Evernote: Intelligente Einkaufslisten mit KI-Features erstellen

von | 07.12.2015 | Windows

Wer seinen Einkaufs-Zettel nicht mehr auf Papier schreiben will, kann ihn auch einfach digital anlegen – zum Beispiel mit der kostenlosen Evernote-App. Dann könnt ihr die Checkliste am PC oder Mac schreiben und habt sie automatisch auch unterwegs dabei.

Evernote hat sich seit 2023 zu einem der stabilsten Notiz-Apps entwickelt, nachdem das Unternehmen seine Performance-Probleme gelöst hat. Die Integration von KI-Features macht die App besonders für organisierte Nutzer interessant, die ihre Einkäufe strukturiert planen wollen.

evernote-icon

So fügt ihr ankreuzbare Kästchen in eine Evernote-Notiz ein:

  • Am iPad, in Windows und am Mac: Die Format-Symbolleiste enthält das Checkbox-Symbol. Ein Klick oder Fingertipp genügt, um ein ankreuzbares Feld einzufügen. Seit dem Update 2025 ist das Symbol prominenter platziert und reagiert schneller.
  • Am iPhone: Startet die Evernote-App und tippt auf das A-Symbol in der unteren Symbolleiste. Die Formatierungs-Optionen erscheinen. Jetzt auf das Checkbox-Symbol tippen.
  • In Android: Wischt die Leiste über der Tastatur nach links, sodass erweiterte Formatierungs-Optionen sichtbar werden. Dann auf das Checkbox-Icon tippen.

Neue Features für bessere Einkaufslisten

Evernote hat 2024 und 2025 einige nützliche Features hinzugefügt, die Einkaufslisten noch praktischer machen:

Intelligente Kategorisierung: Die KI erkennt automatisch Produktkategorien und kann eure Liste nach Supermarkt-Bereichen sortieren. Schreibt einfach „Milch, Brot, Äpfel, Shampoo“ und Evernote schlägt eine Gruppierung vor: Molkereiprodukte, Backwaren, Obst, Drogerie.

Preisschätzung: In Kooperation mit Preisvergleichs-Diensten zeigt Evernote geschätzte Preise für häufig gekaufte Artikel an. Das hilft beim Budgetplanen.

Standort-basierte Erinnerungen: Ihr könnt euren Einkaufszettel mit Geo-Erinnerungen verknüpfen. Sobald ihr in der Nähe eures Supermarkts seid, erhaltet ihr automatisch eine Benachrichtigung.

Geteilte Listen für Familien

Besonders praktisch: Einkaufslisten lassen sich problemlos mit Familienmitgliedern oder WG-Partnern teilen. Jeder kann Punkte hinzufügen oder abhaken. Die Synchronisation funktioniert in Echtzeit – wenn jemand „Milch“ abhakt, seht ihr das sofort.

So geht’s: Öffnet die Notiz, tippt auf „Teilen“ und wählt die Personen aus euren Kontakten. Sie erhalten eine Einladung und können die Liste bearbeiten, ohne selbst ein Evernote-Konto zu benötigen.

Alternative: Sprachnotizen für schnelle Ergänzungen

Wer keine Lust aufs Tippen hat, nutzt Evernotes verbesserte Spracherkennung. Sagt einfach „Evernote, füge Tomaten zur Einkaufsliste hinzu“ und die App ergänzt automatisch den entsprechenden Punkt mit Checkbox.

Die Spracherkennung versteht mittlerweile auch Mengenangaben: „2 Kilo Kartoffeln“ oder „eine große Packung Waschpulver“ werden korrekt erfasst.

Integration mit anderen Apps

Evernote arbeitet seit 2024 enger mit Rezept-Apps zusammen. Wenn ihr in Apps wie Chefkoch oder Kitchen Stories ein Rezept speichert, könnt ihr die Zutatenliste direkt als Evernote-Checkliste exportieren.

Auch die Integration mit Alexa und Google Assistant funktioniert reibungslos: „Hey Google, füge Eier zu meiner Evernote-Einkaufsliste hinzu.“

Tipps für optimale Nutzung

Erstellt Vorlagen für wiederkehrende Einkäufe. Eine „Standard-Wocheneinkauf“-Vorlage mit den üblichen Verdächtigen spart Zeit. Kopiert einfach die Vorlage und ergänzt spezielle Wünsche.

Nutzt Tags für verschiedene Geschäfte: #rewe #dm #baumarkt. So findet ihr schnell die richtige Liste.

Evernote zeigt abgehakte Punkte standardmäßig durchgestrichen an, löscht sie aber nicht. Das ist praktisch, um den Überblick zu behalten oder später zu sehen, was ihr gekauft habt.

Fazit: Mehr als nur digitales Papier

Evernote hat sich von einer simplen Notiz-App zu einem intelligenten Organisationsassistenten entwickelt. Für Einkaufslisten bietet es deutlich mehr als nur digitale Checkboxen: KI-Unterstützung, Preisschätzungen, smarte Kategorisierung und nahtlose Integration in euren digitalen Alltag.

Die kostenlose Version reicht für private Einkaufslisten vollkommen aus. Wer die erweiterten KI-Features nutzen möchte, kann auf Evernote Personal (8,99 Euro/Monat) upgraden.

Zuletzt aktualisiert am 11.04.2026