Dropdown-Listen in Word erstellen: Profi-Formulare einfach gemacht

von | 20.12.2019 | Office, Tipps

Wenn ihr ein Formular in Word entwerfen wollt, dann ist es oft so, dass ihr darin bestimmte Formularfelder braucht. Statt frei Text einzutragen soll der Ausfüllende einfach nur aus einer Liste vorgefertigter Optionen eine Auswahl treffen. Dazu erlaubt Word das Einrichten von Dropdown-Listen, die genau diese Auswahlmöglichkeiten anzeigen. Wir zeigen euch, wie das funktioniert!

Diese Funktion hat Word gut versteckt, aber sie ist unglaublich praktisch für alle Arten von Formularen – egal ob für Umfragen, Anträge oder Datenerfassung. Bewegt den Cursor an die Position im Text, an der das Auswahlfeld erscheinen soll. Dann klickt auf die Registerkarte Entwicklertools.

Wenn ihr die Registerkarte nicht sehen könnt, müsst ihr sie erst aktivieren: Geht zu Datei > Optionen > Menüband anpassen und setzt einen Haken bei Entwicklertools. Das ist ein einmaliger Schritt, danach habt ihr dauerhaft Zugriff auf diese mächtigen Formular-Features.

Sucht mit dem Mauszeiger und dem daran erscheinenden Hilfetext das Symbol für Kombinationsfeld-Inhaltssteuerelement und klickt darauf. Alternativ könnt ihr auch das Dropdown-Listen-Inhaltssteuerelement verwenden – beide erfüllen ähnliche Zwecke, haben aber leicht unterschiedliche Eigenschaften.

Lasst den Cursor in dem neuen Feld stehen und klickt dann auf Entwicklertools > Eigenschaften. Hier öffnet sich das Herzstück der Konfiguration. Im Eigenschaften-Dialog könnt ihr nicht nur die Listenwerte definieren, sondern auch wichtige Einstellungen wie den Titel des Steuerelements und ob es beim Ausfüllen des Formulars gelöscht werden kann.

Klickt dann auf Hinzufügen und gebt die erste Listenposition der Auswahlliste ein. Dabei könnt ihr sowohl den Anzeigenamen als auch einen Wert definieren. Der Anzeigename ist das, was der Benutzer sieht, während der Wert das ist, was intern gespeichert wird – praktisch für Codes oder Abkürzungen. Macht das für alle Einträge in der Liste.

Wenn ihr zwischenzeitlich feststellt, dass die Reihenfolge der Einträge nicht stimmt, dann könnt ihr das korrigieren. Klickt einen umzuordnenden Eintrag an, dann klickt auf Nach oben oder Nach unten. Ihr könnt auch Einträge löschen oder nachträglich bearbeiten – das macht die Pflege eurer Listen sehr flexibel.

Ein Profi-Tipp: Aktiviert die Option Inhaltssteuerelement kann nicht gelöscht werden, wenn ihr sicherstellen wollt, dass niemand versehentlich eure sorgfältig erstellte Dropdown-Liste entfernt. Das ist besonders wichtig bei Formularen, die von vielen Personen verwendet werden.

Schließt die Anlage der Liste durch einen Klick auf OK ab. Die Werte sind nun in der Auswahlliste gespeichert. Im Dokument klickt ihr nun auf den Pfeil nach unten in der Liste und wählt dann einen Wert aus. Nur die angegebenen Werte sind zulässig – das verhindert Eingabefehler und standardisiert eure Datenerfassung.

Für noch mehr Kontrolle könnt ihr euer Formular schützen: Geht zu Entwicklertools > Dokument schützen und wählt Bearbeitung einschränken. Dort könnt ihr festlegen, dass nur das Ausfüllen von Formularen erlaubt ist. So bleiben eure Formatierungen und Texte unverändert, während Benutzer trotzdem die Dropdown-Listen verwenden können.

Moderne Word-Versionen bieten auch erweiterte Möglichkeiten: Ihr könnt Dropdown-Listen mit anderen Steuerelementen verknüpfen oder sogar externe Datenquellen anzapfen. Für komplexere Formulare lohnt sich auch ein Blick auf Word-Online, wo ihr ähnliche Funktionen direkt im Browser nutzen könnt – praktisch für Teams, die gemeinsam an Formularen arbeiten.

Diese Technik eignet sich perfekt für Kundenbewertungen („Sehr gut“, „Gut“, „Befriedigend“), Statusangaben („Neu“, „In Bearbeitung“, „Erledigt“) oder Kategorisierungen. Kombiniert mit anderen Inhaltssteuerelementen wie Datumswählern oder Kontrollkästchen erstellt ihr so professionelle, benutzerfreundliche Formulare, die Zeit sparen und Fehler reduzieren.

Zuletzt aktualisiert am 02.03.2026