DSL-Verbindung: Abbrüche analysieren und vermeiden

DSL-Verbindung: Abbrüche analysieren und vermeiden

Eure Internetverbindung ist die Basis für fast alles, was Ihr an Eurem Rechner macht. Wenn die dauernd abbricht, dann stört das gewaltig. Wir zeigen Euch Ursachen und Abhilfe.

Internetstörungen müssen nicht intern sein

Der größte Fehler, den Ihr machen könnt, ist bei einer Störung des Internets in Aktionismus zu verfallen. Sehr schnell habt Ihr vermeintlich die störende Einstellung korrigiert. Das behebt den Fehler nicht, aber ändert Eure Konfiguration, und Ihr handelt Euch noch mehr Probleme ein. Darum: Oft ist eine Störung der Internetverbindung kein Problem bei Euch in der Wohnung, sondern beim Anbieter. Checkt also als allererstes die Störungsseiten im Internet. Wenn da eine Störung angezeigt wird, dann braucht Ihr erst mal nicht weiter suchen.

Internet- oder WLAN-Störung?

Oft ist es nicht das Internet, das gestört ist, sondern Eure Verbindung dahin, die ja meist aus dem WLAN Eures Routers besteht. Das solltet Ihr überprüfen:

  • Ist das WLAN-Symbol bei Windows oder macOS sichtbar uns zeigt eine Verbindung an?
  • Erreicht Ihr die Weboberfläche Eures Routers noch? Normalerweise könnt Ihr die über Euren Browser unter 192.168.0.1 oder einer speziellen Webadresse erreichen. Die findet Ihr in der Anleitung zu Eurem Router.

Ist einer der beiden Punkte nicht erfüllt, dann startet Euren Router neu. Hier findet Ihr Hacks, die Ihr bei WLAN-Problemen probieren könnt. Komplexere Probleme könnt Ihr mit Tools wie InSSIDler analysieren und lösen.

DSL-Verbindung: Abbrüche analysieren und vermeiden

Probleme bei der DSL-Stabilität?

Ein wenig schwieriger wird es, wenn die Ursache wirklich die physische Leitung nach draußen ist. Je nach Alter Eures Hauses und der darin verlegten Leitungen kann es sein, dass die Leitung Störungen nimmt. Das können Spannungsschwankungen in der Stromleitung sein, der Nachbar, der die Waschmaschine im Nachbarkeller anwirft, ein anderes nicht korrekt abgeschirmtes Gerät in der Nähe der Leitung. Das Problem stellt sich vor allem dann, wenn Ihr eine sehr schnelle Internetleitung habt, beispielsweise 250MBit/s.

  • Wird diese mit voller Kapazität genutzt, dann kommen die physischen (Kupfer-) Leitungen schnell an ihre Grenzen.
  • Das kann zu Abbrüchen der Verbindung führen.
  • Jeder Router hat eine Liste der Ereignisse. Bei einer FritzBox beispielsweise findet Ihr die unter System > Ereignisse.

DSL-Verbindung: Abbrüche analysieren und vermeiden

Wenn Ihr darin regelmäßig Meldungen wie die oben findet, dann solltet Ihr die Fehlertoleranz des Routers erhöhen. Am Beispiel einer FritzBox (bei anderen Routern ist der Weg aber ähnlich):

  • Wechselt über die Weboberfläche des Routers auf Internet > DSL-Informationen > Störsicherheit.
  • Unter Einstellungen Störsicherheit findet Ihr diverse Regler, deren rechtes Ende die maximale Performance, also die höchstmögliche Geschwindigkeit Eurer Internetverbindung anzeigt und im Standard eingestellt ist.
  • Je weiter Ihr diese Regler nach links zieht, desto weniger störempfindlich ist der Router, allerdings wird die Verbindung mit jeder Stufe auch ein wenig langsamer.
  • Als Richtwert: Bei einer Leitung mit 250 MBit/s Nenngeschwindigkeit kommt Ihr nachher auf knapp 200MBit/s. Wenn die dann aber ohne Abbrüche genutzt werden können, dann ist es das auf jeden Fall wert!
  • Ebenfalls anhaken solltet Ihr die Option DSL-Syncrate begrenzen auf verfügbare Bitrate. Das lässt die Synchronisation Eures Routers mit dem DSL-Netz weniger schnell abbrechen.

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