Findet ihr beim Surfen unterwegs eine Website, die ihr euch für später merken wollt, zum Beispiel um sie am heimischen Desktop-PC oder Laptop in normaler Größe zu lesen, könnt ihr ein Lesezeichen setzen. Dank der erweiterten Synchronisierung im Chrome-Browser ist das heute noch einfacher geworden. Allerdings landen die Lesezeichen standardmäßig in einem separaten Ordner – was nicht immer gewünscht ist.
Wer auch vom Smartphone oder Tablet aus Lesezeichen gleich in den „richtigen“ Ordner einsortieren will, lädt zunächst die betreffende Webseite im mobilen Chrome-Browser. Jetzt oben auf das Menüsymbol (drei Punkte) und dann auf das Sternchen tippen.
Daraufhin wird ein Ausklappfeld angezeigt, in dem sich auch die Angabe des Ordners findet. Standardmäßig ist hier „Mobile Lesezeichen“ voreingestellt. Nach Antippen könnt ihr aber auch jeden anderen Ordner der Lesezeichen ansteuern, beispielsweise „Desktop-Lesezeichen“ – mit allen Unterordnern vom PC.
Erweiterte Lesezeichen-Verwaltung in Chrome 2026
Google hat die Lesezeichen-Funktion in den letzten Jahren deutlich ausgebaut. Seit Chrome 120 (Ende 2023) gibt es eine verbesserte Synchronisierung, die nicht nur eure Lesezeichen, sondern auch deren Organisationsstruktur geräteübergreifend abgleicht. Das bedeutet: Erstellt ihr auf dem Desktop einen neuen Ordner, ist dieser binnen Sekunden auch auf dem Smartphone verfügbar.
Besonders praktisch ist die neue „Smart Collections“ Funktion, die Google 2024 eingeführt hat. Sie kategorisiert eure Lesezeichen automatisch nach Themen wie „Nachrichten“, „Shopping“, „Rezepte“ oder „Arbeit“. Diese automatische Sortierung könnt ihr in den Chrome-Einstellungen unter „Lesezeichen“ aktivieren oder deaktivieren.
Lesezeichen schneller finden und organisieren
Ein weiteres nützliches Feature ist die verbesserte Suchfunktion. Tippt ihr in die Adressleiste und beginnt mit der Eingabe, durchsucht Chrome nicht nur eure Chronik, sondern auch die Lesezeichen-Titel und -URLs. Dabei werden auch die Inhalte der gespeicherten Seiten berücksichtigt, sofern ihr die „Enhanced Search“ Option aktiviert habt.
Für Power-User interessant: Chrome unterstützt seit Version 125 auch Lesezeichen-Tags. Ihr könnt jedem Lesezeichen mehrere Schlagwörter zuweisen, was die spätere Suche erheblich erleichtert. Diese Tags sind ebenfalls synchronisiert und stehen auf allen euren Geräten zur Verfügung.
Lesezeichen im Team teilen
Eine der größten Neuerungen 2025 war die Einführung von „Shared Collections“. Damit könnt ihr Lesezeichen-Ordner mit Familie, Freunden oder Kollegen teilen. Besonders praktisch für gemeinsame Projekte, Urlaubsplanung oder das Sammeln von Rezepten in der Familie. Die geteilten Ordner erscheinen in der Lesezeichen-Liste aller Beteiligten und werden in Echtzeit synchronisiert.
Alternative Methoden zum Lesezeichen setzen
Neben dem klassischen Weg über das Menü gibt es weitere Optionen: Haltet ihr einen Link auf einer Webseite gedrückt, erscheint ein Kontextmenü mit der Option „Zu Lesezeichen hinzufügen“. Dabei könnt ihr direkt den gewünschten Ordner auswählen.
Für Vielnutzer empfiehlt sich auch die Sprachsteuerung: „Hey Google, füge diese Seite zu meinen Lesezeichen hinzu“ – Chrome fragt dann nach dem gewünschten Ordner.
Lesezeichen exportieren und sichern
Chrome speichert eure Lesezeichen zwar automatisch in eurem Google-Konto, aber eine zusätzliche lokale Sicherung schadet nie. In den Desktop-Einstellungen unter „Lesezeichen“ > „Lesezeichen-Manager“ > „Organisieren“ findet ihr die Export-Option. Die HTML-Datei lässt sich in jeden anderen Browser importieren.
Datenschutz und Synchronisierung
Wer die Synchronisierung nutzen möchte, aber datenschutzbewusst ist: In den Chrome-Einstellungen könnt ihr unter „Synchronisierung“ genau festlegen, welche Daten abgeglichen werden. Ihr könnt beispielsweise nur Lesezeichen synchronisieren, aber Chronik und Passwörter lokal belassen.
Alternativ bietet Chrome seit 2024 auch eine lokale Synchronisierung über das heimische WLAN an. Dabei werden eure Daten nur zwischen euren eigenen Geräten ausgetauscht, ohne Googles Server zu berühren.
Fazit
Die Lesezeichen-Verwaltung in Chrome ist deutlich mächtiger geworden, als sie auf den ersten Blick erscheint. Mit den richtigen Einstellungen wird sie zu einem echten Produktivitätswerkzeug, das euch dabei hilft, den Überblick über eure gesammelten Web-Inhalte zu behalten – egal ob ihr gerade am Desktop oder unterwegs seid.
Zuletzt aktualisiert am 13.04.2026

