Favicons im Safari-Browser sichtbar machen

von | 18.10.2017 | macOS

Safari zeigt standardmäßig keine Favicons in seinen Tabs an – ein echter Nachteil beim Navigieren zwischen vielen offenen Webseiten. Während Chrome, Firefox und Edge diese kleinen Website-Symbole längst anzeigen, bleibt Safari dabei, nur den Seitentitel zu verwenden. Das macht es schwer, schnell den gewünschten Tab zu finden.

Glücklicherweise gibt es eine elegante Lösung: Faviconographer bringt die vermissten Favicons in eure Safari-Tabs zurück. Die kostenlose App zeichnet die Website-Icons direkt in das Safari-Fenster und macht das Surfen deutlich übersichtlicher.

Was sind Favicons eigentlich?

Favicons sind kleine 16×16 oder 32×32 Pixel große Symbole, die Websites zur schnellen Wiedererkennung verwenden. Ihr findet sie normalerweise in der Adressleiste, in Bookmarks oder eben in Browser-Tabs. Jede professionelle Website hat ein solches Icon – Safari ignoriert sie nur hartnäckig.

Die Gründe für Apples Entscheidung sind nachvollziehbar: Favicons können die Tab-Leiste unübersichtlich machen und bei vielen Tabs wird der verfügbare Platz knapp. Trotzdem wünschen sich viele Nutzer diese visuelle Orientierungshilfe zurück.

Faviconographer: Die praktische Lösung

Faviconographer ist eine schlanke macOS-App, die genau dieses Problem löst. Nach der Installation läuft sie diskret im Hintergrund und fügt automatisch Favicons zu euren Safari-Tabs hinzu. Die App erkennt dabei intelligent, wann es sinnvoll ist: Erst bei mehreren geöffneten Tabs werden die Icons aktiv.

Die Installation ist denkbar einfach: Ladet Faviconographer von der offiziellen Website herunter und startet die App. Anschließend müsst ihr noch eine wichtige Berechtigung erteilen.

Einrichtung in wenigen Schritten

Nach der Installation öffnet ihr die Systemeinstellungen und navigiert zu Datenschutz & Sicherheit. Dort findet ihr den Bereich Bedienungshilfen. Entsperrt die Einstellungen mit eurem Administrator-Passwort oder Touch ID und fügt Faviconographer zur Liste der berechtigten Apps hinzu.

Diese Berechtigung ist notwendig, weil die App auf das Safari-Fenster zugreifen muss, um die Favicons zu zeichnen. Keine Sorge – Faviconographer sammelt keine Daten und funktioniert komplett offline.

So funktioniert die App in der Praxis

Sobald Faviconographer läuft und die nötigen Berechtigungen hat, erscheinen die Favicons automatisch. Die App erkennt intelligently, welche Website in welchem Tab geladen ist, lädt das entsprechende Favicon und platziert es links neben dem Tab-Titel.

Besonders praktisch: Die App funktioniert nur bei aktiven Safari-Fenstern und mehreren geöffneten Tabs. Bei einem einzigen Tab bleiben die Favicons ausgeblendet, da sie dort nicht wirklich nützlich wären.

Alternativen und Konkurrenz

Neben Faviconographer gibt es noch andere Tools wie „Safari Favicon Enabler“ oder Browser-Erweiterungen, die ähnliche Funktionen bieten. Faviconographer hat sich aber als besonders stabil und ressourcenschonend erwiesen.

Eine weitere Alternative ist der Umstieg auf andere Browser wie Arc, Chrome oder Firefox, die Favicons nativ unterstützen. Wer aber bei Safari bleiben möchte – etwa wegen der besseren macOS-Integration oder Akkulaufzeit – findet in Faviconographer die perfekte Ergänzung.

Performance und Stabilität

Faviconographer läuft sehr sparsam im Hintergrund und beeinflusst die Safari-Performance nicht merklich. Die App wird regelmäßig aktualisiert und funktioniert mit allen aktuellen macOS- und Safari-Versionen problemlos.

Ein kleiner Wermutstropfen: Bei Safari-Updates kann es gelegentlich vorkommen, dass die App kurzzeitig nicht funktioniert, bis der Entwickler ein Update bereitstellt. Das passiert aber selten und wird meist schnell behoben.

Fazit: Endlich übersichtliche Safari-Tabs

Faviconographer macht Safari deutlich benutzerfreundlicher, ohne dabei aufdringlich zu sein. Die kostenlose App ist eine praktische Lösung für alle, die viele Tabs gleichzeitig öffnen und dabei den Überblick behalten möchten.

Die Installation dauert nur wenige Minuten und danach läuft alles automatisch. Wer schon einmal in einem Tab-Chaos versunken ist, wird die kleinen Icons schnell zu schätzen wissen.

https://faviconographer.com

Zuletzt aktualisiert am 01.04.2026