Die meisten Android-Nutzer verwalten ihre Kontakte mit Google Kontakte – praktisch und immer synchron. Doch was passiert, wenn ihr zu einem anderen System wechselt oder eure Kontakte lokal sichern wollt? Dann müsst ihr sie exportieren. Das geht zum Glück schnell und unkompliziert.
Google Kontakte ist für viele der zentrale Speicherort für alle wichtigen Verbindungen. Ob Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geburtstage oder Notizen – alles wird automatisch zwischen euren Geräten synchronisiert. Doch manchmal braucht ihr eure Kontakte in einem anderen Format oder wollt sie unabhängig von Google sichern.
Das kann verschiedene Gründe haben: Ihr wechselt zu einem iPhone und wollt nicht alles über iCloud laufen lassen. Oder ihr steigt auf ein anderes E-Mail-System um. Vielleicht wollt ihr auch einfach eine lokale Backup-Datei eurer wichtigsten Kontakte haben. In all diesen Fällen ist der Export eurer Google-Kontakte die Lösung.
So exportiert ihr eure Google-Kontakte
Der Export funktioniert über die Weboberfläche von Google Contacts. Loggt euch dort mit eurem Google-Konto ein – ihr seht dann alle eure gespeicherten Kontakte in einer übersichtlichen Liste.
Jetzt habt ihr zwei Möglichkeiten: Entweder ihr exportiert alle Kontakte auf einmal, oder ihr wählt gezielt einzelne aus. Für eine Auswahl klickt ihr die gewünschten Kontakte an – sie werden dann blau markiert. Wollt ihr alle exportieren, könnt ihr diesen Schritt überspringen.
Export-Optionen und Dateiformate
Klickt oben rechts auf die drei Punkte, um das Menü zu öffnen. Dort findet ihr den Punkt „Exportieren“. Ein neues Fenster öffnet sich mit verschiedenen Optionen.
Bei „Kontakte“ könnt ihr wählen zwischen „Ausgewählt“ (falls ihr vorher welche markiert habt) oder „Alle Kontakte“. Darunter stehen drei verschiedene Exportformate zur Auswahl:
Google CSV: Dieses Format eignet sich perfekt, wenn ihr die Kontakte später wieder in ein Google-Konto oder in Google Workspace importieren wollt. Alle Google-spezifischen Felder bleiben erhalten.
Outlook CSV: Diese Variante ist ideal für Microsoft Outlook oder andere Programme, die das Outlook-Format verstehen. Die Kontakte werden so formatiert, dass sie problemlos importiert werden können.
vCard: Das ist ein universeller Standard, den praktisch alle E-Mail-Programme und Smartphone-Systeme verstehen. Wenn ihr nicht sicher seid, welches Format ihr braucht, ist vCard meist die beste Wahl.
Was passiert nach dem Export?
Nach dem Klick auf „Exportieren“ lädt euer Browser eine Datei herunter. Je nach gewähltem Format hat sie die Endung .csv oder .vcf. Diese Datei enthält alle Kontaktdaten, die ihr in Google gespeichert hattet – Namen, Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Adressen, Geburtstage und sogar Notizen.
Die Datei könnt ihr dann in praktisch jedes andere System importieren. Bei einem iPhone geht das über die Kontakte-App oder iTunes. Outlook kann alle drei Formate importieren. Und auch andere E-Mail-Programme wie Thunderbird oder Apple Mail verstehen zumindest das vCard-Format.
Backup-Strategie für Kontakte
Ein regelmäßiger Export eurer Kontakte ist auch als Backup-Strategie sinnvoll. Auch wenn Google sehr zuverlässig ist, kann es nicht schaden, eine lokale Kopie zu haben. Besonders wenn ihr viele geschäftliche Kontakte habt oder eure Kontaktliste über Jahre aufgebaut habt.
Tipp: Macht den Export am besten einmal im Quartal und speichert die Datei an einem sicheren Ort – idealerweise in eurer Cloud oder auf einem externen Speicher. So seid ihr auf der sicheren Seite, falls doch mal etwas schiefgeht.
Besonderheiten beim Import in andere Systeme
Beim Import in andere Systeme gibt es ein paar Dinge zu beachten. Nicht alle Felder, die Google Kontakte unterstützt, gibt es auch in anderen Programmen. Manche Informationen können daher verloren gehen oder anders dargestellt werden.
Besonders bei sehr detaillierten Kontakten mit vielen benutzerdefinierten Feldern solltet ihr nach dem Import prüfen, ob alles korrekt übertragen wurde. In den meisten Fällen funktioniert der Transfer aber problemlos – die wichtigsten Informationen wie Name, Telefon und E-Mail werden praktisch immer korrekt übernommen.
Der Export eurer Google-Kontakte ist also kein Hexenwerk. In wenigen Klicks habt ihr eine Datei mit allen wichtigen Kontaktdaten, die ihr flexibel weiterverwenden könnt. Egal ob für den Systemwechsel oder als Backup – diese Funktion solltet ihr kennen.
Zuletzt aktualisiert am 09.03.2026


