Wer beispielsweise seinen Mobilfunkanbieter wechselt oder sich eine neue Telefonnummer zulegt, hat diese anfangs vielleicht nicht immer direkt im Gedächtnis. Die eigene Rufnummer auf dem Telefon zu finden, ist aber gar nicht immer so leicht – besonders bei Android-Geräten verstecken die Hersteller diese Information gerne in den Tiefen der Einstellungen.
Android: Versteckspiel in den Einstellungen
Android-Nutzer finden die Telefonnummer sehr versteckt im Menü des Smartphones. Der Weg führt über Einstellungen, dann den Punkt Über das Telefon (bei Samsung-Geräten oft „Geräteinformationen“ genannt). Hier Status oder SIM-Status auswählen. Bei neueren Android-Versionen (Android 12 und höher) müsst ihr eventuell zusätzlich auf SIM-Karten-Status tippen und die entsprechende SIM-Karte auswählen, falls das Smartphone mehrere Slots dafür bietet.
Bei manchen Herstellern wie Xiaomi oder OnePlus findet sich die Nummer auch direkt unter Einstellungen > SIM-Karten & mobile Netzwerke. Samsung versteckt sie gerne unter Einstellungen > Verbindungen > SIM-Manager. Neben vielen anderen technischen Informationen wie IMEI-Nummer und Netzwerktyp findet sich hier auch die Nummer, über die das Telefon zu erreichen ist.
iPhone: Einfach und logisch platziert
Wer ein iPhone besitzt, hat es da wesentlich einfacher. Apple hat die Anzeige der eigenen Nummer deutlich benutzerfreundlicher gelöst. Einfach die Telefon-App öffnen und auf Kontakte tippen. Ganz oben an erster Stelle der Kontaktliste wird die eigene Telefonnummer als Meine Nummer angezeigt (in älteren iOS-Versionen noch „Mein iPhone“ genannt).
Alternativ führt der Weg über Einstellungen > Telefon. Hier seht ihr unter „Meine Nummer“ direkt die aktuell verwendete Rufnummer. Bei iPhones mit Dual-SIM werden beide Nummern übersichtlich angezeigt.
GSM-Codes: Der klassische Weg über USSD
Alternativ kann die eigene Telefonnummer auch direkt vom Netzanbieter abgerufen werden. Hierzu die Telefon-App öffnen und je nach Anbieter folgenden GSM-Code wie eine normale Telefonnummer wählen und die Anruftaste drücken:
- Telekom: *135# (kostenlos)
- Vodafone: *#62# oder *100# (kostenlos)
- O2: *101# (kostenlos)
- 1&1: *101# (kostenlos)
- Congstar: *100# (kostenlos)
- Aldi Talk: *100# (kostenlos)
Diese sogenannten USSD-Codes (Unstructured Supplementary Service Data) funktionieren herstellerübergreifend auf allen Smartphones und sind besonders praktisch, wenn das Handy die Nummer in den Einstellungen nicht korrekt anzeigt.
Warum wird die Nummer manchmal nicht angezeigt?
Manchmal zeigt das Smartphone „Unbekannt“ oder gar keine Nummer an. Das passiert häufig bei:
- Prepaid-Karten, die noch nicht vollständig aktiviert wurden
- SIM-Karten von Drittanbietern oder virtuellen Netzbetreibern
- Geschäftlichen Tarifen mit speziellen Konfigurationen
- Nach einem Anbieterwechsel mit Rufnummernmitnahme, wenn die Portierung noch nicht abgeschlossen ist
In diesen Fällen helfen die GSM-Codes weiter oder ihr fragt direkt beim Kundenservice eures Anbieters nach.
Dual-SIM: Mehrere Nummern im Blick behalten
Bei Smartphones mit zwei SIM-Karten-Slots wird es etwas komplizierter. Moderne Android-Geräte zeigen in den SIM-Einstellungen beide Nummern getrennt an. Ihr könnt dort auch festlegen, welche SIM für Anrufe, SMS und mobile Daten standardmäßig verwendet werden soll.
iPhones ab dem iPhone XS unterstützen ebenfalls Dual-SIM (eine physische SIM plus eSIM). In den Telefoneinstellungen werden beide Nummern klar getrennt angezeigt, inklusive der von euch vergebenen Labels wie „Privat“ oder „Geschäftlich“.
eSIM: Die digitale SIM-Karte
Bei eSIM-Tarifen (embedded SIM) funktionieren die beschriebenen Wege genauso. Die digitale SIM verhält sich aus Sicht des Betriebssystems wie eine normale SIM-Karte. Alle großen deutschen Netzbetreiber bieten mittlerweile eSIM-Profile an, die besonders bei Apple Watch, iPad oder neueren iPhones zum Einsatz kommen.
Tipp für Vergessliche
Wenn ihr eure Nummer häufiger braucht, speichert sie am besten als Kontakt ab oder schreibt sie euch in die Notizen-App. Bei geschäftlichen Handys lohnt es sich auch, einen Aufkleber mit der Nummer auf die Rückseite oder das Case zu kleben – das spart Zeit bei der Weitergabe an Kunden oder Kollegen.
Zuletzt aktualisiert am 29.03.2026

