Wie in anderen Programmen zur Bearbeitung von Bildern gibt es auch in GIMP viele unterschiedliche Werkzeuge, zwischen denen man per Klick auf das jeweilige Symbol wechseln kann. Allerdings gibt es für Nutzer, die gern die Tastatur verwenden, für jedes Werkzeug auch einen zugeordneten Buchstaben – ein Feature, das euren Workflow erheblich beschleunigen kann.
GIMP 2.10 und die neueste Version 3.0, die Ende 2024 erschienen ist, haben diese Tastaturkürzel beibehalten und sogar erweitert. Das macht Sinn, denn professionelle Bildbearbeitung lebt von einem flüssigen Arbeitsablauf, bei dem jeder Klick zählt.
Werkzeug-Shortcuts schnell ermitteln
Welcher Buchstabe zu welchem Werkzeug gehört, lässt sich mit einem Trick schnell ermitteln. Dazu startet man GIMP als Erstes und klickt dann oben im Menü auf Werkzeuge.
Anschließend mit der Maus auf einen der Einträge in diesem Menü fahren, wodurch die zugehörigen Werkzeuge aufgelistet werden. Auf der rechten Seite ist dabei auch jeweils der Buchstabe angegeben, mit dem sich das jeweilige Werkzeug schnell aktivieren lässt.
Die wichtigsten GIMP-Shortcuts im Überblick
Hier sind die gebräuchlichsten Tastenkürzel für die tägliche Arbeit:
- R = Rechteck-Auswahl
- E = Ellipse-Auswahl
- F = Freie Auswahl (Lasso)
- U = Unscharf-Auswahl (Fuzzy Select)
- Shift + O = Farbbereich auswählen
- I = Intelligente Schere
- P = Pfad-Werkzeug
- O = Farbauswahl
- Z = Zoom
- M = Verschieben
- Shift + C = Zuschneiden
- Shift + R = Drehen
- Shift + S = Skalieren
- Shift + P = Perspektive
- Shift + T = Text
- N = Pinsel
- Shift + P = Bleistift
- K = Airbrush
- C = Klonen
- H = Heilen
- S = Weichzeichnen/Schärfen
- Shift + U = Nachbelichten/Abwedeln
- G = Füllen mit Vordergrundfarbe
Neue Features in GIMP 3.0
Mit GIMP 3.0 hat sich einiges getan. Die neue Version basiert auf GTK3, unterstützt endlich vollständig CMYK-Farbräume und bietet verbesserte Unterstützung für Grafiktabletts. Besonders praktisch: Die Werkzeug-Shortcuts funktionieren jetzt noch konsistenter, auch wenn ihr zwischen verschiedenen Arbeitsbereichen wechselt.
Ein weiterer Pluspunkt: GIMP 3.0 merkt sich eure bevorzugten Werkzeugeinstellungen pro Sitzung besser und die Umschaltung zwischen Werkzeugen via Tastatur ist spürbar flüssiger geworden.
Eigene Shortcuts definieren
Ihr könnt die Standard-Tastenkürzel auch anpassen. Geht dazu auf Bearbeiten > Einstellungen > Eingabegeräte > Tastaturkürzel konfigurieren. Dort seht ihr alle verfügbaren Aktionen und könnt eigene Kombinationen vergeben. Das ist besonders praktisch, wenn ihr von anderen Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop wechselt.
Profi-Tipps für den Workflow
Einige Kniffe für fortgeschrittene Nutzer:
- Tab blendet alle Dialoge und Docks aus – perfekt für mehr Platz auf dem Bildschirm
- X vertauscht Vorder- und Hintergrundfarbe
- D setzt die Farben auf Schwarz/Weiß zurück
- Strg + ; blendet Hilfslinien ein/aus
- ‚ (Apostroph) schaltet die Maskierung der Auswahl um
Besonders in Kombination mit einem Grafiktablett wird GIMP so zu einem richtig schnellen Werkzeug. Die meisten Wacom-Tablets lassen sich ab Werk problemlos mit GIMP verwenden, und die programmierbare Stifte können zusätzlich mit häufig genutzten Shortcuts belegt werden.
Performance und Stabilität
GIMP 3.0 ist nicht nur feature-reicher, sondern auch deutlich stabiler als seine Vorgänger. Die Arbeit mit großen Dateien geht flotter von der Hand, und auch bei komplexeren Projekten mit vielen Ebenen hängt sich das Programm seltener auf. Das macht die Tastaturkürzel noch wertvoller – schließlich will niemand mitten im Flow durch träge Software ausgebremst werden.
Zuletzt aktualisiert am 07.04.2026

