach in den Windows-Autostart einbinden.

Alternativen und Konkurrenz

Natürlich gibt es auch andere System-Monitoring-Tools wie HWiNFO64, MSI Afterburner oder das neue Windows 11 Widget für die Systemleistung. Sidebar-Diagnostics punktet aber durch seine permanente Desktop-Integration und die sehr saubere, übersichtliche Darstellung ohne Schnickschnack.

Im Vergleich zu Hardware-Monitoring-Giganten wie AIDA64 ist Sidebar-Diagnostics zwar weniger umfangreich, dafür aber kostenlos und genau auf den Anwendungszweck „Quick Info“ zugeschnitten.

Besonders nützlich für Gaming und Content Creation

Gamer profitieren enorm von der dauerhaften Anzeige der Hardware-Auslastung. So seht ihr sofort, ob ein Spiel die CPU oder GPU an die Grenzen bringt, ohne Alt+Tab drücken zu müssen. Content Creator können beim Rendern von Videos oder beim Streaming die Systemlast permanent überwachen.

Auch für Overclocker ist das Tool Gold wert: Temperaturen und Taktraten sind permanent sichtbar, sodass ihr sofort merkt, wenn die Hardware zu heiß wird oder instabil läuft.

GRATIS-Download für Windows 7, 8, 8.1, 10, 11:
https://github.com/ArcadeRenegade/SidebarDiagnostics/releases

sidebardiagnostics

Fazit: Praktisches Tool für Hardware-Enthusiasten

Sidebar-Diagnostics füllt eine echte Lücke im Windows-Ökosystem. Wer regelmäßig die Hardware-Auslastung im Blick behalten möchte, bekommt hier ein schlankes, kostenloses und zuverlässiges Tool. Die Anpassungsmöglichkeiten sind umfangreich, die Performance-Impact minimal.

Einziger Wermutstropfen: Das Projekt wird nur sporadisch weiterentwickelt. Für den täglichen Gebrauch ist die aktuelle Version aber vollkommen ausreichend und funktioniert auch mit den neuesten Windows-11-Updates problemlos.

Zuletzt aktualisiert am 08.04.2026